Auf einen Blick


Pressemitteilung

97/2008/35/M
München, den 27. August 2008

Inflationsrate in Bayern im August bei 3,1 Prozent

Gegenüber dem Vormonat deutliche Preisrückgänge bei Kraftstoffen und Heizöl

Im Vergleich zum August des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 3,1 Prozent erhöht. Damit ist die jährliche Inflationsrate leicht zurückgegangen; im Juli lag sie bei 3,3 Prozent. Zur Verringerung der jährlichen Inflationsrate haben ganz wesentlich die im Vergleich zum Vormonat kräftigen Preisrückgänge bei Heizöl (-9,6 Prozent) und Kraftstoffen (-5,9 Prozent) beigetragen. Im Jahresvergleich weisen die Preise für Energie allerdings weiterhin hohe Steigerungsraten auf. So haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem August des Vorjahres um 49,4 Prozent erhöht. Kraftstoffe (+11,2 Prozent) sowie Strom (+10,8 Prozent) und Gas (+12,9 Prozent) waren ebenfalls spürbar teurer als im Vorjahr. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Vorjahresvergleich um 6,2 Prozent. Gegenüber dem Vormonat haben sich neben den Preisen für Heizöl (-9,6 Prozent) und Kraftstoffen (-5,9 Prozent) aus saisonalen Gründen auch die Preise für Gemüse deutlich verringert (-8,3 Prozent). Demgegenüber war bei Bekleidungsartikeln eine monatliche Steigerungsrate von 1,5 Prozent zu verzeichnen.

Verbraucherpreisindex für Bayern Verbraucherpreisindex für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, hat sich der Preisauftrieb im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächt. So betrug die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im August 3,1 Prozent; im Juli hatte sie 3,3 Prozent betragen.

Im Vorjahresvergleich war bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken insgesamt ein Preisanstieg von 6,2 Prozent zu verzeichnen. Besonders hohe Steigerungsraten weisen weiterhin Molkereiprodukte und Eier (+18,8 Prozent) auf. Für Brot und Getreideerzeugnisse betrug im August die Jahresteuerungsrate 8,8 Prozent. Obst war um 2,9 Prozent teurer, während bei Gemüse ein Preisrückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem August des Vorjahres zu verzeichnen war.

Im Energiesektor sind weiterhin deutliche Preissteigerungen zu beobachten. Am stärksten stiegen die Preise für Heizöl (+49,4 Prozent), aber auch Kraftstoffe (+11,2 Prozent) sowie Gas (+12,9 Prozent) und Strom (+10,8 Prozent) waren merklich teurer als im Vorjahr. Weiterhin moderat verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem August des Vorjahres erhöhten sie sich nur um 1,4 Prozent. Bei den Wohnungsnebenkosten (u. a. für Müllabfuhr, Frisch- und Abwasser) war ein geringfügiger Rückgang von 0,6 Prozent zu verzeichnen. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im August auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So waren Personalcomputer (-24,0 Prozent) und Notebooks (-23,7 Prozent) für den Verbraucher deutlich günstiger; bei Fernsehgeräten (-21,1 Prozent) war ebenfalls ein spürbarer Preisrückgang zu verzeichnen.

Im Vormonatsvergleich, d. h. von Mitte Juli 2008 bis Mitte August 2008, haben sich die Verbraucherpreise im Durchschnitt um 0,3 Prozent verringert. Hierzu haben insbesondere die kräftigen Preisrückgänge bei Heizöl (-9,6 Prozent) und Kraftstoffen (-5,9 Prozent) beigetragen. Aber auch die Preise für Gemüse lagen deutlich niedriger als im Vormonat (-8,3 Prozent). Demgegenüber haben sich die Preise für Bekleidungsartikel (+1,5 Prozent) erhöht. Auch Gas war teurer als im Vormonat (+3,1 Prozent).





Ausführliche Ergebnisse zu diesem Thema enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, August 2008 (mit Jahreswerten von 2005 bis 2007 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen)“ und "Verbraucherpreisindex für Bayern (mit monatl. Indexwerten von Januar 2005 bis August 2008 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen)". Sie können im Webshop (www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen/webshop) oder im Vertrieb des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erworben oder dort per Fax 089 2119-457 oder E-Mail: vertrieb@statistik.bayern.de bestellt werden. Eine Tabelle mit den jeweils aktuellen Preisindexzahlen für Bayern sowie für Deutschland kann jederzeit per Fax abgerufen werden. Dazu ist das Faxgerät auf „Abruf“ zu stellen und die Faxnummer 089 2119-627 anzuwählen.

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