Auf einen Blick


Pressemitteilung

252/2012/36/Q
München, den 14. September 2012

Strom- und Wärmeerzeugung in bayerischen Kraftwerken im ersten Halbjahr 2012

Rückgang der Stromerzeugung aus Kernkraft um 2,8 Prozent

Im ersten Halbjahr 2012 wurden nach vorläufigen Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung in bayerischen Kraftwerken für die allgemeine Versorgung insgesamt 36,7 Millionen Megawattstunden (MWh) Strom erzeugt. Das waren um 3,7 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Kernenergie war mit einem Anteil von 58,3 Prozent an der Gesamterzeugung nach wie vor der bedeutendste Energieträger, auch wenn ihr Beitrag zum bayerischen Strommix stetig abnimmt. Rund 8,7 Prozent des erzeugten Stroms wurde in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. – Die im ersten Halbjahr 2012 produzierte Wärmemenge lag bei 6,5 Millionen MWh, davon 5,7 Millionen MWh aus Kraft-Wärme-Kopplung.

Nach vorläufigen Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden im ersten Halbjahr 2012 in bayerischen Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung 1) insgesamt 36,7 Millionen Megawattstunden (MWh) Strom produziert. Das waren um 3,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2011. Die netto verfügbare Strommenge, das heißt die Gesamterzeugung abzüglich des Eigenverbrauchs der Kraftwerke, lag bei rund 34,9 Millionen MWh.

Wie schon in den vergangenen Jahren stammte der überwiegende Teil des dort erzeugten Stroms aus Kernenergie (58,3 Prozent bzw. 21,4 Millionen MWh). Es folgten Wasserkraft (17,1 Prozent bzw. 6,3 Millionen MWh), Erdgas (13,4 Prozent bzw. 4,9 Millionen MWh) und Steinkohle (6,5 Prozent bzw. 2,4 Millionen MWh).

Rund 8,7 Prozent des erzeugten Stroms wurde in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) produziert. Die in KWK-Prozessen erzeugte Wärmemenge lag bei 5,7 Millionen MWh.

Insgesamt wurden zwischen Anfang Januar und Ende Juni 2012 in den befragten bayerischen Kraftwerken 6,5 Millionen MWh Wärme erzeugt. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum war damit ein leichter Rückgang um 1,9 Prozent zu beobachten.

Ein Blick auf die zur Wärmegewinnung eingesetzten Energieträger zeigt, dass sich auch hier gegenüber den Vorjahren kaum etwas verändert hat. Auch im ersten Halbjahr 2012 stammte die produzierte Wärme überwiegend aus Gas (49,2 Prozent bzw. 3,2 Millionen MWh), Steinkohle (25,3 Prozent bzw. 1,6 Millionen MWh) und Abfällen (18,7 Prozent bzw.1,2 Millionen MWh).

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1) Erfasst werden nur Stromerzeugungsanlagen der allgemeinen Versorgung mit einer Engpassleistung von im Allgemeinen einem Megawatt (MW) oder mehr

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.