Auf einen Blick


Pressemitteilung

228/2012/55/A
München, den 22. August 2012

Leichter Rückgang der Patientenzahlen an bayerischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen

Durchschnittliche Verweildauer auch 2011 unverändert

Im Jahr 2011 standen in den bayerischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen 31 365 Betten zur Verfügung, 137 weniger als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden 2011 nahezu 352 000 Patienten vollstationär behandelt.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, standen im Jahr 2011 in den 289 bayerischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen 31 365 Betten für die stationäre Versorgung zur Verfügung, das sind 137 Betten weniger als im Vorjahr. Das Bettenangebot sank damit auf den zweitniedrigsten Stand der vergangenen 20 Jahre. Lediglich im Jahr 2006 wurde mit 31 278 eine noch niedrigere Bettenzahl registriert.

Die Zahl der vollstationär behandelten Patienten (Fallzahl) betrug im Jahr 2011 rund 352 000 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 7 820 Personen gesunken (- 2,2 Prozent). Gleichzeitig ging auch die Zahl der Pflegetage um 205 261 (- 2,3 Prozent) auf gut 8,5 Millionen zurück. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen war mit 24,3 Tagen unverändert zum Vorjahr.

Zwischen 1991 und 1995 stieg die Zahl der behandelten Patienten um 16,0 Prozent von rund 332 000 auf gut 385 000. Aufgrund der Umsetzung des Gesundheitsstrukturgesetzes kam es im Jahr 1997 zu einem heftigen Einbruch der Fallzahlen, die jedoch in den Folgejahren sukzessive wieder anstiegen. Mit knapp 389 000 Patienten wurde 2000 die bislang höchste Zahl an Behandlungen erreicht. Der folgende Rückgang erreichte seine Talsohle im Jahr 2004 mit gut 327 000 Patienten. Nach einem erneuten Anstieg in den Jahren bis 2008 ist in den vergangenen drei Jahren wieder ein Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen. Bei den Pflegetagen zeigte sich über die vergangenen 20 Jahre hinweg ein annähernd paralleler Entwicklungsverlauf. Die durchschnittliche Verweildauer verkürzte sich von 29,2 Tagen im Jahr 1991 auf 24,3 Tage im Jahr 2011.

Bettenzahl und Patientenbewegung in bayerischen Vorsorge- und Rehaeinrichtungen von 1991 bis 2011

Jahr

Vorsorge- oder
Rehabilitations-
einrichtungen
insgesamt

Aufgestellte
Betten
insgesamt

Patientenbewegung

Fallzahl

Pflegetage

durchschnittl. Verweildauer

Nutzungsgrad der
Betten

Anzahl

Tage

%

 

 

 

 

1991

310

31 639

332 176

9 713 512

29,2

84,1

1992

309

32 274

346 980

10 121 599

29,2

85,7

1993

316

33 404

353 554

10 338 134

29,2

84,8

1994

324

35 423

367 051

10 729 624

29,2

83,0

1995

331

36 691

385 451

11 265 535

29,2

84,1

1996

339

37 894

378 985

10 820 670

28,6

78,0

1997

342

38 182

303 137

8 089 024

26,7

58,0

1998

344

37 628

335 304

8 676 688

25,9

63,2

1999

346

37 037

370 710

9 278 630

25,0

68,6

2000

341

36 599

388 508

9 601 827

24,7

71,7

2001

329

36 056

385 992

9 529 034

24,7

72,4

2002

315

34 436

364 815

8 962 716

24,6

71,3

2003

305

32 632

330 974

8 226 070

24,9

69,1

2004

303

32 603

327 487

8 070 767

24,6

67,6

2005

302

32 628

332 032

8 143 550

24,5

68,4

2006

298

31 278

334 865

8 182 311

24,4

71,7

2007

302

32 004

361 220

8 719 927

24,1

74,7

2008

301

31 795

367 559

8 911 134

24,2

76,6

2009

299

31 631

366 085

8 906 153

24,3

77,1

2010

295

31 502

359 604

8 745 081

24,3

76,1

2011

289

31 365

351 784

8 539 820

24,3

74,6




Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2011“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 10,50 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.