Auf einen Blick


Pressemitteilung

171/2017/34/C
München, den 19. Juli 2017

Rund 17 800 t Spargel gestochen und 8 300 t Erdbeeren geerntet

Hektarertragseinbußen bei Spargel um 9,2 Prozent und bei Erdbeeren um 30,7 Prozent

 
Nach den Ergebnissen aus der Gemüsevorerhebung bauen die Spargelbauern in Bayern auf rund 3 100 ha das Edelgemüse an. Nach ersten Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wird im Jahr 2017 ein Hektarertrag von 57,3 dt und somit eine Erntemenge von insgesamt 17 800 t erzielt. Auf rund 1 600 ha werden Erdbeeren angebaut. Die Erdbeerbauern weisen dabei einen Durchschnittsertrag von 50,5 dt bzw. eine Gesamterntemenge von 8 300 t nach.
 
Aufgrund der großen Bedeutung von Spargel und Erdbeeren wird zu der im Herbst stattfindenden Gemüsehaupterhebung eine Vorerhebung, in deren Rahmen die Anbauflächen und Erntemengen der wichtigsten Gemüsearten einschließlich Erdbeeren ermittelt werden, durchgeführt.
 
Die Spargelsaison, die offiziell Anfang April beginnt, endet traditionell am 24. Juni (Johannistag). Die Fläche, die für den Anbau von Spargel genutzt wird, liegt im Jahr 2017 im Freistaat bei insgesamt 3 800 ha (Flächen mit Ertrag und ohne Ertrag wie z. B. Neuanlagen). Gemäß dem Bayerischen Landesamt für Statistik werden auf rund 3 100 ha Spargel im Ertrag angebaut.
 
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine geringe Flächenzunahme um 0,9 Prozent (30 ha). Die Anbaufläche liegt aber deutlich über dem fünfjährigem Mittel von 2 550 ha.
 
Die bayerischen Spargelbetriebe erzielen im Jahr 2017 im Durchschnitt einen Hektarertrag von 57,3 dt. Somit ist der Hektarertrag im Vergleich zum letzten Jahr um 9,2 Prozent (-5,8 dt/ha) niedriger. Die Ertragseinbußen werden jedoch teilweise durch die hohe Anbaufläche relativiert.
 
Somit gelingt den bayerischen Spargelbauern 2017 trotz der zeitweise schlechten Wetterbedingungen eine Ernte von etwa 17 800 t. Dieser Wert liegt rund 1 500 t über dem fünfjährigen Mittel (16 340 t).
 
Im Gegensatz zum Spargel setzt sich die Erdbeersaison im Juli und teilweise darüber hinaus fort. Nach ersten Angaben der bayerischen Erdbeerbauern nimmt die gesamte Anbaufläche von Erdbeeren im Jahr 2017 mit rund 2 100 ha gegenüber 2016 um 6,5 Prozent (-150 ha) ab. Darunter nehmen die ertragsfähigen Anlagen, wie im Vorjahr, 1 600 ha ein.
 
Der Anbau von Erdbeeren hat unter den Wetterbedingungen gelitten. Die erwartete Erntemenge liegt bei 8 300 t und somit um 29,9 Prozent (- 3 500 t) unter dem Vorjahresergebnis. Der durchschnittliche Hektarertrag von heuer liegt mit 50,5 dt deutlich (-30,7 Prozent bzw. -22,4 dt/ha) unter dem des Jahres 2016 mit 72,9 dt.
 
 
Hinweis:

Die Gemüsevorerhebung liefert erste Näherungswerte zur bayerischen Spargel- und Erdbeerernte. Es handelt sich um vorläufige, hochgerechnete Ergebnisse einer Stichprobenerhebung.
 
Im Herbst und Winter 2017 wird die Gemüsehaupterhebung durchgeführt, das endgültige Ergebnis liegt im Frühjahr 2018 vor.


Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung


Ausführliche Ergebnisse enthält der im Frühjahr 2018 erscheinende Statistische Bericht „ Anbau von Gemüse, Erdbeeren und Strauchbeeren in Bayern 2017“ Bestellnummer: C2902C“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).



  • Statistische Berichte: Anbau von Gemüse,
    Erdbeeren und Strauchbeeren
  • PDF der Pressemitteilung

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.