Auf einen Blick


Pressemitteilung

204/2012/44/A
München, den 27. Juli 2012

Statistik-Tage Bamberg-Fürth 2012

Thema „Zensus 2011“ führte zu hoher Beteiligung aus Wissenschaft und Forschung

Am 26. und 27. Juli fanden in der Bibliothek des Staatlichen Bauamts Bamberg die „Statistik-Tage Bamberg-Fürth 2012“ statt. Mit der vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg gemeinsam organisierten Veranstaltung wurde die Idee einer regionalen Kooperation von Statistikern und empirischen Forschern mit Leben erfüllt. Präsident Karlheinz Anding zeigte sich sehr zuversichtlich, dass mit dem Auftakt der Statistik-Tage Bamberg-Fürth ein wichtiger Grundstein für einen regelmäßigen wissenschaftlichen Austausch von regionaler, amtlicher und akademischer Statistik gelegt wird. Thematisch stand die Veranstaltung in diesem Jahr unter dem Motto „Die Methoden und Potenziale des Zensus 2011“, was zu einer hohen Beteiligung von Vertretern aus Wissenschaft und Statistik führte. Die Statistik-Tage Bamberg-Fürth werden zukünftig jährlich im Sommer stattfinden. Teile des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung werden auf Ministerratsbeschluss als Strukturmaßnahme in den kommenden Jahren sukzessive von München nach Fürth verlagert.

Vom 26. bis 27. Juli 2012 fanden erstmals die gemeinsam vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg durchgeführten Statistik-Tage Bamberg-Fürth statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Staatlichen Bauamtes Bamberg von Präsident Karlheinz Anding und dem Präsidenten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Prof. Godehard Ruppert. Das diesjährige Thema der Statistik-Tage „Die Methoden und Potenziale des Zensus 2011“ stieß auf das Interesse eines breiten Publikums. Gekommen waren sowohl Vertreter der amtlichen und universitären Statistik wie auch der Kommunalstatistik und der empirischen Forschung.

Die hohe Beteiligung an den Statistik-Tagen Bamberg-Fürth spiegelt auch die große Bedeutung, die das Thema Zensus 2011 einnimmt, wider. Allein die Feststellung der amtlichen Einwohnerzahl, eines der wichtigsten Zensusergebnisse, dient in rund fünfzig Rechtsvorschriften als entscheidende Bemessungsgrundlage. Sie ist u.a. die Richtgröße für die Berechnung der Sitze in kommunalen Vertretungsgremien und wirkt sich sowohl auf den Länderfinanzausgleich als auch den kommunalen Finanzausgleich aus. Darüber hinaus bietet er die Grundlage für eine Vielzahl von Entscheidungen, die für das tägliche Lebensumfeld der Bürger von Bedeutung sind. Hierzu zählt z.B. die Planung der zukünftigen Versorgungssituation mit Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen.

Mit dem registergestützten Zensus 2011 setzte die amtliche Statistik erstmals verschiedene Register, aber auch primärstatistische Erhebungen zur Gewinnung der benötigten Daten ein. Die diesem Kombinationsmodell zu Grunde liegenden statistischen Methoden bildeten einen der thematischen Schwerpunkte der Statistik-Tage. 

Die Haushaltsstichprobe, die beim Zensus 2011 bei rund zehn Prozent der Bevölkerung durchgeführt wurde, diente zum einen der Ermittlung von Registerfehlern und zum anderen der Gewinnung zusätzlicher, nicht in Registern enthaltener Daten. Wie aus den Stichprobendaten des Zensus Ergebnisse für die gesamte Bevölkerung hochgerechnet werden, war Gegenstand des zweiten Themenschwerpunktes, in dem es um die Konzeption des Stichprobendesigns, das Hochrechnungsverfahren und die Umsetzung von Korrekturen im Rahmen des Haushaltegenerierungsverfahrens ging.

Der dritte Themenschwerpunkt der Statistik-Tage war der voraussichtlich im Frühjahr 2013 zu erwartenden Ergebnisveröffentlichung gewidmet. Da die Ergebnisse des Zensus mittels einer Auswertungsdatenbank von Kommunen, Wissenschaft und der Öffentlichkeit genutzt werden sollen, stellten Experten die hierfür erforderlichen Geheimhaltungsverfahren vor und präsentierten den Aufbau und die Funktionalitäten der Zensus-Auswertungsdatenbank.

Beim letzten Themenschwerpunkt kamen die künftigen Datennutzer zu Wort. Wissenschaftler aus den Bereichen der Demographie, der Bevölkerungsgeographie, der Migrations- und Integrations- sowie der Arbeitsmarkt- und Regionalforschung formulierten hierbei jeweils ihre Erwartungen an die Zensusdaten.

Bilder zur Veranstaltung sind auf Anfrage erhältlich.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.