Auf einen Blick


Pressemitteilung

194/2012/34/M
München, den 17. Juli 2012

2011 wechselten in Bayern 4 262 landwirtschaftliche Grundstücke den Eigentümer

Durchschnittlicher Kaufwert lag bei rund 30 000 Euro je Hektar

2011 wurden in Bayern 4 262 landwirtschaftliche Grundstücke (ohne Gebäude und ohne Inventar) mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 6 166 Hektar für insgesamt 185,4 Millionen Euro verkauft. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, errechnet sich daraus ein durchschnittlicher Kauf-wert von 30 064 Euro je Hektar Landwirtschaftsfläche. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 16,2 Prozent. Regional differierte der durchschnittliche Kaufwert je Hektar erheblich. Am höchsten viel er in Oberbayern mit 41 972 Euro aus, am niedrigsten in Oberfranken mit 14 303 Euro.

2011 wurden nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 4 262 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 6 166 Hektar in Bayern verkauft. Die Kaufsumme betrug 185,4 Millionen Euro. Hierbei handelte es sich um Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar mit einer Mindestgröße von 1 000 m², die zumindest in einem überschaubaren Zeitraum weiterhin landwirtschaftlich als Acker- oder Grünland genutzt werden. Je Verkaufsfall wurden durchschnittlich 1,45 Hektar landwirtschaft-lich genutzte Fläche veräußert. Bei über der Hälfte der Kauffälle lag die Fläche unter 1 Hektar, in lediglich 3,6 Prozent der Fälle wechselten mindestens 5 Hektar Landwirtschaftsfläche den Besitzer.

Im Durchschnitt errechnet sich für alle im Jahr 2011 in Bayern getätigten Verkäufe von landwirtschaftlich genutzter Fläche ein Wert von 30 064 Euro je Hektar (3,01 Euro je m²). Dies wa-ren je Hektar fast 4 200 Euro bzw. 16,2 Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr. Ein höherer Wert wurde zuletzt im Jahr 1990 erzielt. Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar differierte in den einzelnen Regierungsbezirken erheblich. Am höchsten lag er mit 41 972 Euro in Oberbayern. Dies waren rund 11 900 Euro bzw. knapp 40 Prozent mehr als im Landesdurchschnitt. Auch in Niederbayern (36 595 Euro) und Schwaben (32 387 Euro) wurde ein überdurchschnittlicher Hektar-Preis erzielt. Der mit Abstand niedrigste Verkaufswert errechnete sich mit 14 303 Euro für den Regierungsbezirk Oberfranken. Dies waren knapp 66 Prozent weniger als in Oberbayern und gut 52 Prozent weniger als im Landesdurchschnitt. Deutlich unter dem Landesmittel lagen auch die in Unterfranken (19 465 Euro) und Mittelfranken (23 902 Euro) erzielten Hektarerlöse. Allerdings ist zu beachten, dass es sich bei der Kaufwertestatistik methodisch nicht um eine echte Preisstatistik handelt, sodass die durchschnittlichen Kaufwerte für einen regionalen und zeitlichen Vergleich nur bedingt aussagekräftig sind. Der Verkaufspreis bei jeder Grundstückstransaktion wird z.B. durch andersgeartete kauffallspezifische Eigenschaften wie Bodenqualität, Lage, Nutzungsart oder Grundstücksgröße maßgeblich beeinflusst.

Veräußerung landwirtschaftlichen Grundbesitzes* in Bayern 2011

Regierungsbezirk

Veräußerungs-
fälle

Veräußerte Fläche der landwirtsch. Nutzung (FdlN)

Kaufwert

insgesamt

je Hektar
veräußerte
FdIN

Anzahl

ha

1 000 Euro

Euro

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

705

1 160,3

48 702

41 972

Niederbayern

713

1 113,5

40 748

36 595

Oberpfalz

422

630,6

15 903

25 219

Oberfranken

631

739,6

10 578

14 303

Mittelfranken

246

409,7

9 794

23 902

Unterfranken

549

677,9

13 196

19 465

Schwaben

996

1 433,8

46 437

32 387

 

Bayern

4262

6 165,5

185 358

30 064

__________________

* ohne Gebäude und ohne Inventar.




Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht M I 7 „Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke in Bayern 2011“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen (Rubrik: Preise und Preisindizes) als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.