Auf einen Blick


Pressemitteilung

73/2008/35/M
München, den 27. Juni 2008

Inflationsrate in Bayern im Juni bei 3,4 Prozent

Ohne Energie errechnet sich ein Preisanstieg von 1,8 Prozent

Im Vergleich zum Juni des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 3,4 Prozent erhöht. Damit ist die jährliche Inflationsrate weiter angestiegen; im Mai lag sie bei 3,2 Prozent. Besonders stark haben sich die Preise für Heizöl (+ 69,3 Prozent) erhöht. Aber auch Kraftstoffe (+ 15,6 Prozent) sowie Strom (+ 9,8 Prozent), Gas (+ 6,8 Prozent) und Nahrungsmittel (+ 7,3 Prozent) waren weiterhin deutlich teurer als im Vorjahr. Ohne Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) wären die Preise im Durchschnitt nur um 1,8 Prozent gestiegen. Im Vormonatsvergleich, d. h. im Vergleich zum vorangegangenen Mai war insgesamt ein Preisanstieg von 0,3 Prozent zu verzeichnen. Zu dieser Entwicklung hat maßgeblich der auch kurzfristig kräftige Preisanstieg bei Heizöl (+ 5,0 Prozent) und Kraftstoffen (+ 2,5 Prozent) beigetragen. Aus saisonalen Gründen haben sich zudem die Mieten für Ferienwohnungen und –häuser gegenüber dem Vormonat deutlich (+ 8,1 Prozent) erhöht.



Verbraucherpreisindex für Bayern Verbraucherpreisindex für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, hat sich der Preisauftrieb im Vergleich zum Vorjahr weiter verstärkt. So betrug die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Juni 3,4 Prozent; im Mai hatte sie 3,2 Prozent betragen.

Im Vorjahresvergleich war bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken insgesamt ein Preisanstieg von 7,0 Prozent zu verzeichnen. Besonders stark sind die Preise für Molkereiprodukte und Eier (+ 19,4 Prozent) gestiegen. Die Preisentwicklung in diesem Produktbereich hat sich allerdings in den letzten Monaten wieder beruhigt. So wurde die höchste jährliche Steigerungsrate für Molkereiprodukte und Eier im März dieses Jahres (+ 24,8 Prozent) gemessen. Für Brot und Getreideerzeugnisse betrug im Juni die Jahresteuerungsrate 9,2 Prozent. Auch Obst (+ 5,8 Prozent) und Gemüse (+ 4,2 Prozent) waren deutlich teurer als im Vorjahr.

Im Energiesektor sind weiterhin deutliche Preissteigerungen zu beobachten. Am stärksten stiegen die Preise für Heizöl (+ 69,3 Prozent), aber auch Kraftstoffe (+ 15,6 Prozent) sowie Gas (+ 6,8 Prozent) und Strom (+ 9,8 Prozent) waren merklich teurer als im Vorjahr. Ohne Haushaltsenergie und Kraftstoffe wären die Preise nur um 1,8 Prozent gestiegen. Weiterhin moderat verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Juni des Vorjahres erhöhten sie sich nur um 1,6 Prozent. Bei den Wohnungsnebenkosten (u. a. für Müllabfuhr, Frisch- und Abwasser) war ein geringfügiger Rückgang von 0,6 Prozent zu verzeichnen. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Juni auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So waren Personalcomputer (- 23,1 Prozent) und Notebooks (- 27,6 Prozent) für den Verbraucher deutlich günstiger; bei Fernsehgeräten (- 13,0 Prozent) und DVD-Rekordern (- 9,4 Prozent) war ebenfalls ein spürbarer Preisrückgang zu verzeichnen.

Im Vormonatsvergleich, d. h. von Mitte Mai 2008 bis Mitte Juni 2008, haben sich die Verbraucherpreise im Durchschnitt um 0,3 Prozent erhöht. Hierzu haben insbesondere die vergleichsweise kräftigen Preissteigerungen bei Heizöl (+ 5,0 Prozent) und Kraftstoffen (+ 2,5 Prozent) beigetragen. Aus saisonalen Gründen waren aber auch die Mieten für Ferienwohnungen und -häuser (+ 8,1 Prozent) deutlich teurer als im Vormonat. Kräfte Preisrückgänge, ebenfalls aus saisonalen Gründen, waren hingegen bei Bananen (- 14,9 Prozent) und Tomaten zu verzeichnen (- 11,7 Prozent).





Ausführliche Ergebnisse zu diesem Thema enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Juni 2008 (mit Jahreswerten von 2005 bis 2007 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen)“ und "Verbraucherpreisindex für Bayern (mit monatl. Indexwerten von Januar 2005 bis Juni 2008 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen)". Sie können im Webshop (www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen/webshop) oder im Vertrieb des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erworben oder dort per Fax 089 2119-457 oder E-Mail: vertrieb@statistik.bayern.de bestellt werden. Eine Tabelle mit den jeweils aktuellen Preisindexzahlen für Bayern sowie für Deutschland kann jederzeit per Fax abgerufen werden. Dazu ist das Faxgerät auf „Abruf“ zu stellen und die Faxnummer 089 2119-627 anzuwählen.

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