Auf einen Blick


Pressemitteilung

255/2010/42/A
München, den 18. November 2010

Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund regional sehr unterschiedlich

Neue Veröffentlichung mit Regionaldaten für Deutschland verfügbar

In Bayern lag im Jahr 2008 der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund an der Bevölkerung insgesamt bei rund 19 Prozent. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, gab es deutliche Unterschiede in den einzelnen Regionen Bayerns. Unter den Erwerbstätigen in Bayern sind Personen mit Migrationshintergrund insgesamt nur geringfügig unterrepräsentiert. Diese und weitere Informationen enthält die jetzt für das Berichtsjahr 2008 erschienene Gemeinschaftsveröffentlichung „Bevölkerung nach Migrationsstatus regional“.

Wie hoch ist der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund in den Regionen Deutschlands, wie steht es um die Beteiligung dieser Personengruppe am dortigen Arbeitsmarkt und wie stellt sich deren Lebenssituation dar? Antworten auf diese und weitere Fragen finden sich in der jetzt für das Berichtsjahr 2008 vorliegenden Publikation „Bevölkerung nach Migrationsstatus regional“.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, lag in Bayern im Jahr 2008 der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund an der Bevölkerung insgesamt bei rund 19 Prozent und entsprach damit in etwa dem Bundesdurchschnitt. Im Vergleich hierzu waren Erwerbstätige mit Migrationshintergrund im Freistaat etwas unterrepräsentiert: Knapp 18 Prozent der bayerischen Erwerbstätigen hatten einen Migrationshintergrund (Bundesdurchschnitt: rund 17 Prozent).

In Bayern lag der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in der Stadt Augsburg mit 39 Prozent besonders hoch. In der Region Oberpfalz-Nord, die die kreisfreien Städte Amberg und Weiden i.d.OPf. sowie die Landkreise Amberg-Sulzbach, Neustadt a.d.Waldnaab, Schwandorf und Tirschenreuth umfasst, lag der Anteil mit rund 11 Prozent dagegen vergleichsweise niedrig. Auch bei den Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund lag der Anteil in der Stadt Augsburg mit knapp 37 Prozent deutlich höher als in der Region Oberpfalz-Nord mit nur 9 Prozent.

Die Publikation ist ein Gemeinschaftsprodukt der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder und kann als PDF-Datei unter www.statistikportal.de in der Rubrik Veröffentlichungen kostenlos heruntergeladen werden. Damit trägt die amtliche Statistik dem wachsenden Bedarf an tiefer regionalisierten Daten zu diesem Thema Rechnung. Die dargestellten Regionen sind in der Regel Zusammenfassungen mehrerer Landkreise und kreisfreier Städte, so dass sich die statistischen Aussagen auf Gebiete mit mindestens 500 000 Einwohnern beziehen. Für die neuen Bundesländer ist aus methodischen Gründen jedoch nur die Summe der fünf Flächenländer (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) ausgewiesen.

Basis der Publikation sind Ergebnisse des Mikrozensus, der größten Haushaltsbefragung in Deutschland, bei der jährlich ein Prozent der Bevölkerung unter anderem nach ihren Lebens- und Familienformen, ihrem Erwerbsverhalten und ihrer Ausbildung befragt wird. Dargestellt wird die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund in den Bereichen „schulische und berufliche Bildung“, „Haushalte und Familien“, „Erwerbstätigkeit“ und „Lebensunterhalt“.
Zu den Menschen mit Migrationshintergrund zählen in diesem Kontext alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.