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Bayerisches Landesamt für
Statistik und Datenverarbeitung
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14/2010/14/B-VII
München, den 8. Februar 2010
Pressemitteilung

Frauen relativ selten in Amt und Würden

Statistischer Bericht „Frauen in der Wahlstatistik“ neu aufgelegt

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, gab es zum Stichtag 31.12.2009 in Bayern 129 erste Bürgermeisterinnen und Oberbürgermeisterinnen. Damit waren nur 6,3 Prozent der bayerischen Gemeindeoberhäupter weiblich. Diese und viele weitere Frauen betreffende Daten der letzten Landtags-, Bundestags- und Europawahlen sowie der Kommunal- und Bezirkswahlen in Bayern enthält die soeben erschienene Veröffentlichung "Frauen in der Wahlstatistik Bayerns".
 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurde die Veröffentlichung "Frauen in der Wahlstatistik Bayerns" neu aufgelegt. In dieser Veröffentlichung wurden aus den verschiedenen Bereichen der amtlichen Wahlstatistik in Bayern viele Daten über Frauen zusammengefasst. So werden nicht nur Auswertungen in Bezug auf Frauen als Wahlbewerber sowie über weibliche Gewählte, sondern auch das Wahlverhalten von Frauen ausführlich dargestellt. Das Spektrum reicht dabei von Kommunal- und Bezirkswahlen über Landtagswahlen bis hin zu Bundestags- und Europawahlen. Neu eingearbeitet wurden gegenüber der letzten Auflage die Ergebnisse der Kommunalwahlen am 2. März 2008, der Landtagswahl und der Bezirkswahlen am 28. September 2008, der Europawahl am 7. Juni 2009, der Bundestagswahl am 27. September 2009 sowie die aufgrund des Ausscheidens der Amtsinhaber oder wegen Ablauf der Amtszeit laufend stattfindenden Bürgermeister- und Landratswahlen.
Demnach gab es zum Stichtag 31.12.2009 in den 2 056 bayerischen Gemeinden 129 Frauen, die das Amt einer ersten Bürgermeisterin oder einer Oberbürgermeisterin ausübten. Dies entspricht 6,3 Prozent. Drei Frauen standen dabei als Oberbürgermeisterinnen an der Spitze einer der 25 kreisfreien Städte (Ansbach, Rosenheim und Schweinfurt), 60 waren als Oberbürgermeisterinnen bzw. berufsmäßige erste Bürgermeisterinnen in einer kreisangehörigen Gemeinde tätig und 66 als ehrenamtliche erste Bürgermeisterinnen (bei 1 101 Gemeinden mit berufsmäßigen und 930 Gemeinden mit ehrenamtlichen Bürgermeistern insgesamt). Nur in drei der 71 bayerischen Landkreise (Kitzingen, München und Rottal-Inn) bekleideten Frauen das Amt einer Landrätin. Zum 30.06.2006, dem Stichtag der letzten Ausgabe dieser Veröffentlichung, gab es ebenfalls drei Landrätinnen in Bayern, aber nur 89 weibliche Bürgermeister unter den 2 056 bayerischen Gemeindeoberhäuptern.
Weitaus häufiger vertreten sind Frauen in den bayerischen Gemeinde- und Stadträten sowie in den Kreistagen, wo nach den Ergebnissen der Kommunalwahlen 2008 immerhin fast jedes fünfte Mitglied weiblich ist.
Noch deutlich größer ist allerdings derzeit der Frauenanteil bei den Abgeordneten des Bayerischen Landtags (31 Prozent) sowie bei den bayerischen Abgeordneten des Deutschen Bundestags (27 Prozent) und des Europäischen Parlaments (36 Prozent).
Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht "Frauen in der Wahlstatistik Bayerns" (Bestellnummer: B70003 Preis der Druckausgabe: 14,50 €). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/webshop als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-457) oder Post bestellt werden.