Auf einen Blick


Pressemitteilung

291/2012/54/K
München, den 18. Oktober 2012

2011 wurden erstmals in Bayern mehr als 4 Milliarden Euro im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe verausgabt

2,8 Milliarden Euro allein für die Kindertagesbetreuung

Im Jahr 2011 wurden in Bayern insgesamt über 4,1 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Bei Einnahmen in Höhe von 319 Millionen Euro verblieben rund 3,8 Milliarden Euro an Nettoausgaben. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung entfielen gut zwei Drittel (2,8 Milliarden Euro) allein auf die Kindertagesbetreuung. Die Ausgaben für Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige sowie vorläufige Schutzmaßnahmen beliefen sich auf 888 Millionen Euro.

In Bayern wurden im Jahr 2011 für Leistungen und Aufgaben der Kinder-und Jugendhilfe 4 119 Millionen Euro (gut 4,1 Milliarden Euro) ausgegeben, was gegenüber dem Vorjahr mit 3 834 Millionen Euro einer Steigerung von 7,4 Prozent entspricht. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 319 Millionen Euro lagen die Nettoausgaben mit 3 800 Millionen Euro 7,7 Prozent über denen des Vorjahres (3 530 Millionen Euro).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden von den Nettoausgaben 2 076 Millionen Euro (55 Prozent) für Leistungen öffentlicher Träger und 1 724 Millionen Euro (45 Prozent) für Zuschüsse an freie Träger verausgabt.

Von den Bruttoausgaben war die größte Position mit fast 2 804 Millionen Euro die Kinderta-gesbetreuung (+ 9,8 Prozent gegenüber 2010). Hiervon flossen 2 767 Millionen Euro in die Tageseinrichtungen für Kinder (+ 9,8 Prozent im Vergleich zu 2010) und mehr als 36 Millionen Euro dienten der Unterstützung der Kindertagespflege (+ 9,7 Prozent gegenüber 2010).

Mit rund 888 Millionen Euro wurden die Bereiche Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige sowie vorläufige Schutzmaßnahmen gefördert, was einem Plus von 3,9 Prozent gegenüber 2010 entspricht. Dabei wurden mehr als 25 Millionen Euro für Einrichtungen und gut 862 Millionen Euro für Einzel- und Gruppenhilfen dieser Hilfeart verausgabt. Von den Einzel- und Gruppenhilfen wurden fast 590 Millionen Euro für Hilfe zur Erziehung ausgegeben, gut 178 Millionen Euro als Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, rund 74 Millionen Euro für Hilfen für junge Volljährige sowie knapp 21 Millionen Euro für vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern- und Jugendlichen.


Ausgaben/Auszahlungen und Einnahmen/Einzahlungen für die Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2011 nach Regierungsbezirken

Regierungsbezirk

Bruttoausgaben/-auszahlungen

darunter für

Einnahmen/ Einzahlungen

Nettoausgaben/-Auszahlungen

Kindertages-betreuung

Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für behinderte Kinder und Hilfe für junge Volljährige sowie vorläufige Schutzmaßnahmen

Oberbayern

2 228 890 945

1 635 950 203

392 100 003

145 244 515

2 083 646 430

Niederbayern

251 996 969

164 427 291

56 539 964

21 705 202

230 291 767

Oberpfalz

228 434 938

133 267 003

66 402 427

21 121 421

207 313 517

Oberfranken

211 364 350

117 530 753

65 725 363

14 003 689

197 360 661

Mittelfranken

508 570 997

313 277 625

133 805 943

45 217 977

463 353 020

Unterfranken

276 579 450

175 183 324

68 297 975

25 834 387

250 745 063

Schwaben

413 474 263

263 865 440

105 016 542

46 014 983

367 459 280

Bayern

4 119 311 912

2 803 501 639

887 888 217

319 142 174

3 800 169 738

Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht Kinder und Jugendhilfe in Bayern 2011, Ergebnisse zu Teil IV: Ausgaben und Einnahmen (Bestellnummer: K51043 201100, Preis der Druckausgabe: 8,30 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.