Auf einen Blick


Pressemitteilung

173/2012/41/A
München, den 29. Juni 2012

Bayern wächst 2011 durch Zuwanderung um über 76 000 Einwohner

Starke Zuzüge aus Süd- und Osteuropa

Im abgelaufenen Jahr 2011 kamen deutlich mehr Personen nach Bayern als von hier abwanderten. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, betrug der Saldo aus Zu- und Fortzügen für Bayern im Jahr 2011 über 76 000 Personen. Dieser erhebliche Wanderungsüberschuss war überwiegend auf den Zuzug ausländischer Mitbürger zurückzuführen. Einem Wanderungsplus von rund 8 500 Deutschen stand ein Zuwanderungsüberschuss von rund 67 500 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit gegenüber. Über drei Viertel des Wanderungssaldo bei den nicht-deutschen Staatsangehörigen entfielen auf Bürger der EU. Gegenüber den anderen 15 Bundesländern konnte Bayern Wanderungsgewinne in Höhe von rund 15 400 Personen verzeichnen.

Die Wanderungsbilanz Bayerns wies im Jahr 2011 einen Überschuss von rund 76 000 Personen auf. Damit erhöhte sich das Wanderungsplus Bayerns gegenüber dem Vorjahr um rund 67 Prozent (2010: + 45 600 Personen). Nach Meldung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung ergab sich der Saldo des Jahres 2011 aus rund 309 000 Zuzügen und 233 000 Fortzügen über die Grenzen des Freistaats.

Gegenüber dem Ausland wies die Wanderungsstatistik Bayerns für 2011 rund 181 000 Zuzüge (2010: 140 000) und 120 300 Fortzüge (2010: 105 000) auf. Der Saldo bei Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit fiel gegenüber dem Ausland mit rund – 4 000 Personen dem langjährigen Trend entsprechend auch im Jahr 2011 negativ aus.

Gegenüber dem übrigen Bundesgebiet wurden im Jahr 2011 etwas über 128 000 Zuzüge (2010: 118 700) und rund 112 700 Fortzüge (2010: 107 700) verbucht. Durch die erneut etwas gestiegenen Zuzugszahlen von Deutschen aus den andern Bundesländern ergab sich für die deutsche Bevölkerung Bayerns insgesamt ein Wanderungsplus von rund 8 500 Personen. Das Wanderungsplus bei den Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit belief sich hingegen auf über 67 500 Personen und erreichte damit den höchsten Wert seit 2001.

Etwa 76 Prozent des Wanderungsgewinns bei den nicht-deutschen Staatsangehörigen entfielen auf Bürger der EU (rund 51 600 Personen). Die zahlenmäßig größte Gruppe waren dabei Polen (+ 11 223), gefolgt von rumänischen (+ 10 393), ungarischen (+ 6 882) und griechischen (+ 4 440) Staatsangehörigen. Insgesamt kamen 2011 rund 75 Prozent der Zuwanderer aus der EU aus den seit 2004 beigetretenen zwölf Staaten (39 000 Personen). Zu dieser Entwicklung dürfte unter anderem der Wegfall der letzten Einschränkungen zum Arbeitsmarktzugang für die Staatsangehörigen dieser Länder im Mai 2011 beigetragen haben.

Der Wanderungssaldo von Personen aus Nicht-EU-Staaten lag 2011 bei über 9 200 Personen. Etwa 70 Prozent der Nettozuwanderung von Drittstaatsangehörigen im Jahr 2011 entfielen auf Zuwanderer mit einer asiatischen Staatsangehörigkeit (6 400 Personen).

Grafische Darstellung der Wanderungsgewinne und -verluste Bayerns 2011 gegenüber ausgewählten Staaten Grafische Darstellung der Wanderungsgewinne und -verluste Bayerns 2011 gegenüber ausgewählten Staaten

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