Auf einen Blick


Pressemitteilung

279/2012/55/A
München, den 11. Oktober 2012

Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober 2012

Zahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen von Polyarthritis- und Arthrose-Patienten seit 2000 um ein Drittel gestiegen

Im Jahr 2010 fanden in den bayerischen Krankenhäusern 73 760 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit Rheuma (Polyarthritis und Arthrose) statt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Welt-Rheuma-Tages mitteilt, sind das 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr und nahezu ein Drittel mehr als noch zehn Jahre zuvor. Der Anteil der Behandlungen weiblicher Patienten betrug rund 60 Prozent. Bei etwas mehr als 61 Prozent der Rheuma-Behandlungen waren die Patienten 65 Jahre oder älter. In den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen wurden im Jahr 2010 weitere 44 719 Behandlungsfälle ermittelt. Dies entsprach einem Anstieg von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um 31 Prozent gegenüber 2003.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Welt-Rheuma-Tages mitteilt, wurden im Jahr 2010 in bayerischen Krankenhäusern 73 760 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit der Hauptdiagnose Polyarthritis und Arthrose durchgeführt, 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der durchschnittliche Klinikaufenthalt dauerte 10,9 Tage und fiel damit um 3,3 Tage länger aus als im Durchschnitt aller vollstationär versorgten Kranken.

Die langjährige Betrachtung zeigt bisher einen Aufwärtstrend. So stieg die Zahl der vollstationären Behandlungsfälle von Rheuma-Patienten im Krankenhausbereich fast kontinuierlich von 55 651 im Jahr 2000 auf 74 756 im Jahr 2009, sank jedoch im Berichtsjahr 2010 erstmals leicht. Die Zahl der Behandlungsfälle nahm damit von 2000 bis 2010 um nahezu ein Drittel zu.

Weit mehr als die Hälfte (60,4 Prozent) aller aufgrund von Polyarthritis und Arthrose bedingten stationären Behandlungsfälle betraf weibliche Patienten. In rund 61 Prozent der Fälle waren die Patienten 65 Jahre alt oder älter.

Weiterhin wurden im Jahr 2010 in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (mit mehr als 100 Betten) 44 719 Behandlungen von Patienten mit Polyarthritis und Arthrose durchgeführt, ca. 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 21,6 Tage und lag damit um 2,7 Tage unter dem Durchschnitt aller in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen vollstationär versorgten Kranken.

Betrachtet man die mehrjährige Entwicklung der vollstationären Behandlungsfälle von Rheuma-Patienten in bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit mehr als 100 Betten, welche erst seit 2003 statistisch erfasst werden, so zeigt sich ein fast kontinuierlicher Anstieg von 34 082 Fällen im Jahr 2003 auf 44 719 im Jahr 2010. Dies entspricht einem Anstieg von 31,2 Prozent in den Jahren 2003 bis 2010.

Wie in den Krankenhäusern überwog auch in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen die Zahl der Behandlungsfälle weiblicher Rheuma-Patienten (26 948) mit 60,3 Prozent. Ähnlich die Altersverteilung: In 58,9 Prozent der Behandlungsfälle waren die Patienten mindestens 65 Jahre alt.
Diese Angaben gehen aus der jährlich erhobenen „Diagnosestatistik“ hervor. Hier werden alle im Laufe eines Berichtsjahres nach vollstationärem Krankenhausaufenthalt entlassenen Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) u.a. nach Alter, Geschlecht und Hauptdiagnose erfasst.

Stationäre Behandlungen von Rheuma-Patienten von 2001 bis 2010 Stationäre Behandlungen von Rheuma-Patienten von 2001 bis 2010

Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2011“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 10,50 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.