Auf einen Blick


Pressemitteilung

230/2012/34/C
München, den 23. August 2012

Bayerische Fleischproduktion im ersten Halbjahr 2012 um gut 3 Prozent gesunken

Rückgang sowohl bei Rind- als auch bei Schweinefleisch

Im ersten Halbjahr 2012 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen knapp 400 000 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 12 600 Tonnen bzw. 3,1 Prozent. Hierzu trug sowohl die Abnahme beim Schweinefleisch um 7 700 Tonnen als auch beim Rindfleisch um 5 000 Tonnen bei. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 251 200 Tonnen Schweinefleisch und 146 800 Tonnen Rindfleisch produziert.

Im ersten Halbjahr 2012 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen gemäß den Meldungen der Veterinärämter an das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 399 300 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Minus von 12 600 t bzw. 3,1 Prozent. Auf Schweinefleisch entfielen fast 63 Prozent der gesamten Schlachtmenge. Ge-genüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres sank die Schweinefleischproduktion um 3,0 Prozent (7 700 t) auf 251 200 t. Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm im gleichen Zeitraum wegen des geringfügig höheren Schlachtgewichts um 3,4 Prozent (91 600 Tiere) auf 2,6 Millionen ab. 62 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (94 900 t bzw. 37,8 Prozent) und Oberbayern (60 700 t bzw. 24,2 Prozent) erzeugt.

Knapp 37 Prozent der Schlachtmenge entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 146 800 t war die produzierte Fleischmenge um 3,3 Prozent (5 000 t) niedriger als von Januar bis Juni des Vorjahres. Aufgrund eines um knapp 1 Prozent höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts nahm die Zahl der geschlachteten Rinder um 4,0 Prozent (18 000 Tiere) auf 426 700 ab. Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 47 900 t (Anteil 32,6 Prozent) sowie in Schwaben mit 27 200 t (18,5 Prozent). Die verbleibende Schlachtmenge von fast 1 400 t verteilte sich insbesondere auf Schaffleisch sowie in geringem Umfang auf Ziegen- und Pferdefleisch.

Recht unterschiedlich ist der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammt, ist es beim Schweinefleisch lediglich knapp ein Zehntel.

Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft
in Bayern im ersten Halbjahr 2012 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Ins-
gesamt

davon

Rinder
zu-
sammen

davon

Schwei-
ne

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jung-
rinder

Tonnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

108 950

47 908

872

22 597

15 204

8 732

364

138

60 734

265

24

20

Niederbayern

 

113 342

18 258

61

11 070

3 799

3 145

109

74

94 879

109

8

90

Oberpfalz

 

25 350

13 773

59

4 333

6 171

3 090

58

61

11 416

128

14

49

Oberfranken

 

62 898

23 473

29

6 564

12 970

3 699

103

107

39 374

35

7

9

Mittelfranken

 

32 453

12 441

30

5 433

4 656

2 174

120

28

19 788

207

10

7

Unterfranken

 

16 684

3 732

112

1 833

998

681

71

36

12 754

175

4

20

Schwaben

 

39 660

27 173

306

11 080

11 341

4 035

311

100

12 242

231

9

5

 

Bayern 1. Hj. 2012

 

399 338

146 758

1 468

62 910

55 141

25 557

1 137

546

251 187

1 147

75

170

1. Hj. 2011

 

411 985

151 737

1 629

66 036

54 540

27 683

1 286

563

258 838

1 143

74

192

 

Veränderung 2012

 

 

ggü. 2011 absolut

 

- 12 647

- 4 979

- 161

- 3 126

601

- 2 126

- 149

- 17

- 7 651

4

1

- 22

%

 

- 3,1

- 3,3

- 9,9

- 4,7

1,1

- 7,7

- 11,6

- 3,0

- 3,0

0,3

1,4

- 11,5

________________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben (Färsen).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.