Auf einen Blick


Pressemitteilung

158/2012/53/G
München, den 22. Juni 2012

Außenhandel mit Griechenland verliert an Bedeutung

Frischobst wichtigstes Importgut, Maschinen wichtigstes Exportgut

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung verkaufte die bayerische Wirtschaft im Jahr 2011 nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 592 Millionen Euro ins Euro-Land Griechenland, 15,2 Prozent weniger als 2010 und fast ein Viertel weniger als 2001. Die Importe aus Griechenland (373 Millionen Euro) nahmen hingegen sowohl im Vergleich zu 2011 (+1,8 Prozent) als auch zu 2001 (+7,8 Prozent) zu. Das Heimatland des deutschen EM-Viertelfinalgegners stand 2011 unter den Handelspartnern der bayerischen Wirtschaft bei den Ausfuhren auf Rang 39, bei den Einfuhren auf Rang 45. Das wichtigste Exportgut im Handel mit Griechenland waren Maschinen (55 Millionen Euro), die wichtigste Importgüter waren Frischobst und Südfrüchte (48 Millionen Euro).

Die Ausfuhren der bayerischen Wirtschaft in das Euro-Land Griechenland nahmen 2011 nach vorläufigen Ergebnissen um 15,2 Prozent auf knapp 592 Millionen Euro ab, die Einfuhren stiegen um 1,8 Prozent auf gut 373 Millionen Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, lag der Exportüberschuss der bayerischen Wirtschaft damit bei gut 218 Millionen Euro.

Im Vergleich zu 2001 sanken die bayerischen Ausfuhren nach Griechenland nach dem vorläufigen Jahresergebnis 2011 um 23,9 Prozent, im Vergleich zum Maximum im Jahr 2007 (1,309 Milliarden Euro) um 54,8 Prozent. Die Einfuhren aus Griechenland nach Bayern erhöhten sich 2011 im Vergleich zu 2001 um 7,8 Prozent, im Vergleich zum Höchststand im Jahr 2006 (457 Millionen Euro) gingen sie jedoch um 18,3 Prozent zurück.

0,4 Prozent der bayerischen Exporte 2011 (Rang 39 der bayerischen Ausfuhrpartner) gingen ins Heimatland des deutschen EM- Viertelfinalgegners und 0,3 Prozent der Importe kamen von dort (Rang 45 der bayerischen Einfuhrpartnern). Im Jahr 2001 wies Griechenland einen Anteil von 0,8 Prozent an den bayerischen Exporten und von 0,4 Prozent an den Importen auf.

Mit Maschinen (55,5 Millionen Euro), Personenkraftwagen und Wohnmobilen (50,9 Millionen Euro) erzielte die bayerische Wirtschaft 2011 die höchsten Exporterlöse in Griechenland. Die wichtigsten Einfuhrgüter aus Griechenland waren Frischobst und Südfrüchte für zusammen knapp 48,1 Millionen Euro und pharmazeutische Erzeugnisse für rund 38,0 Millionen Euro.

Bayerns Außenhandel mit Griechenland seit 2001

Jahr

Ausfuhr

Einfuhr

Export- (+) /
Import- (-)
überschuss

insgesamt

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

insgesamt

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

1 000 €

%

1 000 €

%

1 000 €

 

 

 

2001

 

777 781

x

346 538

x

431 243

2002

 

785 726

1,0

309 319

-10,7

476 407

2003

 

876 682

11,6

344 743

11,5

531 939

2004

 

965 017

10,1

340 064

-1,4

624 953

2005

 

1 009 744

4,6

400 682

17,8

609 062

2006

 

1 282 188

27,0

456 998

14,1

825 190

2007

 

1 309 363

2,1

442 818

-3,1

866 545

2008

 

1 239 773

-5,3

415 557

-6,2

824 216

2009

 

916 796

-26,1

338 408

-18,6

578 388

2010

 

698 197

-23,8

366 723

8,4

331 474

2011*)

 

591 880

-15,2

373 429

1,8

218 451

 

Veränderung 2011 zu 2001

 

-23,9

7,8

_____________

*) 2011 vorläufige Ergebnisse (Stand Berichtsmonat Dezember 2011).

Statistischer Bericht "Ausfuhr und Einfuhr Bayerns im Dezember 2011".

https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.