Auf einen Blick

Pressemitteilung

184/2012/53/G
München, den 09. Juli 2012

Importe nach Bayern im April um 10 Prozent gesunken

Exporte mit 6 Prozent im Plus

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anhand vorläufiger Ergebnisse berichtet, exportierte die bayerische Wirtschaft im April 2012 Waren im Wert von 13,5 Milliarden Euro, dies sind 6,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Einfuhren gingen hingegen um 10,2 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro zurück. Mit einer Abnahme um knapp die Hälfte verzeichneten die Rohstoffimporte den höchsten Rückgang. Die Einfuhrerlöse der anderen Warengruppen sanken ebenfalls. – Von Januar bis April 2012 erhöhten sich die bayerischen Exporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent auf 55,1 Milliarden Euro, die Importe verringerten sich um 0,5 Prozent auf 47,9 Milliarden Euro.

Die bayerischen Ausfuhren nahmen im April 2012, nach vorläufigen Ergebnissen, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,2 Prozent auf nahezu 13,5 Milliarden Euro zu. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, gingen die Einfuhren im gleichen Zeitraum um 10,2 Prozent auf gut 11,3 Milliarden Euro zurück. Der Exportüberschuss lag damit bei mehr als 2,2 Milliarden Euro.

Überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten meldete die bayerische Wirtschaft im Handel mit den beiden wichtigsten Bestimmungsländern bayerischer Waren, den USA (1,4 Milliarden Euro; +15,9 Prozent) und China (1,2 Milliarden Euro; +11,5 Prozent). Demgegenüber nahmen die Ausfuhren in Länder der Europäischen Union um 5,3 Prozent auf knapp 7,5 Milliarden Euro zu. Die Ausfuhren in die Euro-Länder wuchsen um 4,2 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. 55,5 Prozent aller bayerischen Exporte wurden in die EU-Länder versandt (Euro-Länder: 37,6 Prozent).

Zu deutlichen Rückgängen kam es im April bei den Importen außereuropäischer Länder. Die Einfuhren aus Afrika sanken im Vergleich zum April 2011 um rund zwei Drittel auf 225 Millionen Euro, die Einfuhren aus Australien und Ozeanien um gut ein Drittel auf 11 Millionen Euro, die Einfuhren aus Asien um über ein Viertel auf 2,0 Milliarden Euro und die Einfuhren aus Amerika um knapp ein Elftel auf 925 Millionen Euro. Die Importe aus Europa stiegen leicht um 0,5 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Der Anteil der Einfuhren aus den EU-Ländern an den Gesamteinfuhren lag bei 59,2 Prozent (6,7 Milliarden Euro), darunter kamen 38,5 Prozent aller Einfuhren aus den Ländern der Euro-Zone (4,4 Milliarden Euro). Die Einfuhren aus den EU-Ländern (-0,6 Prozent) und den Euro-Ländern (-1,2 Prozent) gingen ebenfalls zurück. Von den bedeutendsten Handelspartnerländern Bayerns konnten lediglich die Russische Föderation (+7,0 Prozent), Italien (+0,6 Prozent) und die Tschechische Republik (+0,2 Prozent) im April 2012 mehr Waren in Bayern umsetzen als im Vorjahresmonat.

Eine wesentliche Ursache für den deutlichen Rückgang der Einfuhren lag in der Abnahme der Rohstoffimporte um 46,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die Einfuhren der mit Abstand wichtigsten Rohstoffe Erdöl und Erdgas (92,2 Prozent aller importierten Rohstoffe) sanken dabei um 47,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Bei den anderen Warengruppen, wie den Waren der Ernährungswirtschaft (-12,5 Prozent), den Halbwaren (-6,6 Prozent) und den Fertigwaren (-7,0 Prozent) war ebenfalls eine Abnahme zu verzeichnen.

In den ersten vier Monaten 2012 exportierte die bayerische Wirtschaft Waren im Wert von annähernd 55,1 Milliarden Euro (+6,3 Prozent) und importierte Waren im Wert von fast 47,9 Milliarden Euro (-0,5 Prozent).

Bayerns Außenhandel im April 2012

- Vorläufige Ergebnisse -

Erdteil
——
Ländergruppe
——
Land

Ausfuhr

Einfuhr

Export- (+) /
Import- (-)
überschuss

insgesamt

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

insgesamt

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

1 000 €

%

1 000 €

%

1 000 €

 

 

April

Europa

8 730 912

4,7

8 164 781

0,5

566 131

darunter

EU-Länder (EU 27)

7 499 717

5,3

6 708 726

- 0,6

790 991

darunter

Euro-Länder

5 083 257

4,2

4 362 903

- 1,2

720 354

darunter

Frankreich

925 868

2,8

541 822

- 1,4

384 046

Italien

1 120 089

17,1

871 198

0,6

248 891

Österreich

1 138 890

0,2

1 229 379

- 4,4

- 90 489

Vereinigtes Königreich

805 600

4,5

374 188

- 6,7

431 412

Tschechische Republik

415 180

- 2,8

774 947

0,2

- 359 767

Russische Föderation

355 008

13,8

809 662

7,0

- 454 654

Afrika

255 522

14,6

224 763

- 67,6

30 759

Amerika

1 813 535

10,9

924 971

- 8,7

888 564

darunter

USA

1 358 305

15,9

757 432

- 10,3

600 873

Asien

2 587 790

7,6

2 010 446

- 27,7

577 344

darunter

Volksrepublik China

1 209 982

11,5

937 980

- 13,5

272 002

Australien-Ozeanien

126 369

- 3,1

11 343

- 34,5

115 026

Verschiedenes*)

4 444

100,1

-

x

4 444

 

Insgesamt

 

13 518 571

6,2

11 336 304

- 10,2

2 182 267

Januar bis April

Europa

34 771 741

3,1

32 693 036

1,4

2 078 705

darunter

EU-Länder (EU 27)

29 774 199

3,0

26 988 041

1,9

2 786 158

darunter

Euro-Länder

20 053 117

1,6

17 454 794

1,2

2 598 323

darunter

Frankreich

3 925 754

4,1

2 222 277

1,2

1 703 477

Italien

3 831 169

- 0,3

3 513 983

4,5

317 186

Österreich

4 580 561

3,2

4 846 953

- 0,8

- 266 392

Vereinigtes Königreich

3 484 501

6,9

1 537 492

2,5

1 947 009

Tschechische Republik

1 674 786

1,9

3 168 958

0,1

- 1 494 172

Russische Föderation

1 380 308

17,9

3 034 834

- 1,5

- 1 654 526

Afrika

988 768

8,3

1 978 637

- 2,5

- 989 869

Amerika

7 541 516

16,4

3 727 794

- 1,4

3 813 722

darunter

USA

5 667 562

20,5

3 041 274

- 4,8

2 626 288

Asien

11 170 445

9,9

9 429 522

- 6,0

1 740 923

darunter

Volksrepublik China

5 297 329

17,3

3 935 276

- 9,9

1 362 053

Australien-Ozeanien

571 097

17,0

49 979

- 32,9

521 118

Verschiedenes*)

8 397

0,7

-

x

8 397

 

Insgesamt

 

55 051 964

6,3

47 878 968

- 0,5

7 172 996

 

____________

*) Schiffs- und Flugzeugbedarf, nicht ermittelte Länder und Gebiete.

Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Ausfuhr und Einfuhr Bayerns im April 2012“. Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.