Auf einen Blick

Pressemitteilung

165/2017/32/P
München, den 12. Juli 2017

Wirtschaftswachstum 2005 bis 2015 in der Oberpfalz und in Niederbayern am stärksten

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner in Oberbayern und Mittelfranken am höchsten

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik erhöhte sich das nominale Bruttoinlandsprodukt in Bayern in der Dekade von 2005 bis 2015 um insgesamt 38,2 Prozent. Am stärksten war der Anstieg auf der Ebene der Regierungsbezirke in der Oberpfalz mit 43,6 Prozent, gefolgt von Niederbayern mit 40,1 Prozent. Auf Kreisebene sticht Ingolstadt mit einer Zunahme von 121,0 Prozent hervor, gefolgt vom Landkreis Pfaffenhofen mit 81,2 Prozent und der kreisfreien Stadt Coburg mit 69,8 Prozent. Bezogen auf die Einwohnerzahl war im Jahr 2015 das Bruttoinlandsprodukt in Oberbayern mit 53 091 Euro am höchsten. Bayernweit lag das BIP je Einwohner bei 42 950 Euro.
 
In der Dekade 2005 bis 2015 erhöhte sich das nominale Bruttoinlandsprodukt in Bayern um 38,2 Prozent. Dabei war die Zunahme, wie das Bayerische Landesamt für Statistik meldet, in der Oberpfalz (+43,6 Prozent) und Niederbayern (+40,1 Prozent) am höchsten. Unter dem Durchschnitt blieben Oberfranken (+ 35,9 Prozent) sowie Unterfranken (+27,9 Prozent).
 
Auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise ragt Ingolstadt mit einer Zunahme des BIP von 121,0 Prozent heraus. Mit einer Zunahme von 81,2 Prozent folgt der Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm mit deutlichem Abstand. In weiteren drei Kreisen lag das Wirtschaftswachstum von 2005 bis 2015 über 60 Prozent. Schlusslicht war der Landkreis Kronach (+14,9 Prozent).
 
Bei diesen Angaben ist zu beachten, dass das Bruttoinlandsprodukt auf der Ebene der Regierungsbezirke und Kreise nur zu jeweiligen Preisen ausgewiesen werden kann, da keine Preisindizes auf Regierungsbezirks- bzw. Kreisebene vorliegen. Sie sind daher nicht mit dem „Wirtschaftswachstum“ auf Bundes- und Länderebene vergleichbar, sofern dieses, wie üblich, real ausgewiesen wird.
 
Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, das als Maßstab der Wirtschaftskraft eines Landes oder einer Region gilt, war 2015 in Oberbayern mit 53 091 Euro und Mittelfranken mit 40 307 Euro am höchsten. Am niedrigsten war es in Oberfranken mit 34 178 Euro.
 
Auf Kreisebene führt Ingolstadt mit 131 569 Euro deutlich vor dem Landkreis München mit 97 727 Euro sowie der kreisfreien Stadt Schweinfurt mit 95 013 Euro. Auf den hinteren Plätzen lagen die Landkreise Schweinfurt mit 21 482 Euro und Bayreuth mit 19 470 Euro.


Hinweis:

Die hier vorgelegten Ergebnisse wurden nach den methodischen Vorgaben des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören, berechnet.
 
Weitere Informationen und Ergebnisse zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen können auf der Homepage des AK VGRdL unter www.vgrdl.de abgerufen werden.
 
 
Ausführliche Ergebnisse zu den Regierungsbezirken und Kreisen in Bayern enthält der Statistische Bericht „ P1300C 201500 Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung in Bayern 2000, 2009 bis 2015; Kreisfreie Städte und Landkreise, Regierungsbezirke, Regionen, Arbeitsmarktregionen“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).



Zunahme des Bruttoinlandsprodukts zu jeweiligen Preisen 2015 gegenüber 2005 sowie Bruttoinlandsprodukt je Einwohner im Jahr 2015 in den bayerischen Regierungsbezirken

 

 

Regierungsbezirk

Bruttoinlandsprodukt

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2015

Zunahme 2015 gegenüber 2005 in %

Euro

Oberbayern

39,9

53 091

Niederbayern

40,1

36 153

Oberpfalz

43,6

38 619

Oberfranken

35,9

34 178

Mittelfranken

37,0

40 307

Unterfranken

27,9

36 725

Schwaben

37,8

36 762

 

 

 

Bayern

38,2

 

42 950

 


Die zehn kreisfreien Städte und Landkreise mit der höchsten und der geringsten

Zunahme des Bruttoinlandsprodukts zu jeweiligen Preisen von 2005 bis 2015

 

Kreisfreie Stadt/Landkreis

Zunahme in %

Kreisfreie Stadt/Landkreis

Zunahme in %

Ingolstadt, Kreisfreie Stadt

121,0

Weiden i.d.OPf., Kreisfreie Stadt

23,9

Pfaffenhofen a.d.Ilm, Landkreis

81,2

Fürth, Kreisfreie Stadt

23,3

Coburg, Kreisfreie Stadt

69,8

München, Landkreis

23,2

Erlangen, Kreisfreie Stadt

61,4

Schweinfurt, Kreisfreie Stadt

22,1

Neumarkt i.d.OPf., Landkreis

61,2

Hof, Kreisfreie Stadt

17,8

Eichstätt, Landkreis

58,2

Aschaffenburg, Landkreis

16,6

Dingolfing-Landau, Landkreis

55,7

Lichtenfels, Landkreis

16,4

Dillingen a.d.Donau, Landkreis

54,6

Starnberg, Landkreis

15,6

Donau-Ries, Landkreis

53,7

Schwabach, Kreisfreie Stadt

15,5

Miesbach, Landkreis

52,0

Kronach, Landkreis

14,9

 

 

Die zehn kreisfreien Städte und Landkreise mit dem höchsten und dem geringsten

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2015

 

Kreisfreie Stadt/Landkreis

Euro

Kreisfreie Stadt/Landkreis

Euro

Ingolstadt, Kreisfreie Stadt

131 569

Aichach-Friedberg, Landkreis

25 244

München, Landkreis

97 727

Fürstenfeldbruck, Landkreis

24 744

Schweinfurt, Kreisfreie Stadt

95 013

Straubing-Bogen, Landkreis

24 736

Erlangen, Kreisfreie Stadt

86 829

Bamberg, Landkreis

24 704

Regensburg, Kreisfreie Stadt

83 237

Forchheim, Landkreis

24 589

Coburg, Kreisfreie Stadt

82 172

Amberg-Sulzbach, Landkreis

24 306

München, Landeshauptstadt

72 356

Regensburg, Landkreis

23 513

Aschaffenburg, Kreisfreie Stadt

69 510

Fürth, Landkreis

22 083

Dingolfing-Landau, Landkreis

66 050

Schweinfurt, Landkreis

21 482

Passau, Kreisfreie Stadt

62 567

Bayreuth, Landkreis

19 470



Regionalisierte Zahlen:
 

  • Statistische Berichte: Bruttoinlandsprodukt
    und Bruttowertschöpfung in Bayern
  • GENESIS: Bruttoinlandsprodukt
  • Arbeitskreis "Volkswirtschaftliche
    Gesamtrechnungen der Länder"
  • BIP in jeweiligen Preisen
  • BIP je Einwohner
  • PDF der Pressemitteilung

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.