Auf einen Blick


Pressemitteilung

237/2012/35/M
München, den 29. August 2012

Inflationsrate in Bayern im August bei 2,5 Prozent

Preise für Kraftstoffe steigen weiter

Im Vergleich zum August des Vorjahres sind die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,5 Prozent gestiegen; im Juli hatte die Inflationsrate bei 2,2 Prozent gelegen. Mit 13,6 Prozent lag die Jahresteuerungsrate nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung bei Heizöl besonders hoch; die Preise für Kraftstoffe erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 9,9 Prozent. Überdurchschnittlich sind auch die Preise für Nahrungsmittel (+ 3,7 Prozent) gestiegen. Dabei haben sich die Preise für Obst (+ 10,2 Prozent) sowie für Fische und Fischwaren (+ 7,7 Prozent) spürbar erhöht. Kräftige Preisrückgänge waren hingegen bei Butter (- 20,5 Prozent) zu beobachten. Im Vormonatsvergleich sind die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,4 Prozent gestiegen. Dabei verteuerten sich Kraftstoffe um 4,1 und Heizöl um 2,1 Prozent. Günstiger als im Vormonat war Gemüse (- 2,0 Prozent), während sich die Preise für Obst (+ 1,3 Prozent) etwas erhöhten.

Verbraucherpreisindex für Bayern - Veränderung jeweils gegenüber dem Vorjahr in % Verbraucherpreisindex für Bayern - Veränderung jeweils gegenüber dem Vorjahr in %

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im August bei + 2,5 Prozent; im vorangegangenen Juli hatte sie + 2,2 Prozent betragen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet wäre der Verbraucherpreisindex um 2,0 Prozent gestiegen.

Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem August des Vorjahres um 3,7 Prozent erhöht. Besonders kräftig sind die Preise für Obst (+ 10,2 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (+ 7,7 Prozent) gestiegen. Auch Gemüse (+ 5,8 Prozent) war teurer als im Vorjahr. Spürbare Preisrückgänge waren hingegen bei Speisefetten und -ölen (- 7,4 Prozent) zu beobachten. Dabei hat sich insbesondere Butter (- 20,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahr deutlich verbilligt.

Im Energiesektor haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem August des Vorjahres um 13,6 Prozent erhöht. Kraftstoffe waren im Durchschnitt 9,9 Prozent teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 5,3 Prozent zu verzeichnen; Strom verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem August des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,3 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im August auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Personalcomputer (- 19,7 Prozent), DVD- oder Blu-ray-Player (- 16,2 Prozent), Notebooks (- 11,1 Prozent) und Fernsehgeräte (- 7,2 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat Juli haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,4 Prozent erhöht. Hierzu hat maßgeblich die kräftige Preiserhöhung bei Kraftstoffen (+ 4,1 Prozent) beigetragen. Heizöl hat sich binnen Monatsfrist um 2,1 Prozent verteuert. Auch die Preise für Obst sind gegenüber dem Vormonat (+ 1,3 Prozent) etwas gestiegen, während sich Gemüse um 2,0 Prozent verbilligte.

Ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, August 2012 mit Jahreswerten von 2007 bis 2011 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2006 bis August 2012 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,70 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.