Auf einen Blick


Pressemitteilung

178/2012/34/C
München, den 03. Juli 2012

4 730 Tonnen Speisefisch 2011 in Bayern erzeugt

Ergebnisse der erstmals durchgeführten Aquakulturstatistik

Für das Jahr 2011 wurde in Deutschland gemäß EU-Verordnung erstmals eine Aquakulturstatistik durchgeführt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erzeugten bayerische Aquakulturbetriebe 4 730 Tonnen Speisefisch. Gut drei Viertel der Produktion entfielen hierbei auf Karpfen (1 844 Tonnen bzw. 39,0 Prozent) sowie Regenbogen- und Lachsforellen (1 770 Tonnen bzw. 37,4 Prozent). 86 Prozent der Karpfen stammen aus Mittelfranken (899 Tonnen bzw. 48,7 Prozent) und der Oberpfalz (688 Tonnen bzw. 37,3 Prozent). Regional weniger konzentriert zeigt sich die Forellenzucht. So wurden mit 691 Tonnen 42,4 Prozent der Re-genbogenforellen in Oberbayern erzeugt, gefolgt von der Oberpfalz mit 317 Tonnen bzw. 19,4 Prozent.

Gemäß der EU-Verordnung über die Vorlage von Aquakulturstatistiken wurde für das Jahr 2011 erstmals bundesweit eine Erhebung zur Aquakulturstatistik durchgeführt. Unter Aquakultur ist die Produktion von Gewässerlebewesen, wie Fische, Krebs- und Weichtiere und Algen, unter kontrollierten Haltungs- und Aufzuchtbedingungen zu verstehen. Im Gegensatz zur Fischerei sind die Wasserorganismen während der gesamten Aufzucht bis zum Verkauf im Besitz der Betreiber der Aquakulturanlagen.

Von den in der Erhebung berücksichtigten gut 3 300 Speisefisch produzierenden Betrieben wurden 4 730 Tonnen (t) Speisefisch erzeugt. Dies entspricht 376 Gramm pro Einwohner in Bayern. Trotz der Kleinstrukturierung der Aquakulturbetriebe in Bayern wurde der überwiegende Teil der in den Verkauf gegangenen Fische nur von wenigen großen Betrieben erzeugt. So entfielen auf fünf Prozent der Aquakulturbetriebe - deren jährliche Fischproduktion jeweils mindestens fünf Tonnen betrug - knapp 73 Prozent (3 441 t) der zum Verzehr verkauften Fische. Im Durchschnitt wurde von jedem dieser rund 170 Betriebe 20,5 t Speisefisch erzeugt. Dagegen trugen die kleineren Betriebe, die eine jährliche Produktion von unter einer Tonne aufweisen (83 Prozent der Aquakulturbetriebe) lediglich knapp ein Zehntel (464 t) zur Speisefischproduktion in Bayern bei. Die durchschnittlich erzeugte Menge dieser rund 2 760 Betriebe lag bei 168 kg.

Gut drei Viertel der Speisefischproduktion entfielen in Bayern auf Karpfen (1 844 t bzw. 39,0 Prozent) sowie auf Regenbogen- und Lachsforellen (1 770 t bzw. 37,4 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen mit einem Anteil von zusammen etwa 18 Prozent Elsässer Saiblinge, Bachforellen sowie Bachsaiblinge.

86 Prozent der Karpfen stammten dabei aus Mittelfranken (899 Tonnen bzw. 48,7 Prozent) sowie der Oberpfalz (688 Tonnen bzw. 37,3 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgte Oberfranken mit 102 t bzw. einem Anteil von 5,5 Prozent. Regional etwas weniger konzentriert fällt die Forellenzucht aus. Eindeutig führend ist Oberbayern, mit 691 Tonnen, was einem Anteil von 42,4 Prozent der Regenbogenforellen entspricht. An zweiter Stelle folgt auch hier die Oberpfalz, doch liegt der Anteil mit 19,4 Prozent (317 t) deutlich niedriger als bei den Karpfen. Ein weiteres Viertel der Regenbogenforellen wurde in Schwaben (199 t bzw. 12,2 Prozent) und Unterfranken (185 t bzw. 11,3 Prozent) produziert.

Neben den Speisefischen wurden in Bayern an verzehrfähigen Aquakulturen nur noch Krebse erzeugt. Mit 850 kg fiel die Menge allerdings sehr gering aus.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.