Auf einen Blick

Pressemitteilung

141/2017/57/H
München, den 21. Juni 2017

Schwacher Güterumschlag in Bayerns Häfen

Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft im ersten Quartal 2017 mit über 30 Prozent umschlagstärkste Güter

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, lag der Güterumschlag der bayerischen Binnenschifffahrt im ersten Quartal 2017 bei 1,2 Millionen Tonnen und damit 23,8 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Im Maingebiet wurden 0,7 Millionen Tonnen verladen (-23,7 Prozent) und im Donaugebiet 0,5 Millionen Tonnen (-23,9 Prozent). Die umschlagstärksten Häfen an der Donau waren Straubing-Sand und Regensburg, am Main waren es Aschaffenburg und Lengfurt. Es wurden hauptsächlich land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse zu Wasser transportiert.

 
Insgesamt knapp 1,2 Millionen Tonnen Güter und somit 23,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum wurden im ersten Quartal 2017 in den bayerischen Häfen der Bundeswasserstraßen von Passau über Nürnberg bis Aschaffenburg umgeschlagen.

 
Das Jahr startete damit nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik fortgesetzt schwach, nachdem bereits in den letzten beiden Jahren ein deutlich verringerter Güterumschlag zu beobachten war. Insgesamt wurden von Januar bis März 2017 gut 0,5 Millionen Tonnen eingeladen und fast 0,7 Millionen Tonnen Güter ausgeladen. Der Güterumschlag im Maingebiet lag bei 0,7 Millionen Tonnen und entsprach einem Anteil von rund 59 Prozent.

 
Der Güterumschlag an der Donau ging im ersten Quartal 2017 um 23,9 Prozent auf rund 0,5 Millionen Tonnen zurück, in den Mainhäfen sank er um 23,7 Prozent. Die umschlagstärksten Häfen waren Straubing-Sand und Regensburg mit jeweils knapp 180 000 Tonnen. Insgesamt meldeten sich 1 420 Schiffe mit Umschlagsgütern an und ab, davon befuhren mit 52,4 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Schiffe (744) den Main.

 
Zu Wasser wurden von den 1,2 Millionen Tonnen Güterumschlag hauptsächlich „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“ (30,7 Prozent) und „Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ (13,4 Prozent) transportiert. Weitere 13,3 Prozent entfielen auf die Abteilung „Chemische Erzeugnisse“.



Hinweis:

Die Ausweisung der in der Binnenschifffahrt transportierten Güter erfolgt nach der NST-2007.



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Binnenschifffahrt in Bayern im März 2017“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).


Güterumschlag der Binnenschifffahrt in Bayern

von Januar bis März 2016 und 2017

nach Verkehrsgebieten und ausgewählten Häfen

 

 

 

 

 

 

 

Verkehrsgebiet
_____

Hafen

Güterumschlag Januar bis März

2016

2017

Tonnen

Veränderung
gegenüber 2016
in %

 

 

 

 

 

Maingebiet

 917 743

 700 006

-23,7

dar. 

Nürnberg

 97 751

 46 193

-52,7

Bamberg

 99 092

 70 056

-29,3

Schweinfurt

 76 329

 47 045

-38,4

Würzburg

 66 370

 65 124

-1,9

Karlstadt

 61 060

 48 827

-20,0

Lengfurt

 96 604

 94 097

-2,6

Aschaffenburg

 220 929

 166 829

-24,5

 

Donaugebiet

 651 736

 496 254

-23,9

dar. 

Kelheim

 111 631

 57 804

-48,2

Regensburg

 285 760

 176 397

-38,3

Straubing - Sand

 124 886

 176 648

41,4

Deggendorf

 57 141

 31 406

-45,0

Passau

 37 286

 35 106

-5,8

 

Bayern insgesamt

1 569 479

1 196 260

-23,8

© Bayerisches Landesamt für Statistik







  • Statistische Berichte: Binnenschifffahrt in Bayern
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