Auf einen Blick


Pressemitteilung

294/2012/55/A
München, den 23. Oktober 2012

Zahl der Entbindungen in Bayerns Krankenhäusern 2011 gesunken

Jede dritte Entbindung erfolgte durch Kaiserschnitt

In den bayerischen Krankenhäusern mit einer Entbindungsstation wurden im Jahr 2011 nahezu 101 000 Entbindungen (- 1,2 Prozent) registriert. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurde bei einem Drittel der Entbindungen ein Kaiserschnitt vorgenommen. Obwohl die Zahl der Entbindungen in bayerischen Krankenhäusern seit 1991 um 24,2 Prozent abgenommen hat, ist die Zahl der Kaiserschnittgeburten um 57,4 Prozent gestiegen.

Im Jahr 2011 wurden in bayerischen Krankenhäusern mit einer Entbindungsstation 100 788 Entbindungen registriert. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, entsprach dies einem Rückgang von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei 33,3 Prozent (33 593) der Entbindungen wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt. Bei 6,1 Prozent (6 121) der Entbindungen wurde die Saugglocke (Vakuumextraktion) und bei 0,4 Prozent (431) die Geburtszange eingesetzt.

Seit dem Jahr 1991 ist die Gesamtzahl der Entbindungen in bayerischen Krankenhäusern von damals 132 897 um 24,2 Prozent gesunken. Die Zahl der Entbindungen mittels Kaiserschnitt stieg jedoch stetig an. So betrug im Jahr 1991 der Anteil der Kaiserschnittentbindungen erst 16,1 Prozent, im Jahr 2011 dagegen war der Anteil der Kaiserschnittentbindungen mit 33,3 Prozent mehr als doppelt so hoch. Andere Geburtsmaßnahmen zur Geburtshilfe wie die Zangengeburt wurden 1991 noch 2 061 Mal angewandt, im Jahr 2011 dagegen nur noch 431 Mal (- 79,1 Prozent). Die Vakuumextraktion wurde 1991 noch 8 860 Mal als Geburtshilfe eingesetzt, im Jahr 2011 jedoch nur noch 6 121 Mal (- 30,9 Prozent).

Entbindungen in bayerischen Krankenhäusern von 1991 bis 2011

Jahr

Entbindungen

darunter Entbindungen durch

Anzahl

Veränderung ggü.
dem Vorjahr in %

Kaiserschnitt

Zangengeburt

Vakuumextraktion

Anzahl

 

in %

Anzahl

 

in %

Anzahl

 

in %

 

1991

132 897

-

21 340

16,1

2 061

1,6

8 860

6,7

1992

132 303

-0,4

21 693

16,4

1 794

1,4

8 641

6,5

1993

131 520

-0,6

22 095

16,8

2 088

1,6

8 925

6,8

1994

126 063

-4,1

22 297

17,7

1 588

1,3

8 021

6,4

1995

124 199

-1,5

21 711

17,5

1 608

1,3

7 832

6,3

1996

127 719

2,8

23 439

18,4

1 655

1,3

7 664

6,0

1997

128 872

0,9

24 915

19,3

1 575

1,2

7 536

5,8

1998

124 270

-3,6

24 767

19,9

1 381

1,1

6 893

5,5

1999

120 667

-2,9

24 644

20,4

1 309

1,1

6 970

5,8

2000

118 409

-1,9

25 560

21,6

1 139

1,0

6 467

5,5

2001

113 997

-3,7

26 325

23,1

995

0,9

6 170

5,4

2002

111 045

-2,6

27 847

25,1

776

0,7

5 694

5,1

2003

109 584

-1,3

29 002

26,5

639

0,6

5 006

4,6

2004

107 291

-2,1

29 656

27,6

682

0,6

5 175

4,8

2005

104 432

-2,7

29 770

28,5

557

0,5

5 272

5,0

2006

101 705

-2,6

30 883

30,4

458

0,5

5 265

5,2

2007

103 833

2,1

31 955

30,8

570

0,5

5 534

5,3

2008

103 463

-0,4

33 341

32,2

449

0,4

5 641

5,5

2009

100 405

-3,0

33 196

33,1

418

0,4

5 778

5,8

2010

101 977

1,6

33 348

32,7

423

0,4

5 961

5,8

2011

100 788

-1,2

33 593

33,3

431

0,4

6 121

6,1



Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2011“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 10,50 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.