Auf einen Blick


Pressemitteilung

13/2017/33/C
München, den 20. Januar 2017

Zur „Grünen Woche“: Jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb Deutschlands liegt in Bayern

Erste Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2016 liegen vor – Trend zur ökologischen Bewirtschaftungsweise setzt sich fort

 
Im Jahr 2016 bewirtschafteten nach aktuellen Eckzahlen der Agrarstrukturerhebung 2016 etwa 90 500 Betriebe knapp 3,2 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche in Bayern. Im Freistaat sind somit rund 33 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Deutschlands ansässig. Die Zahl der bayerischen Agrarbetriebe sank nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik allerdings gegenüber der Vorerhebung im Jahr 2013 um 3,0 Prozent. In der Viehhaltung zeigt sich ein ähnliches Bild. Bei leicht sinkenden Viehzahlen nehmen die Vieh haltenden Betriebe weiterhin ab (-9,0 Prozent gegenüber 2013). Die Zahl der Ökobetriebe stieg hingegen weiter an: Mit rund 7 800 Betrieben waren im Jahr 2016 über ein Fünftel mehr Ökobetriebe in Bayern vorhanden als noch im Jahr 2013.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anlässlich der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin mitteilt, wurden nach den ersten vorläufigen Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2016 für Bayern rund 90 500 landwirtschaftliche Betriebe nachgewiesen; dies entspricht einem Rückgang von 3,0 Prozent gegenüber der Agrarstrukturerhebung 2013.

 
Bayern weist damit rund 33 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Deutschlands auf. Die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche dieser Betriebe belief sich auf 3 158 000 Hektar und lag damit leicht über dem Wert von 2013 (+0,7 Prozent). Die durchschnittliche Betriebsgröße stieg in den drei Jahren von 34 auf 35 Hektar an. Die landwirtschaftliche Fläche in Bayern teilte sich 2016 zu nahezu gleichen Teilen in eigene Flächen im Besitz der Betriebe (49,8 Prozent) und in gepachtete Flächen (50,2 Prozent) auf.

 
Den Großteil der Agrarbetriebe machten mit 93,6 Prozent weiterhin die zumeist familiengeführten Einzelunternehmen aus. Diese Betriebe werden zu knapp 53 Prozent im Nebenerwerb geführt. In den bayerischen landwirtschaftlichen Betrieben waren 2016 rund 206 600 Arbeitskräfte beschäftigt, zum überwiegenden Teil handelte es sich hierbei um Familienarbeitskräfte (161 800).

 
Die Viehhaltung spielt in Bayern weiterhin eine wichtige Rolle. Allerdings ging die Zahl aller Vieh haltenden Betriebe seit der Vorerhebung im Jahr 2013 um 9,0 Prozent, die Zahl der Schweinehalter sogar um mehr als ein Viertel zurück. Die insgesamt 63 300 bayerischen Viehhalter hielten 2016 rund 3,2 Millionen Rinder, 3,5 Millionen Schweine, 32 800 Schafe, 38 100 Ziegen, 77 000 Einhufer und 13,3 Millionen Stück Geflügel.

 
Der Trend hin zur ökologischen Bewirtschaftung ist ungebrochen. Nach dem Kontrollverfahren zum ökologischen Landbau werden nun rund 7 800 Betriebe und damit gut 22 Prozent mehr als noch 2013 ökologisch geführt.

 
Der Öko-Anteil an allen landwirtschaftlichen Betrieben liegt damit bei 8,6 Prozent. Die ökologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzfläche nahm seit 2013 um 24,0 Prozent auf 265 100 Hektar zu, davon entfällt mit gut 151 600 Hektar der größte Teil auf Dauergrünland.

 
In der Viehhaltung ist vor allem bei den Hühnern ein starker Zuwachs an ökologisch gehaltenen Tieren zu verzeichnen. Wurden 2013 noch 444 300 ökologisch gehaltene Hühner gezählt, so sind es 2016 mit 901 500 mehr als doppelt so viele. Bei den Rindern ist ebenfalls ein entsprechender starker Zuwachs zu erkennen, im Dreijahreszeitraum stieg die Zahl der Ökorinder um 18,1 Prozent von 190 400 auf 224 900 Tiere. Bei Schweinen, Schafen und Ziegen blieben die ökologischen Tierbestände in etwa auf dem Niveau von vor drei Jahren.

 
Endgültige und detaillierte Ergebnisse zu den vielfältigen Themenbereichen der Agrarstrukturerhebung werden schrittweise ab Mai dieses Jahres veröffentlicht. Die Themenbreite wird dabei u.a. durch Daten zum Gartenbau, Zwischenfruchtanbau, zur Bewässerung, zu Bodenbearbeitungsverfahren und zum Wirtschaftsdünger noch größer. In vielen Bereichen werden regional tief gegliederte Daten bis hin zur Gemeindeebene verfügbar sein.


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