Auf einen Blick


Pressemitteilung

168/2012/55/L
München, den 27. Juni 2012

2011 weniger Einnahmen aus Erbschaft- und Schenkungsteuer

Knapp 80 Prozent der Steuereinnahmen resultierten aus Erbschaften

Der Freistaat nahm im letzten Jahr 820 Millionen Euro an Erbschaft- und Schenkungsteuer als Ländersteuer ein, 18,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, resultierten die Steuereinnahmen aus einem steuerrelevanten Vermögenswert von 5,2 Milliarden Euro. Knapp 80 Prozent der Steuereinnahmen kamen aus den insgesamt 19 923 Erbschaften. Daneben wurden 6 433 Schenkungen festgesetzt.

Die bayerischen Finanzämter nahmen im Jahr 2011 insgesamt 820 Millionen Euro an Erbschaft- und Schenkungsteuer ein. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, entspricht dies gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 18,6 Prozent bzw. 187 Millionen Euro. Die Einnahmen aus der Erbschaft- und Schenkungsteuer fließen als Ländersteuer vollumfänglich in die Kassen der Bundesländer.

Insgesamt wurden 26 356 steuerpflichtige Erwerbsfälle im Jahr 2011 erfasst, 7,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Vererbt bzw. verschenkt wurde in diesen Fällen ein Vermögenswert von 7,4 Milliarden Euro (+8,0 Prozent). Nach Berücksichtigung der persönlichen und sachlichen Steuerbefreiungen, -begünstigungen und Freibeträge und zzgl. eventueller Vorerwerbe verblieben steuerpflichtige Erwerbe in Höhe von 5,2 Milliarden Euro (-18,0 Prozent) zur Steuerfestsetzung. Die Erbschaftsteuerreform 2009, die zu einer Erhöhung der Freibeträge führte, wirkt sich damit auch im Ergebnis 2011 aus.

Knapp 80 Prozent (642 Millionen Euro) der festgesetzten Steuereinnahmen ergaben sich aus Erbschaften. Die 19 923 Erben zeigten den Finanzämtern einen für die Steuerfestsetzung maßgeblichen steuerpflichtigen Erwerb von 3,0 Milliarden Euro an. Daneben wurden 6 433 steuerrelevante Schenkungen erfasst. Diese führten mit einem steuerpflichtigen Erwerb von 2,2 Milliarden Euro zu einer Steuerfestsetzung von 179 Millionen Euro.

Die meisten Vermögensübergänge fanden innerhalb der Familie statt. Ein Drittel des steuerpflichtig vererbten Vermögens wurde von Eltern auf ihre Kinder übertragen, beim steuerpflichtig verschenkten Vermögen waren dies sogar 80,9 Prozent.

Große Vermögensübertragungen gab es nur in wenigen Fällen: 0,5 Prozent der Erben und 2,2 Prozent der Beschenkten erhielten ein steuerpflichtiges Vermögen von über 2,5 Millionen Euro. Mit einem Anteil von 26,5 Prozent waren sie jedoch maßgeblich an den Einnahmen aus der Erbschaft- und Schenkungsteuer des Freistaats beteiligt.

Grafische Darstellung der Erbschafts- und Schenkungsteuerstatistik in Bayern 2011 Grafische Darstellung der Erbschafts- und Schenkungsteuerstatistik in Bayern 2011

Weiterführende Informationen finden Sie im Internet unter www.statistik.bayern.de/statistik/steuern

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.