Auf einen Blick


Pressemitteilung

231/2012/52/D
München, den 24. August 2012

68 673 Gewerbeanmeldungen im ersten Halbjahr 2012

Anmeldevolumen in allen Regierungsbezirken Bayerns niedriger als vor einem Jahr

In den ersten sechs Monaten 2012 wurden in Bayern insgesamt 68 673 Gewerbe angemeldet und 57 796 Gewerbe abgemeldet. Das waren 5,6 Prozent weniger Gewerbeanmeldungen und 0,5 Prozent mehr Gewerbeabmeldungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, handelte es sich bei 78,6 Prozent der Gewerbeanmeldungen um Neugründungen (-7,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2011) und bei 73,1 Prozent der Gewerbeabmeldungen um vollständige Aufgaben (unverändert zum Vorjahreszeitraum). Die meisten An- und Abmeldungen wurden auch im aktuellen Berichtszeitraum für den Wirtschaftsabschnitt „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ festgestellt, nämlich jeweils gut 13 900, wobei die Anmeldungen in diesem Bereich relativ stark zurückgegangen und die Abmeldungen fast konstant geblieben sind (-5,3 Prozent bzw. +0,1 Prozent). Bei den Gewerbeanmeldungen insgesamt mussten im Vorjahresvergleich alle sieben Regierungsbezirke Bayerns deutliche Einbußen hinnehmen, wogegen bei den Gewerbeabmeldungen nur Ober- und Niederbayern wesentliche Zunahmen zu verzeichnen hatten.

Im ersten Halbjahr 2012 wurden von den Gewerbeämtern in Bayern insgesamt 68 673 Gewerbeanmeldungen und 57 796 Gewerbeabmeldungen mitgeteilt. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung sind dies 5,6 Prozent weniger Anmeldungen und 0,5 Prozent mehr Abmeldungen als in den ersten sechs Monaten 2011. Von allen Gewerbeanmeldungen im aktuellen Berichtszeitraum waren knapp 79 Prozent Neugründungen (-7,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2011), gut 13 Prozent Zuzüge in den Meldebezirk (+4,5 Prozent) und rund 8 Prozent Übernahmen aufgrund Rechtsformwechsel, Gesellschaftereintritt, Erbfolge, Kauf oder Pacht (-0,1 Prozent). Unter den 54 007 Neugründungen waren 23,5 Prozent Betriebsgründungen (erstes Halbjahr 2011: 23,1 Prozent) und unter den 42 251 vollständigen Aufgaben 23,3 Prozent (22,7 Prozent) Betriebsaufgaben, womit jeweils knapp einem Viertel der Gewerbeanzeigen eine größere wirtschaftliche Bedeutung beigemessen wird.

Die meisten Gewerbeanmeldungen und die meisten Neugründungen waren wie schon im Vorjahreszeitraum auch im ersten Halbjahr 2012 dem Wirtschaftsabschnitt „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ zugeordnet (20,3 Prozent bzw. 20,4 Prozent), dem das „Baugewerbe“ (15,1 Prozent bzw. 14,8 Prozent) und die „Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (12,3 Prozent bzw. 13,2 Prozent) folgten. Während das Baugewerbe dabei im Vergleich zum Vorjahresergebnis einen Zuwachs um +3,2 Prozent erfuhr, wiesen die beiden anderen genannten bedeutenden Wirtschaftsabschnitte Rückgänge um 5,3 Prozent (Handel) bzw. -8,2 Prozent (Dienstleistung) nach. Rund drei Viertel aller Gewerbeanmeldungen betrafen Einzelunternehmen (52 055 oder 75,8 Prozent gegenüber 56 215 oder 77,3 Prozent im ersten Halbjahr 2011), wobei 35,0 Prozent dieser Einzelunternehmen von Frauen und 26,5 Prozent von Unternehmern bzw. Unternehmerinnen mit ausländischer Staatsangehörigkeit angemeldet worden sind (Vorjahreszeitraum: 35,0 Prozent bzw. 24,1 Prozent).

Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen in Bayern im 1. Halbjahr 2012

Bezeichnung

Gewerbeanmeldungen 1)

Gewerbeabmeldungen 1)

darunter
Neugrün-dungen

insgesamt

Veränd. ggü. dem
1. Halbjahr 2011

darunter
vollständige
Aufgaben

insgesamt

Veränd. ggü. dem
1. Halbjahr 2011

Anzahl

%

Anzahl

%

Nach Wirtschaftsabschnitten 2)

Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei

534

671

-6,0

358

905

89,7

Bergbau u. Gewinnung v. Steinen u. Erden

52

61

-11,6

32

40

-

Verarbeitendes Gewerbe

2 504

3 320

-3,5

1 890

2 817

4,3

Energieversorgung

2 145

2 268

-14,8

246

399

3,9

Wasserversorgung; Entsorgung, Beseitigung v. Umweltverschmutzungen

79

98

-6,7

58

86

-

Baugewerbe

7 990

10 359

3,2

5 356

7 858

7,5

Handel; Instandhaltung u. Reparatur v. Kfz

11 022

13 955

-5,3

10 677

13 935

0,1

Verkehr u. Lagerei

1 867

2 332

-8,7

2 042

2 520

-4,9

Gastgewerbe

2 707

4 555

-9,5

3 385

4 614

-5,0

Information u. Kommunikation

2 111

2 778

-10,5

1 449

2 177

-8,9

Finanz- u. Versicherungsdienstleistungen

1 534

2 155

-14,6

1 858

2 552

-3,4

Grundstücks- u. Wohnungswesen

1 107

1 532

-11,5

838

1 291

2,4

Freiberufliche, wissenschaftliche

 

 

 

 

u. technische Dienstleistungen

5 399

6 719

-6,2

3 433

4 790

-3,1

Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen

7 129

8 439

-8,2

5 187

6 652

-2,7

Erziehung u. Unterricht

1 160

1 369

4,1

578

812

-1,2

Gesundheits- u. Sozialwesen

799

967

-4,0

585

785

4,9

Kunst, Unterhaltung u. Erholung

1 272

1 565

2,5

786

1 090

9,1

Sonstige Dienstleistungen

4 596

5 530

-4,7

3 493

4 473

1,0

Insgesamt

54 007

68 673

-5,6

42 251

57 796

0,5

Nach Regierungsbezirken

Oberbayern

23 588

30 507

-2,6

17 482

24 481

1,6

Niederbayern

4 436

5 586

-9,4

3 890

5 513

7,5

Oberpfalz

3 625

4 617

-3,5

2 847

3 842

0,5

Oberfranken

3 307

4 123

-9,6

2 899

3 780

0,0

Mittelfranken

7 071

8 904

-8,2

5 483

7 415

-2,9

Unterfranken

4 520

5 594

-7,8

3 838

5 018

-1,9

Schwaben

7 460

9 342

-7,6

5 812

7 747

-2,5

Bayern

54 007

68 673

-5,6

42 251

57 796

0,5

Kreisfreie Städte

19 398

23 315

-5,6

14 022

18 934

-0,4

Landkreise

34 609

45 358

-5,6

28 229

38 862

0,9

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1) Ohne Automatenaufsteller und Reisegewerbe. - 2) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), Kurzbezeichnung.




Ausführliche Ergebnisse zum aktuellen Berichtsmonat enthält der Statistische Bericht „Gewerbeanzeigen in Bayern im Juni 2012“ (Best.-Nr. D1201C, Preis der Druckausgabe: 4,90 €). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-457) oder Post bestellt werden. Weitere, bis auf Kreisebene regionalisierte Ergebnisse zu diesem Thema können aber auch per E-Mail (info-sw@statistik.bayern.de) oder telefonisch (09721-2088-230) erfragt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.