Auf einen Blick


Pressemitteilung

193/2012/56/J
München, den 16. Juli 2012

Umsatz im Dienstleistungssektor Bayerns sank um 3,4 Prozent

Zahl der Beschäftigten um 7,3 Prozent gestiegen

Gemäß den Ergebnissen der jährlich durchgeführten Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich betrug der im Berichtsjahr 2010 von bayerischen Unternehmen sowie freiberuflich tätigen Einrichtungen des Dienstleistungssektors erwirtschaftete Gesamtumsatz 132,9 Milliarden Euro. Damit lag der Gesamtumsatz um 3,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres 2009. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren Ende September 2010 in diesen Unternehmen hochgerechnet 1,2 Millionen Personen tätig, 7,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die im Jahr 2010 im Dienstleistungssektor getätigten Bruttoanlageinvestitionen lagen mit 17,4 Milliarden Euro um 2,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bei Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von 250 000 Euro und mehr beruhten 8,9 Prozent des Gesamtum-satzes auf Auftraggebern mit Sitz im Ausland.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren nach den Ergebnissen der Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich im Berichtsjahr 2010 insgesamt 128 071 Unternehmen sowie freiberuflich tätige Einrichtungen mit Sitz in Bayern im Dienstleistungssektor tätig. In diesem Bereich arbeiteten am Stichtag 30. September 2010 hochgerechnet 1,2 Millionen Personen und somit 7,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der von den Unternehmen des Dienstleistungssektors gemeldete Gesamtumsatz im Jahr 2010 betrug 132,9 Milliarden Euro; dies sind 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die im Dienstleis-tungssektor 2010 getätigten Bruttoanlageinvestitionen bezifferten sich auf 17,4 Milliarden Euro und lagen somit um 2,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

In die jährlich auf Stichprobenbasis durchgeführte Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich werden Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 17 500 Euro einbezogen. Die Erhebung erstreckt sich auf folgende Abschnitte der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008): „Verkehr und Lagerei“, „Information und Kommunikation“, „Grundstücks- und Wohnungswesen“, „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“, „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ und „Reparatur von Datenverarbeitungsgeräten und Gebrauchsgütern“. Erhebungseinheiten sind sowohl Unternehmen als auch Einrichtungen zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit mit Sitz in Bayern, jeweils einschließlich ihrer Niederlassungen in Deutschland.

Im Vergleich zum Vorjahr zeigten sich je nach Wirtschaftsabschnitt unterschiedliche Umsatzentwicklungen. Im Wirtschaftsabschnitt „Verkehr und Lagerei“ lag der Umsatz bei 24,2 Milliarden Euro und damit um 10,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch im Bereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ übertraf der Umsatz mit 21,4

Milliarden Euro den Vorjahreswert um 6,6 Prozent. Dagegen lag der Umsatz im Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ mit 36,0 Milliarden Euro um 19,0 Prozent unter dem Wert des Jahres 2009. – Die für das Berichtsjahr 2010 gemeldeten Bruttoanlageninvestitionen übertrafen in fast allen Wirtschaftsabschnitten das jeweilige Vorjahresniveau. So betrugen sie im Wirtschaftsabschnitt „Verkehr und Lagerei“ im Berichtszeitraum 2,7 Milliarden Euro (+7,1 Prozent), im Abschnitt „Information und Kommunikation“ 4,8 Milliarden Euro (+6,4 Prozent) und im Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ 1,5 Milliarden Euro (+3,0 Pro-zent). Rückläufig waren die Bruttoanlageinvestitionen dagegen im Wirtschaftsabschnitt „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (-3,6 Prozent).

Dienstleistungsunternehmen mit einem Jahresumsatz von 250 000 Euro oder mehr erzielten 2010 durchschnittlich 8,9 Prozent ihres Gesamtumsatzes durch Geschäfte mit Auftraggebern, welche ihren Sitz im Ausland hatten (Vorjahresanteil: 6,9 Prozent). Im Wirtschaftsabschnitt „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ lag dieser Anteil mit 14,8 Prozent am höchsten (Vorjahr: 10,7 Prozent), gefolgt vom Bereich „Information und Kommunikation“ mit 8,9 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent) und der Sparte „Verkehr und Lagerei“ mit 7,3 Prozent (Vorjahr: 6,6 Prozent).



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Struktur im bayerischen Dienstleistungssektor im Jahr 2010“ (Bestellnummer: JI1j2010). Der Bericht kann in Kürze im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.