Auf einen Blick

Pressemitteilung

117/2017/35/M
München, den 30. Mai 2017

Inflationsrate in Bayern im Mai bei 1,4 Prozent

Energiepreise steigen weiter; deren Teuerung schwächt sich jedoch deutlich ab

 
Im Vergleich zum Mai des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 1,4 Prozent erhöht; im April hatte die Inflationsrate bei 1,9 Prozent gelegen. Wie schon in den Vormonaten sind die Preise für Heizöl (+15,1 Prozent) und Kraftstoffe (+6,3 Prozent) überdurchschnittlich gestiegen. Die Teuerung schwächt sich jedoch deutlich ab. So hatte im April die Preissteigerung bei Heizöl (+32,6 Prozent) und Kraftstoffe (+11,9 Prozent) noch spürbar höher gelegen. Das Preisniveau für Nahrungsmittel erhöhte sich im Jahresvergleich um 1,7 Prozent. Preisrückgänge waren binnen Jahresfrist bei Obst (-1,8 Prozent) und Gemüse (-3,4 Prozent) zu beobachten. Deutlich verteuert hat sich hingegen Butter (+42,3 Prozent); auch die Preise für Vollmilch (+17,0 Prozent) sind im Vergleich zum Vorjahresmonat spürbar gestiegen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise gegenüber dem vorangegangenen April im Gesamtniveau um 0,1 Prozent gefallen. Preisrückgänge waren bei Kraftstoffen (-2,1 Prozent) zu beobachten. Heizöl verbilligte sich binnen Monatsfrist um durchschnittlich 6,3 Prozent. Hauptsächlich aus saisonalen Gründen sind im Mai auch die Preise für Gemüse (-4,8 Prozent) spürbar gefallen.

 



Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Mai 2017 bei +1,4 Prozent; im vorangegangenen April hatte sie bei +1,9 Prozent gelegen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet, hätte die Inflationsrate bei +1,2 Prozent gelegen.

 
Die Preise für Nahrungsmittel sind im Jahresvergleich um 1,7 Prozent gestiegen. Bei den einzelnen Produkten verlief die Entwicklung teilweise wiederum sehr unterschiedlich. Ausgesprochen stark haben sich die Preise für Butter (+42,3 Prozent) erhöht. Verteuert haben sich zudem einzelne Molkereiprodukte. So sind insbesondere die Preise für Vollmilch (+17,0 Prozent) und Quark (+21,4 Prozent) spürbar gestiegen. Demgegenüber haben sich Obst (-1,8 Prozent) und Gemüse (-3,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr verbilligt. Auch die Preise für Eier (-1,6 Prozent) sind binnen Jahresfrist im Durchschnitt leicht gefallen.

 
Am Energiemarkt sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Mai des Vorjahres um 15,1 Prozent gestiegen. Die Preise für Kraftstoffe (+6,3 Prozent) haben sich binnen Jahresfrist ebenfalls erhöht. Stärkere Preisnachlässe waren bei Gas (-5,8 Prozent) zu beobachten. Strom (+2,3 Prozent) hat sich binnen Jahresfrist leicht verteuert.

 
Vergleichsweise entspannt verläuft im Landesdurchschnitt weiterhin die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Mai des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,8 Prozent. Niedriger als im Vorjahr waren wiederum auch im Mai die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u.a. Festplattenrecorder (-10,4 Prozent), MP3/MP4-Player (-8,2 Prozent) und Waschmaschinen (-4,9 Prozent) günstiger beziehen als im Vorjahr.

 
Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise (-0,1 Prozent) im Gesamtniveau geringfügig gefallen. Leichte Preisrückgänge waren bei Kraftstoffen (-2,1 Pro-zent) zu beobachten. Heizöl verbilligte sich um 6,3 Prozent. Auch Gemüse (-4,8 Prozent) war günstiger als im Vormonat. Ein deutlicher Preisanstieg war hingegen bei Butter (+5,2 Prozent) zu beobachten.



Hinweis:

Die Presseinformation zum Berichtsmonat Mai 2017 enthält vorläufige Ergebnisse.

Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

 
Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Mai 2017 mit Jahreswerten von 2014 bis 2016 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M1201C) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2012 bis Mai 2017 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013).

Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).


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