Auf einen Blick


Pressemitteilung

65/2008/56/F
München, den 12. Juni 2008

2007 wurde der Abbruch von rund 2 600 Gebäuden genehmigt

Ein Viertel der abgerissenen Wohngebäude war vor 1918 errichtet worden.

Im Verlauf des Jahres 2007 wurde der Abbruch von insgesamt 2 612 Gebäuden und 348 Gebäudeteilen von den bayerischen Bauaufsichtsbehörden genehmigt. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag damit die Zahl der Abrissgenehmigungen für ganze Gebäude um 24 Prozent unter dem Vorjahreswert. – 1 145 oder rund 44 Prozent der Gebäude, deren Abriss 2007 genehmigt wurde, waren Wohngebäude, darunter 944 (82 Prozent) Ein- oder Zweifamilienhäuser. – Mit dem Abriss von 2 960 Gebäuden (einschließlich Gebäudeteilen) genehmigten die bayerischen Bauaufsichtsämter auch den Abriss von 2 696 Wohnungen. 2 409 dieser Wohnungen befanden sich in Wohngebäuden und 287 in gewerblichen Hochbauten (so genannte Nichtwohngebäude).

Die amtliche Bautätigkeitsstatistik umfasst zum Zeitpunkt der Genehmigung nicht nur entstehende, sondern auch abgehende Gebäude. Überwiegend wird in der Bauabgangsstatistik der physische Abbruch von Gebäuden und Gebäudeteilen erfasst. Der Wohnungsbestand reduziert sich jedoch auch durch den Wegfall von Wohnungen durch Nutzungsänderungen oder Zusammenlegungen.

Nach der besonders hohen Zahl von Abbrüchen im Vorjahr (3 438 ganze Gebäude mit 3 772 Wohnungen) erteilten die bayerischen Bauaufsichtsämter im Verlauf des Jahres 2007 Genehmigungen zum Abriss von 2 612 ganzen Gebäuden mit 2 571 Wohnungen. Insgesamt wurden 2 960 Gebäude und Gebäudeteile mit 2 696 Wohnungen zum Abriss freigegeben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag damit die Zahl der Abrissgenehmigungen 2007 um 15,5 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

1 145 der 2007 abgerissenen Gebäude waren (ganze) Wohngebäude und 1 467 gewerbliche Hochbauten (so genannte Nichtwohngebäude). 763 oder zwei Drittel der abgerissenen Wohngebäude waren Einfamilienhäuser. Daneben wurde der Abriss von 181 Zweifamilien- und 201 Mehrfamilienhäusern (einschl. Wohnheime) mit insgesamt 1 532 Wohnungen genehmigt.

Rund 85 Prozent der 2007 abgerissenen Wohngebäude waren vor 1963 errichtet worden, also schon mindestens 45 Jahre alt. Ein Viertel der Häuser war bereits vor Ende des ersten Weltkriegs gebaut worden. Von den abgerissenen gewerblichen Hochbauten waren dagegen rund 41 Prozent 1963 oder später errichtet worden.

Rund 10 Prozent der Gebäude, deren Totalabriss 2007 genehmigt wurde, sollten Frei- und Verkehrsflächen weichen. Bei rund 65 Prozent der Wohngebäude sollte anstelle des abgerissenen Gebäudes wiederum ein Wohngebäude entstehen. Im Nichtwohnbereich sollten rund 31 Prozent der Gebäude durch einen neuen gewerblichen Hochbau ersetzt werden.







Weitere, auch regionalisierte Ergebnisse zu diesem Thema können per E-Mail (baustatistik@lfstad-sw.bayern.de) oder telefo-nisch (Tel. 09721/2088-325 56) erfragt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.