Auf einen Blick


Pressemitteilung

209/2012/57/B
München, den 30. Juli 2012

15,1 Prozent mehr BAföG-Ausgaben für Schüler und Studenten in Bayern

Durchschnittliche Förderung lag bei 413 Euro im Monat

Im Jahr 2011 bezogen in Bayern 129 432 Schüler und Studierende Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Das waren nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung etwa 9,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor (118 549). Die Ausgaben dafür beliefen sich auf fast 404,5 Millionen Euro (2010: 351,4 Millionen), was einem Anstieg von 15,1 Prozent entspricht. Der durchschnittliche Förderbetrag je Monat lag bei 413 Euro (2010: 392 Euro). Der Anstieg bei der Zahl der Geförderten und beim Ausgabenvolumen ist auch durch die höheren Freibeträge und Bedarfssätze bedingt, die das 23. BAföG-Änderungsgesetz seit dem 1. Oktober 2010 vorsieht.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, bezogen 2011 in Bayern 129 432 junge Menschen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Das entspricht einem Plus von rund 9,2 Prozent oder 10 883 Geförderten mehr als im Vorjahr. Die Ausgaben für diese Ausbildungsförderung stiegen von 351,4 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 404,5 Millionen Euro im Jahr 2011 und damit um 15,1 Prozent. Dieser hohe Anstieg geht unter anderem auch auf die Verbesserungen durch höhere Freibeträge und Bedarfssätze zurück, die das 23. BAföG-Änderungsgesetz seit dem 1. Oktober 2010 vorsieht.

Wie in den Vorjahren waren auch 2011 etwa 66,4 Prozent der Geförderten Studierende an Hochschulen (85 966 Personen). Ihre Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 13,4 Prozent. Die Zahl der geförderten Schüler stieg um 1,7 Prozent auf 43 456 Personen.

Der durchschnittliche Förderbetrag je Fall und Monat fiel im Jahr 2011 mit 413 Euro geringfügig höher aus als im Vorjahr (392 Euro). Nicht in allen Fällen erstreckte sich die Förderung auf das ganze Jahr. 2011 wurden in Bayern im Durchschnitt monatlich 81 655 junge Menschen durch BAföG gefördert, darunter 56 430 Studenten. Bezogen auf die rund 277 615 Studierenden im Sommersemester 2011 entsprach das einem Anteil von 20,3 Prozent.

Insgesamt lebten 2011 in Bayern 33,5 Prozent der durch BAföG Geförderten bei ihren Eltern. Studenten, die BAföG-Unterstützung erhielten, lebten mit 78,0 Prozent überwiegend außerhalb des Elternhauses. Im Fall der Schüler lebte dagegen mehr als die Hälfte (56,1 Prozent) noch bei den Eltern.

58 054 oder 44,9 Prozent der bayerischen BAföG-Empfänger erhielten 2011 eine Vollförderung. Der maximale Förderbetrag deckt den errechneten Gesamtbedarf in voller Höhe ab. Die Zahl der Teilgeförderten, bei denen Einkommen und/oder Vermögen auf ihren Bedarf angerechnet wurden, stieg gegenüber 2010 mit 13,6 Prozent etwas stärker als die der Vollgeförderten (+ 4,2 Prozent).

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht Ausbildungsförderung nach dem BAföG und dem BayAföG in Bayern (Bestellnummer: K9100C). Der Bericht kann demnächst im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (ver-trieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.