Auf einen Blick


Pressemitteilung

234/2012/34/C
München, den 27. August 2012

Auf der Hälfte der bayerischen Baumobstanbauflächen sind Äpfel angepflanzt

Unterfranken stellt ein Drittel der bayerischen Anbauflächen

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, bauen im laufenden Jahr 1 029 landwirtschaftliche Betriebe auf insgesamt 2 435 Hektar Baumobst an. Gegenüber der letzten Baumobstanbauerhebung 2007 verringerte sich die Baumobstfläche insgesamt um 9,4 Prozent. Die Hälfte der Baumobstanbaufläche 2012 wird für den Anbau von Äpfeln verwendet, wobei ein Rückgang dieser Flächen im Vergleich zu vor fünf Jahren um 4,2 Prozent zu verzeichnen ist.

Nach Auskunft des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung umfasst die bayerische wirtschaftlich genutzte Baumobstanbaufläche im Jahr 2012 insgesamt 2 435 Hektar (ha). Diese Fläche wird von 1 029 Betrieben mit einer Mindestanbaufläche von 0,5 ha Baumobst bewirtschaftet. Verglichen mit den Ergebnissen der Baumobstanbauerhebung 2007 verringerte sich die Anbaufläche um 9,4 Prozent. Die durchschnittlich bewirtschaftete Anbaufläche ist innerhalb der letzten fünf Jahre von 1,93 ha je Betrieb auf 2,37 ha je Betrieb gestiegen.

Knapp die Hälfte der Baumobstfläche (1 124 ha) in Bayern wird für den Anbau von Äpfeln verwendet. Im Vergleich zu 2007 verringerte sich diese Fläche um 4,2 Prozent. Nach wie vor werden auch im Jahr 2012 überwiegend die Sorten Elstar (166 ha) und Jonagold (117 ha) angebaut.

20 Prozent der bayerischen Obstanbauflächen sind mit Süßkirschbäumen (497 ha) bepflanzt sowie weitere 18 Prozent mit Pflaumen- und Zwetschgenbäumen (437 ha). Außerdem entfallen 72 ha auf Sauerkirschen, 41 ha auf Mirabellen und Renekloden sowie 263 ha auf Birnen. Rund ein Viertel Anbaufläche für Birnen (64 ha) entfällt auf die Williams Christbirne.

Die Obstsorten der Äpfel, Süßkirschen und Pflaumen werden überwiegend als Tafelobst verwendet. 879 ha der Apfelanbauflächen und damit knapp 80 Prozent wurden für den Direktverzehr ermittelt. Bei den Süßkirschen entfallen 441 ha (89 Prozent) und bei den Pflaumen 356 ha (81 Prozent) der Anbaufläche auf das Tafelobst. Jeweils rund drei Viertel der Sauerkirschen (51 ha) sowie der Mirabellen und Renekloden (31 ha) sind Verwertungsobst (vgl. Graphik).

Mit 829 ha befindet sich rund ein Drittel der Baumobstanbaufläche in Unterfranken. Daneben sind Schwaben mit 668 ha und Oberfranken mit 613 ha bedeutende Regionen für den Baumobstanbau in Bayern. In Unterfranken und Schwaben werden vorwiegend Äpfel angebaut, während es in Oberfranken vorwiegend Süßkirschen sind.

Grafik: Baumobstarten in Bayern 2012 nach Verwendungszweck Grafik: Baumobstarten in Bayern 2012 nach Verwendungszweck

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.