Auf einen Blick


Pressemitteilung

218/2012/42/A
München, den 10. August 2012

Zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August

Etwa drei von vier Personen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren leben bei den Eltern

Im Jahr 2011 wohnten im Freistaat nach Meldung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung rund 1,46 Millionen Personen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren. Drei von vier Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen lebten mit ihren Eltern zusammen in einem Haushalt. Mit zunehmendem Alter gewinnt bei den Jugendlichen die Berufstätigkeit an Bedeutung. Von den 15- bis unter 20 Jährigen gingen knapp 37 Prozent einer Erwerbstätigkeit nach. Demgegenüber waren bereits rund zwei Drittel (gut 67 Prozent) der 20- bis unter 25 Jährigen berufstätig. Die Jugenderwerbslosenquote lag bei gut 5 Prozent.

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, gab es in Bayern 2011 insgesamt rund 1,46 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis unter 25 Jahren. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August mitteilt, waren das knapp 12 Prozent der bayerischen Bevölkerung.

Von den in Privathaushalten lebenden 15- bis unter 25-Jährigen wohnten insgesamt rund drei Viertel (knapp 75 Prozent) noch bei ihren Eltern. Im Vergleich zu Söhnen zogen Töchter früher aus dem elterlichen Haushalt aus. Etwa sieben von zehn jungen Frauen lebten mit mindestens einem Elternteil zusammen, bei den Männern waren es rund acht von zehn. In der Altersklasse der 20- bis unter 25-Jährigen fielen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern noch deutlicher aus: Von den jungen Frauen dieser Alterskategorie lebte etwa die Hälfte (rund 49 Prozent) bei den Eltern. Demgegenüber teilten sich knapp zwei Drittel der jungen Männer (rund 65 Prozent) den Haushalt mit mindestens einem Elternteil.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, gingen 2011 von den Personen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren insgesamt etwas mehr als die Hälfte (rund 53 Prozent) einer Erwerbstätigkeit nach. Mit ansteigendem Alter war hier eine deutliche Zunahme der Erwerbstätigenquote erkennbar. Während von den 15- bis unter 20 Jährigen nur knapp 37 Prozent berufstätig waren, traf dies auf gut 67 Prozent der 20- bis unter 25-Jährigen zu. Zu berücksichtigen gilt in diesem Zusammenhang, dass zu den Erwerbstätigen auch Auszubildende sowie Personen mit Nebenjobs bzw. einer geringfügigen Beschäftigung gerechnet werden. Im Vergleich dazu zählten rund 44 Prozent der jungen Personen zu den Nichterwerbspersonen, das sind insbesondere Schüler oder Studenten, die keine Erwerbstätigkeit ausüben und auch keine suchen.

Von den jungen Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose im Alter von 15 bis unter 25 Jahren) waren im Jahr 2011 insgesamt gut 5 Prozent erwerbslos. Damit lag die Jugend-erwerbslosenquote im Freistaat gut zwei Prozentpunkte höher als die Erwerbslosenquote der 25- bis unter 65-Jährigen (rund 3 Prozent).1

Grafische Darstellung der 15- bis unter 25-Jährigen in Bayern 2011 nach Lebensform und Geschlecht Grafische Darstellung der 15- bis unter 25-Jährigen in Bayern 2011 nach Lebensform und Geschlecht

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Bevölkerung und Erwerbstätige Bayerns 2011“ (Bestellnummer: A62023 201100). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

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1 Zu beachten ist, dass die statistische Erfassung der Erwerbslosen und Erwerbstätigen auf der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) beruht. Als erwerbslos gelten danach Personen ohne Erwerbstätigkeit, die sich in den letzten vier Wochen aktiv um eine Arbeitsstelle bemüht haben und innerhalb von zwei Wochen für die Aufnahme einer Tätigkeit zur Verfügung stehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie bei einer Arbeitsagentur als Arbeitslose registriert sind oder nicht. Die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Arbeitslosenquoten weichen insofern von den Erwerbslosenquoten ab.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.