Auf einen Blick


Pressemitteilung

169/2012/35/M
München, den 27. Juni 2012

Inflationsrate in Bayern im Juni bei 2,2 Prozent

Obst spürbar teurer als im Vormonat

Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sind die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,2 Prozent gestiegen; im Mai hatte die Inflationsrate bei 2,3 Prozent gelegen. Wie schon im Vormonat hat sich die Jahresteuerung bei Heizöl (+ 5,4 Prozent) und Kraftstoffen (+ 2,6 Prozent) weiter abgeschwächt. Überdurchschnittlich stark sind die Preise für Nahrungsmittel (+ 3,1 Prozent) gestiegen. Ein besonders kräftiger Preisanstieg war bei Margarine (+ 20,0 Prozent) zu beobachten, aber auch Fische und Fischwaren (+ 5,1 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+ 6,9 Prozent) waren spürbar teurer als im Vorjahr. Butter (- 17,8 Prozent) hingegen hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbilligt. - Im Vormonatsvergleich blieben die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt unverändert. Preisrückgänge waren bei Heizöl (- 2,7 Prozent) und Kraftstoffen (- 3,4 Prozent) zu beobachten. Auch Butter (- 4,6 Prozent) war spürbar billiger zu kaufen. Deutlich teurer als im Vormonat war hingegen Obst (+ 6,6 Prozent).

Grafische Darstellung der Inflationsrate in Bayern von Jan. 2011 bis Jun. 2012 Grafische Darstellung der Inflationsrate in Bayern von Jan. 2011 bis Jun. 2012

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent, im Juni bei + 2,2 Prozent; im Mai hatte sie + 2,3 Prozent betragen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Juni des Vorjahres um 3,1 Prozent erhöht. Überdurchschnittlich stiegen die Preise für Fleisch und Fleischwaren (+ 6,9 Prozent), Fische und Fischwaren (+ 5,1 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+ 4,3 Prozent). Die Preise für Obst (- 0,3 Prozent) blieben nahezu unverändert, Gemüse (+ 1,0 Prozent) hat sich geringfügig verteuert. Deutlich billiger war auch Butter (-17,8 Prozent) zu kaufen, während sich die Preise für Margarine binnen Jahresfrist um 20,0 Prozent erhöhten.

Im Energiesektor haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem Juni des Vorjahres um 5,4 Prozent erhöht. Kraftstoffe waren im Durchschnitt 2,6 Prozent teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 6,5 Prozent zu verzeichnen; Strom verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Neben-kosten). Gegenüber dem Juni des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,4 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Juni auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Personalcomputer (- 18,0 Prozent), Notebooks (- 9,8 Prozent) und digitale Kameras (- 6,3 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat blieben die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt unverändert. Ein weiterer Preisrückgang war bei Heizöl (- 2,7 Prozent) und Kraftstoffen (- 3,4 Prozent) zu beobachten. Die Preise für Heizöl und Kraftstoffe liegen allerdings weiter auf hohem Niveau. Auch Butter (- 4,6 Prozent) war deutlich günstiger als im Vormonat. Spürbar verteuert hat sich hingegen Obst (+ 6,6 Prozent); die Preise für Gemüse stiegen gegenüber dem Vormonat um 1,8 Prozent.

Ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Juni 2012 mit Jahreswerten von 2007 bis 2011 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2006 bis Juni 2012 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,70 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.