Auf einen Blick


Pressemitteilung

174/2012/41/A
München, den 29. Juni 2012

Knapp 12 500 Einbürgerungen im Jahr 2011 in Bayern

Rund 17 Prozent der Eingebürgerten wiesen die türkische Staatsangehörigkeit auf

Im Jahr 2011 erhielten in Bayern insgesamt 12 498 ausländische Personen, darunter 6 760 Frauen, die deutsche Staatsbürgerschaft. Dies waren nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 477 Personen mehr als 2010. Mit 2 136 Eingebürgerten oder etwas über 17 Prozent stellten die Türken nach wie vor die größte Gruppe. Rund 98 Prozent der Eingebürgerten waren jünger als 60 Jahre. Aufgrund der hohen Ausländeranteile der Großstädte München, Nürnberg und Augsburg verzeichneten die meisten Einbürgerungen die Regierungsbezirke Oberbayern (5 260), Mittelfranken (2 606) und Schwaben (1 607).

Die Zahl der Einbürgerungen in Bayern hat sich 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erhielten 12 498 ausländische Personen (6 760 Frauen und 5 738 Männer) im Jahr 2011 im Freistaat Bayern die deutsche Staatsangehörigkeit. Damit wurden 477 Personen mehr als im Jahr 2010 eingebürgert. 51 Prozent (6 379 Personen) der im Jahr 2011 Eingebürgerten behielten nach der Einbürgerung ihre frühere Staatsangehörigkeit bei. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, hatten zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung knapp 62 Prozent (7 726) Personen) eine europäische, rund 25 Prozent (3 151 Personen) eine asiatische, knapp 8 Prozent (981 Personen) eine afrikanische und etwas über 4 Prozent (530 Personen) eine amerikanische Staatsangehörigkeit. Knapp 1 Prozent (103 Personen) waren staatenlos oder wiesen eine ungeklärte Staatsangehörigkeit auf.

Nach Einzelstaaten gegliedert, stellten mit 2 136 Eingebürgerten die Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit erneut die größte Gruppe. Es folgten 913 Eingebürgerte mit irakischer Staatsangehörigkeit und 851 Eingebürgerte mit ukrainischer Staatsangehörigkeit.

Einbürgerungen werden weiterhin vor allem von jüngeren Ausländern wahrgenommen. Denn von den 2011 eingebürgerten Personen waren über 14 Prozent (1 774 Personen) jünger als 18 Jahre, etwas über 72 Prozent der Eingebürgerten (9 021 Personen) waren 18 bis unter 45 Jahre, 11,5 Prozent (1 429 Personen) 45 bis unter 60 Jahre und über 2 Prozent (274 Personen) hatten ein Alter von 60 Jahren oder mehr erreicht.

Zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung lag von rund 42 Prozent der Eingebürgerten (5 260 Per-sonen) der Hauptwohnsitz im Regierungsbezirk Oberbayern. In Mittelfranken lebten rund 21 Prozent (2 606), in Schwaben fast 13 Prozent (1 607), in Unterfranken knapp 8,5 Prozent (1 049), in Oberfranken 5,5 Prozent (690) und in den Regierungsbezirken Oberpfalz und Niederbayern etwas über 5 Prozent (654 bzw. 632) der eingebürgerten Personen.

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht A I 9 (Bestellnummer: A1900C). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.