Auf einen Blick

Pressemitteilung

172/2017/36/Q
München, den 20. Juli 2017

Im Jahr 2016 wurden 311 meldepflichtige Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen registriert

Durchschnittlich freigesetzte Stoffmenge bei Unfällen mit Mineralölprodukten lag bei rund 244 Liter pro Unfall

 
Im Jahr 2016 wurden in Bayern 311 meldepflichtige Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen registriert, davon 212 bei der Beförderung und 99 beim Umgang mit diesen Stoffen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik gelangten dabei insgesamt 737 Kubikmeter potenziell wassergefährdende Substanzen, davon rund 408 Kubikmeter Jauche, Gülle und Gärreste in die Umwelt. Durch geeignete Sofort- und Folgemaßnahmen konnten knapp 214 Kubikmeter der wassergefährdenden Substanzen wiedergewonnen werden.
 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Jahr 2016 in Bayern insgesamt 311 meldepflichtige Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen registriert, 67 davon in Wasserschutzgebieten bzw. Heilquellenschutz-, Überschwemmungs- oder sonstigen schutzwürdigen Gebieten.
 
Dabei wurden – soweit von den zuständigen Überwachungsbehörden quantifizierbar – insgesamt 737 Kubikmeter potenziell was-sergefährdende Substanzen, darunter rund 63 Kubikmeter Mineralöle bzw. Mineralölprodukte, freigesetzt. Die durchschnittlich freigesetzte Menge bei allen Unfällen mit Mineralölprodukten lag bei rund 244 Liter pro Unfall.
 
Die Mehrzahl der Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen ereignete sich mit 212 Fällen bei deren Beförderung. Dabei gelangten rund 222 Kubikmeter wassergefährdende Substanzen in die Umwelt. Der größere Teil der 2016 freigesetzten Stoffmengen, rund 515 Kubikmeter, fiel bei den insgesamt 99 Unfällen beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen an. Hier waren es mit 486 Kubikmetern vorwiegend sonstige Stoffe, darunter vor allem Gülle, Jauche oder Silagesickersäfte, die in die Umwelt gelangten.
 
Durch Sofort- und Folgemaßnahmen, wie das Aufbringen von Bindemitteln, das Einbringen von Gewässersperren oder das Aufbereiten des verunreinigten Materials vor Ort, konnten im Jahr 2016 rund 214 Kubikmeter (29 Prozent) der freigesetzten Stoffe wiedergewonnen werden. Bei Unfällen mit Mineralölprodukten lag die Rückgewinnungsquote bei knapp 78 Prozent.


Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht Unfälle beim Umgang mit und bei der Beförderung von wassergefährdenden Stoffen (Bestellnummer: Q41003 201600). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).



  • Stat. Berichte: Unfälle beim Umgang mit und bei
    der Beförderung von wassergefährdenden Stoffen
  • PDF der Pressemitteilung

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.