Auf einen Blick


Pressemitteilung

160/2012/42/A
München, den 22. Juni 2012

Wohneigentumsquote 2010 weiter gestiegen

Rund jeder zweite Haushalt lebte in den eigenen vier Wänden

Im Jahr 2010 gab es in Bayern 5,43 Millionen bewohnte Wohnungen, von denen 51 Prozent von ihren Eigentümern bewohnt wurden. 2002 lag die Wohneigentumsquote noch bei 49 Prozent. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wies der bayerische Regierungsbezirk Niederbayern mit 62 Pro-zent die höchste Wohneigentumsquote auf, Oberbayern verzeichnete mit 44 Prozent die niedrigste. Die Ergebnisse zeigen, dass die Eigentümerwohnungen über eine deutlich größere Wohnfläche als die Mietwohnungen verfügten.

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus – einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung – gab es im Jahr 2010 im Freistaat rund 5,43 Millionen bewohnte Wohnungen in Wohngebäuden. Rund 2,77 Millionen Wohnungen oder 51 Prozent wurden von ihren Eigentümern bewohnt, bei 2,66 Millionen Wohnungen oder 49 Prozent handelte es sich um Mietwohnungen. Damit ist die Wohneigentumsquote gegenüber 2002 um rund zwei Prozentpunkte gestiegen.

Die niedrigste Wohneigentumsquote unter den bayerischen Regierungsbezirken wies mit 44 Prozent Oberbayern auf. Dies war durch den Verdichtungsraum München mit seinem hohen Anteil von Mietwohnungen bedingt. Auch die unterdurchschnittliche Quote in Mittelfranken mit 47 Prozent dürfte im Wesentlichen auf den Ballungsraum Nürnberg-Erlangen-Fürth zurückzuführen sein. Demgegenüber lag die Wohneigentumsquote in allen anderen Regierungsbezirken über dem bayerischen Landesdurchschnitt. Spitzenreiter war Niederbayern mit einer Wohneigentumsquote von 62 Prozent, gefolgt von der Oberpfalz mit 60 Prozent und Schwaben mit 56 Prozent.

Von den Eigentümern bewohnte Wohnungen waren nach den Ergebnissen des Mikrozensus im Schnitt deutlich größer als Mietwohnungen. So betrug im Jahr 2010 die durchschnittliche Fläche je Eigentümerwohnung im Freistaat 120,0 Quadratmeter, während Mietwohnungen eine Fläche von 73,4 Quadratmetern aufwiesen. Pro Person betrachtet verfügte jeder bayerische Einwohner über eine Wohnfläche von 46,0 Quadratmetern, wobei jedem Mieter 40,5 Quadratmeter und jedem Eigentümer 50,0 Quadratmeter zur Verfügung standen.

Über die Hälfte der bewohnten bayerischen Wohnungen war in Ein- und Zweifamilienhäusern und jede sechste Wohnung in Wohngebäuden mit drei bis sechs Wohneinheiten anzutreffen. Rund 17 Prozent der Wohnungen lagen in Wohngebäuden mit 7 bis 12 Wohneinheiten und 12 Prozent der Wohnungen in Wohngebäuden mit 13 oder mehr Wohneinheiten. Während sich 79 Prozent der Eigentümerwohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern befanden, betrug der entsprechende Anteil bei den Mietwohnungen nur 27 Prozent.

Fragen zum Wohnraum der Bevölkerung werden im Mikrozensus in einem Abstand von vier Jahren erhoben, zuletzt im Jahr 2010.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.