Auf einen Blick


Pressemitteilung

205/2012/35/M
München, den 27. Juli 2012

Inflationsrate in Bayern im Juli bei 2,2 Prozent

Erneut kräftiger Preisanstieg bei Heizöl

Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,2 Prozent gestiegen; im Juni hatte die Inflationsrate ebenfalls bei 2,2 Prozent gelegen. Die Jahresteuerung für Heizöl lag bei + 7,8 Prozent; die Preise für Kraftstoffe erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 4,1 Prozent. Etwas überdurchschnittlich sind die Preise für Nahrungsmittel (+ 2,5 Prozent) gestiegen. Dabei haben sich die Preise für Fische und Fischwaren (+ 6,0 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+ 5,6 Prozent) besonders kräftig erhöht. Auch Obst (+ 5,7 Prozent) war spürbar teurer als im Vorjahr, während Gemüse (- 1,8 Prozent) sich leicht verbilligte. - Im Vormonatsvergleich nahmen die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,4 Prozent zu. Insbesondere aus saisonalen Gründen haben sich Pauschalreisen (+ 14,9 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (+ 11,0 Prozent) deutlich verteuert. Kräftig gestiegen sind aber auch die Preise für Heizöl (+ 5,1 Prozent), während wegen des beginnenden Schlussverkaufs Bekleidungsartikel (- 4,4 Prozent) billiger geworden sind.

Grafische Darstellung des Verbraucherpreisindex für Bayern ab Februar 2011 bis Juli 2012 Grafische Darstellung des Verbraucherpreisindex für Bayern ab Februar 2011 bis Juli 2012

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Juli bei + 2,2 Prozent; im vorangegangenen Juni hatte sie ebenfalls + 2,2 Prozent betragen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Juli des Vorjahres um 2,5 Prozent erhöht. Überdurchschnittlich stark sind die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse (+ 4,1 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (+ 5,6 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (+ 6,0 Prozent) gestiegen. Auch Obst (+ 5,7 Prozent) verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr. Deutlich verbilligt hat sich hingegen Butter (-17,6 Prozent), während sich die Preise für Margarine binnen Jahresfrist um 12,2 Prozent erhöhten.

Im Energiesektor haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem Juli des Vorjahres um 7,8 Prozent erhöht. Kraftstoffe waren im Durchschnitt 4,1 Prozent teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 5,8 Prozent zu verzeichnen; Strom verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Juli des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,4 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Juli auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Personalcomputer (- 20,1 Prozent), DVD- oder Blu-ray-Player (- 14,0 Prozent), Notebooks (- 9,6 Prozent) und Fernsehgeräte (- 6,3 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,4 Prozent erhöht. Hierzu haben maßgeblich saisonale Preiserhöhungen bei Pauschalreisen
(+ 14,9 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (+ 11,0 Prozent) beigetragen. Teurer als im Vormonat waren aber auch Heizöl (+ 5,1 Prozent) und Kraftstoffe (+ 1,7 Prozent). Preis-rückgänge waren hingegen bei Gemüse (- 4,4 Prozent) und Obst (- 1,2 Prozent) zu beobach-ten. Wegen des beginnenden Schlussverkaufs waren auch Bekleidungsartikel (- 4,4 Prozent) günstiger als im Vormonat.

Ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Juli 2012 mit Jahreswerten von 2007 bis 2011 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2006 bis Juli 2012 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,70 Euro). Die Berichte können im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.