Auf einen Blick


Pressemitteilung

221/2012/57/B
München, den 13. August 2012

Mehr wissenschaftliches Personal an Bayerns Hochschulen

Frauenanteil in der Professorenschaft steigt auf 16,0 Prozent

Ende 2011 gab es an Bayerns Hochschulen 32 750 hauptberuflich Beschäftigte im Bereich des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals. Das waren 6,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren darüber hinaus 20 300 Menschen (+ 14,8 Prozent) in diesem Bereich nebenberuflich beschäftigt. Ende 2011 war etwa ein Zehntel (10,5 Prozent) der Professorenschaft an den bayerischen Universitäten und Fachhochschulen unter 40 Jahre alt. Im akademischen Mittelbau lag der Anteil der wissenschaftlichen Nachwuchskräfte dieser Altersgruppe bei 80,0 Prozent. Der Anteil der auf Zeit Beschäftigten lag sowohl in der Professorenschaft (12,4 Prozent) wie im akademischen Mittelbau (87,9 Prozent) deutlich höher als noch vor fünf Jahren.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung stieg die Zahl des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals an Bayerns Hochschulen 2011 um 9,4 Prozent. Ende 2011 waren in diesem Bereich insgesamt 53 050 Menschen beschäftigt (2010: 48 491). Dabei stieg die Zahl der hauptberuflich Tätigen um 1 948 Personen (6,3 Prozent) auf 32 750 Beschäftigte. Die Zahl der nebenberuflich Beschäftigten, vor allem als Lehrbeauftragte oder wissenschaftliche Hilfskräfte, nahm sogar um 14,8 Prozent auf 20 300 zu.

Ende 2011 lehrten und forschten an den bayerischen Universitäten (einschl. philosophisch-theologischer Hochschulen und Kunsthochschulen) und Fachhochschulen insgesamt 6 161 Professorinnen und Professoren, das waren 307 oder 5,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Frauen in der Professorenschaft erhöhte sich weiter auf 16,0 Prozent (986 Professorinnen). 2006 lag der Frauenanteil erst bei 11,1 Prozent.

Im akademischen Mittelbau, zu dem u. a. Hochschuldozenten, -assistenten und akademische Räte zählen, waren 2011 in Bayern 24 723 Personen beschäftigt, 1 393 oder 6,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Daneben waren 1 866 (+ 15,3 Prozent) Personen als sonstiges hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal tätig. Hierzu rechnen z. B. Lehrkräfte für besondere Aufgaben, Fachlehrer oder Studienräte im Hochschuldienst.

Wissenschaftliche Nachwuchskräfte werden häufig zunächst auf Zeit beschäftigt. Der Anteil der auf Zeit beschäftigten hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter ist seit 2006 deutlich gestiegen. In der Professorenschaft lag dieser Anteil damals noch bei 6,2 Prozent, 2011 dagegen bei 12,4 Prozent. Im akademischen Mittelbau stieg der entsprechende Anteil von 64,3 auf 87,9 Prozent.

An den bayerischen Universitäten und Fachhochschulen waren Ende 2011 insgesamt 649 Professorinnen und Professoren (10,5 Prozent) noch keine 40 Jahre alt. 16,0 Prozent der 986 Professorinnen und 9,5 Prozent der 5 175 Professoren gehörten zu dieser Gruppe. Von den unter 40-jährigen Hochschullehrerinnen und -lehrern waren 34,7 Prozent auf Zeit beschäftigt, darunter waren 71 Juniorprofessuren. Bei den Professorinnen und Professoren im Alter von 40 oder mehr Jahren lag der Anteil der auf Zeit Beschäftigten bei 9,7 Prozent. Im akademischen Mittelbau waren überwiegend unter 40-Jährige beschäftigt (80,0 Prozent). Diese wissenschaftlichen Nachwuchskräfte waren zum größten Teil auf Zeit (87,9 Prozent) und nur im Ausnahmefall bereits unbefristet beschäftigt.

Grafische Darstellung des wissenschaftl. und künstlerischen Personals an Bayer. Hochschulen seit 2006 bis 2011 Grafische Darstellung des wissenschaftl. und künstlerischen Personals an Bayer. Hochschulen seit 2006 bis 2011

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.