Auf einen Blick


Pressemitteilung

249/2012/57/B
München, den 12. September 2012

2009 wurden in Bayern 8 500 Euro je Schüler/Studierenden ausgegeben

Internationale Indikatoren ermöglichen Ländervergleiche der Bildungssituation

Heute ist die neue Ausgabe der „Internationalen Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ als Tabellenband erschienen. Diese Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder enthält eine Fülle von Kennzahlen, die einen Vergleich der Bildungssituation in den Bundesländern ermöglichen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erlauben die international standardisierten Indikatoren zudem eine bessere internationale Einordnung der Ergebnisse anhand des OECD-Durchschnitts.

Heute haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder die aktuelle Gemeinschaftsveröffentlichung „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ herausgegeben. Das Bildungswesen ist im föderalen System Deutschlands eine Kernaufgabe der Bundesländer. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, ermöglicht der Tabellenband einen Vergleich von Bildungsstand und Bildungsbeteiligung, Bildungsausgaben und -erträgen zwischen den einzelnen Bundesländern. Die Berechnung der Indikatoren erfolgt nach der Methodik der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), sie erlaubt dadurch eine bessere internationale Einordnung der Ergebnisse durch einen Vergleich mit dem OECD-Durchschnittswert.

2010 verfügten rund 18 Prozent der bayerischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (25- bis 64-Jährige) über einen Hochschulabschluss. Weitere elf Prozent hatten eine Fachschule, eine Fach- oder Berufsakademie, ein zwei- bzw. dreijähriges Programm in Gesundheits- und Sozialberufen bzw. eine Erzieherausbildung abgeschlossen. Damit wiesen rund 29 Prozent der bayerischen Bevölkerung einen tertiären Ausbildungsabschluss auf. Im Bundesdurchschnitt erreichten 27 Prozent der Erwachsenenbevölkerung dieses Ausbildungsniveau (OECD-Durchschnitt: 32 Prozent).

Die Studienanfängerquote hat sich in Bayern seit 2000 (29,0 Prozent) zwar deutlich erhöht. Sie lag 2010 mit 38,8 Prozent aber weiter unter dem Bundesdurchschnittswert von 42,4 Pro-zent (OECD-Durchschnitt: 60,8 Prozent).

Die Beschäftigungssituation war in Bayern 2010 insgesamt günstiger als im übrigen Bundesgebiet. So waren 79,3 Prozent der Bayern im erwerbsfähigen Alter beschäftigt (Bundesdurchschnitt 76,2 Prozent; OECD-Durchschnitt 72,4 Prozent). Bei einem tertiären Ausbildungsabschluss lag die Beschäftigungsquote mit 87,8 Prozent deutlich über diesem Wert. In der Bevölkerungsgruppe, die höchstens einen Realschulabschluss oder einen vergleichbaren Abschluss vorweisen konnte, waren dagegen nur 61,5 Prozent beschäftigt.

Die jährlichen Gesamtausgaben für Bildungseinrichtungen je Schüler bzw. je Studierenden lagen 2009 in Bayern bei rund 8 500 Euro (Bundesdurchschnitt 7 900 Euro, OECD-Durchschnitt 7 400 Euro).

  • „Internationalen Bildungsindikatoren im Ländervergleich“

Diese und weitere interessante Daten zur Bildungssituation in Deutschland stehen im Internet kostenlos zum Download bereit (www.statistikportal.de/Statistik-Portal/publ.asp)

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.