Auf einen Blick


Pressemitteilung

117/2008/35/M
München, den 29. Oktober 2008

Inflationsrate in Bayern im Oktober bei 2,7 Prozent

Heizöl und Kraftstoffe spürbar billiger als im Vormonat

Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,7 Prozent erhöht. Damit ist die jährliche Inflationsrate erneut zurückgegangen; im September lag sie bei 3,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat haben sich die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent verringert. Hierzu haben maßgeblich die im Vergleich zum Vormonat kräftigen Preisrückgänge bei Kraftstoffen (-8,2 Prozent) und Heizöl (-5,9 Prozent) beigetragen. Im Jahresvergleich weisen die Energiepreise mit Ausnahme der Kraftstoffe allerdings weiterhin hohe Steigerungsraten auf. So haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 28,6 Prozent erhöht. Strom (+9,7 Prozent) und Gas (+19,7 Prozent) waren ebenfalls spürbar teurer als im Vorjahr. Bei Kraftstoffen lag das Preisniveau indessen nur um 1,5 Prozent höher als im Oktober 2007. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Vorjahresvergleich um 4,8 Prozent. Gegenüber dem Vormonat haben sich die Preise für Nahrungsmittel um 1,0 Prozent erhöht; insbesondere Gemüse (+4,0 Prozent) war dabei deutlich teurer als im September.

Verbraucherpreisindex für Bayern Verbraucherpreisindex für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, hat sich der Preisauftrieb im Vergleich zum Vorjahr weiter abgeschwächt. So betrug die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Oktober 2,7 Prozent; im September hatte sie 3,0 Prozent betragen.

Im Vorjahresvergleich war bei den Nahrungsmitteln insgesamt ein Preisanstieg von 4,8 Prozent zu verzeichnen. Besonders hohe Steigerungsraten wiesen Brot und Getreideerzeugnisse auf (+7,1 Prozent). Molkereiprodukte und Eier waren ebenfalls deutlich teurer als im Vorjahr (+5,7 Prozent). Die Preise für Obst stiegen gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 4,2 Prozent, während sich Gemüse nur um 1,8 Prozent verteuerte.

Mit Ausnahme der Kraftstoffe sind im Energiesektor weiterhin überdurchschnittliche Preissteigerungen zu beobachten. Am stärksten stiegen die Preise für Heizöl (+28,6 Prozent), aber auch Gas (+19,7 Prozent) und Strom (+9,7 Prozent) waren merklich teurer als im Vorjahr. Bei Kraftstoffen hat sich hingegen der Preisauftrieb deutlich abgeschwächt. Im Oktober lagen die Preise für Kraftstoffe nur noch um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im September hatte die Jahresteuerungsrate für Kraftstoffe noch 10,9 Prozent betragen. Weiterhin moderat verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Oktober des Vorjahres erhöhten sie sich nur um 1,9 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Oktober auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So waren Personalcomputer (-25,4 Prozent) und Notebooks (-23,8 Prozent) für den Verbraucher deutlich günstiger; bei digitalen Kameras (-19,1 Prozent) war ebenfalls ein spürbarer Preisrückgang zu verzeichnen.

Im Vormonatsvergleich, d. h. von Mitte September 2008 bis Mitte Oktober 2008, haben sich die Verbraucherpreise im Durchschnitt um 0,1 Prozent verringert. Hierzu haben insbesondere die kräftigen Preisrückgänge bei Kraftstoffen (-8,2 Prozent) und Heizöl (-5,9 Prozent) beigetragen. Demgegenüber haben sich aus saisonalen Gründen die Preise für Gemüse um 4,0 Prozent erhöht.





Ausführliche Ergebnisse zu diesem Thema enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Oktober 2008 (mit Jahreswerten von 2005 bis 2007 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen)“ und "Verbraucherpreisindex für Bayern (mit monatl. Indexwerten von Januar 2005 bis Oktober 2008 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen)". Sie können im Webshop (www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen/webshop) oder im Vertrieb des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erworben oder dort per Fax 089 2119-457 oder E-Mail: vertrieb@statistik.bayern.de bestellt werden. Eine Tabelle mit den jeweils aktuellen Preisindexzahlen für Bayern sowie für Deutschland kann jederzeit per Fax abgerufen werden. Dazu ist das Faxgerät auf „Abruf“ zu stellen und die Faxnummer 089 2119-627 anzuwählen.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.