Auf einen Blick


Pressemitteilung

123/2008/56/F
München, den 12. November 2008

Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern - Talsohle noch nicht durchschritten

Bis September acht Prozent Rückgang bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern

Von Januar bis einschließlich September 2008 meldeten die bayerischen Bauaufsichtsbehörden Baugenehmigungen (einschließlich Genehmigungsfreistellungen) für insgesamt 27 433 Wohnungen, 5,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung fiel der Rückgang der Genehmigungszahlen in den kreisfreien Städten Bayerns schwächer aus (-1,3 Prozent) als in den Landkreisen (-7,5 Prozent). Die Anzahl geplanter Wohnungen in neuen Ein- und Zweifamilienhäusern ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,0 Prozent zurück. Hingegen erhöhte sich die Anzahl der Wohnungen, die in neuen Mehrfamilienhäusern entstehen sollen, um 1,5 Prozent.

Von Januar bis einschließlich September 2008 wurden in Bayern insgesamt 27 433 Wohnungen im herkömmlichen Baugenehmigungs- oder im Genehmigungsfreistellungsverfahren zum Bau freigege-ben, 5,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, lag die Zahl der Wohnungsbaufreigaben von Januar bis September 2008 im Monatsdurchschnitt bei 3 048, wobei seit April jeden Monat (mit Ausnahme des August mit 2 968 Genehmigungen) die Zahl 3 000 überschritten wurde.

Die meisten Wohnungsbaugenehmigungen erfolgten mit 12 747 in Oberbayern (-1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum), mit großem Abstand gefolgt von Schwaben (3 366) und Mittelfranken (2 934). Die wenigsten Wohnungsbaufreigaben, nämlich 1 586, wurden in Oberfranken erteilt, wobei dieser Wert immerhin um 16,8 Prozent über dem Vergleichswert von 2007 liegt. Bezogen auf den Vorjahreszeitraum reduzierte sich die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen am stärksten in Mittelfranken (-15,9 Prozent), in der Oberpfalz (-14,2), in Unterfranken (-12,5) und in Schwaben (-12,6 Prozent). Niederbayern dagegen verzeichnete sogar ein leichtes Plus von 1,5 Prozent. Der Genehmigungsrückgang fiel in den kreisfreien Städten insgesamt schwächer aus als in den Landkreisen (-1,3 Prozent bzw. -7,5 Prozent).

Von den Wohnungen, die insgesamt innerhalb des vergangenen Dreivierteljahres in Bayern genehmigt wurden, sollen 24 082 (87,8 Prozent aller Wohnungen) in neuen Wohngebäuden entstehen (-4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Davon entfallen 13 393 bzw. 55,6 Prozent auf Wohnungen in neuen Ein- und Zweifamilienhäusern (-8,0 Prozent) und 10 689 bzw. 44,4 Prozent auf solche in neuen Mehrfamilienhäusern (+1,5 Prozent). In neu errichteten gewerblichen Hochbauten, sogenannten Nichtwohngebäuden, sind 361 Wohnungen geplant (-51,4 Prozent). Durch Um- oder Ausbaumaßnahmen im vorhandenen Gebäudebestand (Wohn- und Nichtwohnbau) sollen 2 990 Wohnungen entstehen (-6,5 Prozent).

Der Anteil der Mehrfamilienhäuser (d.h. der Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen) an den insgesamt 13 471 von Januar bis September 2008 geplanten neuen Wohngebäuden lag bayernweit bei 9,2 Prozent, der der Ein- und Zweifamilienhäuser dagegen bei 90,8 Prozent. Die höchste „Mehrfamilienhausquote“ wies Oberbayern auf (14,5 Prozent), mit weitem Abstand gefolgt von Mittelfranken und Schwaben (jeweils 7,4 Prozent). Niederbayern besaß diesbezüglich mit 3,7 Prozent den geringsten Wert unter allen bayerischen Regierungsbezirken. Erwartungsgemäß lag diese Quote in den Landkreisen niedriger (bei durchschnittlich 5,9 Prozent) als in den kreisfreien Städten (22,2 Prozent), wobei München als größte Stadt Bayerns mit 37,1 Prozent den höchsten Wert aufwies.

Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern von Januar bis September 2007 und 2008

 

 

 

 

 

Bezeichnung

Wohnungsbaugenehmigungen1)  in Bayern

Januar bis
September
2007

Januar bis
September
2008

Veränderung
2008 ggü. 2007

Anzahl

Prozent

 

 

 

 

 

Nach Gebäudearten

 

 

 

 

 

Wohngebäude insgesamt

 28 220 

 27 149 

- 1 071 

-3,8

davon

 

 

 

 

 Errichtung neuer Gebäude mit

 25 089 

 24 082 

- 1 007 

-4,0

   einer Wohnung

 12 176 

 11 083 

- 1 093 

-9,0

   zwei Wohnungen

 2 384 

 2 310 

-  74 

-3,1

   drei oder mehr Wohnungen2)

 10 529 

 10 689 

  160 

1,5

 Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden

 3 131 

 3 067 

-  64 

-2,0

 

 

 

 

 

Nichtwohngebäude insgesamt

  811 

  284 

-  527 

-65,0

davon

 

 

 

 

 Errichtung neuer Gebäude

  743 

  361 

-  382 

-51,4

 Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden

  68 

-  77 

x 

x

 

 

 

 

 

Wohn- und Nichtwohngebäude insgesamt

 29 031 

 27 433  

- 1 598 

-5,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach Regierungsbezirken

 

 

 

 

 

Oberbayern

 12 881 

 12 747 

-  134 

-1,0

Niederbayern

 2 359 

 2 395 

  36 

1,5

Oberpfalz

 3 022 

 2 592 

-  430 

-14,2

Oberfranken

 1 358 

 1 586 

  228 

16,8

Mittelfranken

 3 489 

 2 934 

-  555 

-15,9

Unterfranken

 2 071 

 1 813 

-  258 

-12,5

Schwaben

 3 851 

 3 366 

-  485 

-12,6

Bayern

 29 031 

 27 433 

- 1 598 

-5,5

Kreisfreie Städte

 9 220 

 9 102 

-  118 

-1,3

dar. Großstädte3)

 7 639 

 7 194 

-  445 

-5,8

Landkreise

 19 811

 18 331 

- 1 485 

-7,5

 

 

 

 

 

________

 

 

 

 

1)  Einschl. Genehmigungsfreistellungen. - 2)  Einschl. Wohnheime. - 3)  München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Regensburg, Ingolstadt, Fürth, Erlangen.






Ausführliche Ergebnisse zu diesem Thema enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht "Baugenehmigungen in Bayern im September 2008" (Best.-Nr.: F21013 200809, Preis 7,10 €). Er kann im Webshop (www.statistik.bayern.de/webshop) oder im Vertrieb des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erworben oder dort per Fax 089 2119-457 oder E-Mail: vertrieb@statistik.bayern.de bestellt werden. Der Bericht ist im Webshop auch kostenlos als Datei erhältlich.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.