Auf einen Blick

Pressemitteilung

227/2012/55/A
München, den 22. August 2012

Kein weiterer Bettenabbau in bayerischen Krankenhäusern

Durchschnittliche Verweildauer 2011 erneut gesunken

Im Jahr 2011 standen in den bayerischen Krankenhäusern 75 827 Betten zur Verfügung, 38 mehr als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Daten-verarbeitung weiter mitteilt, wurden etwas mehr als 2,8 Millionen Patienten vollstationär behandelt.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, standen im Jahr 2011 in den 370 bayerischen Krankenhäusern 75 827 Betten für die stationäre Versorgung zur Verfügung, das sind 38 Betten mehr als im Vorjahr. Nach einem von 1991 bis 2008 an-dauernden Abbau lag damit die Zahl der Betten zum dritten Mal in Folge auf nahezu konstantem Niveau.

Die Zahl der vollstationär behandelten Patienten (Fallzahl) betrug im Jahr 2011 geringfügig mehr als 2,8 Millionen und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 48 872 Personen (+ 1,8 Prozent). Gleichzeitig nahm jedoch die Zahl der insgesamt angefallenen Behandlungstage um 68 974 auf gut 21,2 Millionen ab, was einem Rückgang um 0,3 Prozent entspricht. Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt verkürzte sich von 7,7 Tagen auf 7,5 Tage. Die Auslastung der aufgestellten Betten verringerte sich gegenüber dem Vorjahr leicht von 76,9 auf 76,7 Prozent.

Seit 1991 stieg die Zahl der jährlich behandelten Patienten von fast 2,2 Millionen auf etwas mehr als 2,8 Millionen. Die Zahl der Belegungstage sank im gleichen Zeitraum dagegen um 21,9 Prozent von 27,2 Millionen auf 21,2 Millionen Tage. Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten ist in den letzten 20 Jahren von 12,5 Tagen auf 7,5 Tage gesunken.

Bettenzahl und Patientenbewegung in bayerischen Krankenhäusern von 1991 bis 2011

 

Jahr

Kranken-
häuser
insgesamt

Aufgestellte
Betten
insgesamt

Patientenbewegung 1)

 

Fallzahl

Berechnungs-/ Belegungstage

durchschnittl. Verweildauer

Nutzungsgrad der Betten

 

 

 

Anzahl

Tage

%

 

 

 

 

 

 

 

1991

424

87 914

2 177 094

27 150 044

12,5

84,6

1992

421

87 318

2 243 193

27 042 539

12,1

84,6

1993

411

87 032

2 284 551

26 750 703

11,7

86,5

1994

410

87 021

2 342 743

26 495 982

11,3

83,4

1995

408

86 407

2 421 130

26 379 433

10,9

83,6

1996

406

85 609

2 459 269

25 724 153

10,5

82,1

1997

407

84 686

2 512 598

25 646 527

10,2

83,0

1998

409

84 230

2 586 709

25 790 075

10,0

83,9

1999

405

83 718

2 629 233

25 743 557

9,8

84,2

2000

406

83 484

2 661 234

25 531 675

9,6

83,6

2001

407

83 138

2 678 249

25 024 518

9,3

82,5

2002

400

82 540

2 668 938

24 400 575

9,1

81,0

2003

398

82 078

2 658 771

23 226 323

8,7

77,5

2004

387

79 674

2 550 443

21 597 421

8,5

74,1

2005 2)

385

80 077

3)

2 522 724

4)

21 312 162

4)

8,4

4)

75,2

3)

2006

381

76 182

2 529 978

21 052 305

8,3

75,7

2007

375

75 883

2 601 174

21 267 035

8,2

76,8

2008

379

75 499

2 674 573

21 311 376

8,0

77,1

2009

377

75 897

2 736 316

21 328 694

7,8

77,0

2010

373

75 789

2 762 631

21 284 761

7,7

76,9

2011

370

75 827

2 811 503

21 215 787

7,5

76,7

 

 

1)

Einschließlich Stundenfälle.

2)

Einmalig wurden im Berichtsjahr 2005 die gesunden Neugeborenen in den Grunddaten erhoben. Da die Angaben für gesunde Neugeborene nicht separat ausgewiesen werden können, sind Vergleiche mit den Vorjahren bzw. mit den Folgejahren nur bedingt möglich.

3)

Die Zahl umfasst auch die Betten für Neugeborene.

4)

Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die gesunden Neugeborenen bei dieser Kennzahl herausgerechnet.




Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2011“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 10,50 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.