Auf einen Blick

Pressemitteilung

210/2012/53/G
München, den 31. Juli 2012

Über den Bodensee – Bayerns Außenhandel mit der Schweiz

Zum Jahrestag der Schweizer Bundesfeier am 1. August

Die wichtigsten Ausfuhrgüter Bayerns in die Schweiz waren im Jahr 2011, nach vorläufigen Ergebnissen, Personenkraftwagen und Wohnmobile, Maschinen, Geräte zur Elektrizitätserzeugung und –verteilung, Waren aus Kunststoffen sowie Mineralölerzeugnisse. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bezog Bayern auf der anderen Seite vermehrt Maschinen, Geräte zur Elektrizitätserzeugung und –verteilung, pharmazeutische Erzeugnisse, Uhren sowie Eisen-, Blech und Metallwaren aus dem Nachbarland jenseits des Bodensees. Der Wert der Exporte in die Schweiz betrug 2011 fast 5,4 Milliarden Euro, dies entsprach 3,4 Prozent der bayerischen Ausfuhren. Der Wert der Importe aus der Schweiz machte knapp 3,9 Milliarden Euro aus (2,7 Prozent der bayerischen Einfuhren). Auf der Ausfuhrseite lag die Schweiz damit unter den Bestimmungsländern bayerischer Exporte auf Rang acht, auf der Einfuhrseite hielt sie Rang zwölf.

Das Nachbarland Schweiz ist neben den Vereinigten Staaten, China und der Russischen Föderation eines der wichtigsten Handelspartnerländer Bayerns außerhalb der Europäischen Union, wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Schweizer Nationalfeiertages am 1. August mitteilt Im Jahr 2011 hielt die Schweiz mit Exporterlösen von knapp 5,4 Milliarden Euro bzw. 3,4 Prozent der bayerischen Exporte Rang acht unter den Zielländern bayerischer Waren. Importerlöse von fast 3,9 Milliarden Euro (2,7 Prozent der bayerischen Einfuhren) bedeuteten Rang zwölf unter den Ursprungsländern.

Die bayerische Wirtschaft verkaufte im Jahr 2011 Personenkraftwagen und Wohnmobile im Wert von 857 Millionen Euro in die Schweiz, Maschinen erlösten 735 Millionen Euro. Geräte zur Elektrizitätserzeugung und –verteilung (342 Millionen Euro), Waren aus Kunststoffen (265 Millionen Euro) und Mineralölerzeugnisse (216 Millionen Euro) folgten auf den Plätzen. Die wichtigsten Einfuhrgüter Bayerns aus der Schweiz waren Maschinen (656 Millionen Euro), Geräte zur Elektrizitätserzeugung und –verteilung (401 Millionen Euro), pharmazeutische Erzeugnisse (348 Millionen Euro), Uhren (134 Millionen Euro) sowie Eisen-, Blech und Metallwaren (131 Millionen Euro).

Die bayerischen Ausfuhren in die Schweiz nahmen 2011 im Vergleich zu 2000 um 65,2 Prozent zu, die Einfuhren aus dem Nachbarland stiegen im gleichen Zeitraum um 73,2 Prozent. Damit wich die Entwicklung des bayerischen Außenhandels mit der Schweiz nicht gravierend von der allgemeinen Entwicklung ab; die gesamten bayerischen Exporte nahmen von 2000 bis 2011 um 72,1 Prozent zu, die Importe stiegen um 71,7 Prozent.

Bayerns Außenhandel mit der Schweiz seit 2000

Jahr

Ausfuhr

Einfuhr

Export- (+) /
Import- (-)
überschuss

insgesamt

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

insgesamt

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

1 000 €

%

1 000 €

%

1 000 €

 

2000

 

3 257 631

x

2 238 584

x

1 019 047

2001

 

3 403 888

4,5

2 401 009

7,3

1 002 879

2002

 

3 236 387

-4,9

2 168 205

-9,7

1 068 182

2003

 

3 301 408

2,0

2 181 418

0,6

1 119 990

2004

 

3 809 154

15,4

2 381 567

9,2

1 427 587

2005

 

4 072 482

6,9

2 359 624

-0,9

1 712 858

2006

 

4 365 136

7,2

2 593 654

9,9

1 771 482

2007

 

4 665 080

6,9

2 921 649

12,6

1 743 431

2008

 

5 104 975

9,4

3 198 153

9,5

1 906 822

2009

 

4 347 240

-14,8

2 984 659

-6,7

1 362 581

2010

 

4 897 802

12,7

3 498 162

17,2

1 399 640

2011*)

 

5 380 629

9,9

3 877 433

10,8

1 503 196

Veränderung 2011 zu 2000

65,2

73,2

_____________

*) 2011 vorläufige Ergebnisse (Stand Berichtsmonat Dezember 2011).

Statistischer Bericht "Ausfuhr und Einfuhr Bayerns im Dezember 2011".

https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.