Auf einen Blick


Pressemitteilung

295/2012/32/A
München, den 25. Oktober 2012

Weiterer Beschäftigungsaufbau im zweiten Quartal 2012 in Bayern

Zahl der Erwerbstätigen steigt binnen Jahresfrist um 127 000

Der Beschäftigungsaufbau in Bayern hält weiter an. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2012 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um über 127 000 Personen bzw. 1,9 Prozent. Damit verzeichnete Bayern die höchste prozentuale Zunahme unter allen Flächenländern. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen erreichte mit knapp 6,95 Millionen ein neues Rekordniveau.

Auch im zweiten Quartal 2012 erhöhte sich in Bayern die Zahl der Erwerbstätigen deutlich. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, nahm sie gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um über 127 000 Personen bzw. 1,9 Prozent zu und erreichte mit knapp 6,95 Millionen Personen einen neuen Höchststand.

Mit dieser Zunahme steht Bayern in einer Rangliste aller Bundesländer zusammen mit Hamburg auf dem zweiten Platz hinter Berlin (2,6 Prozent Zuwachs). Rückläufige Erwerbstätigenzahlen gab es in Sachsen-Anhalt. Weitere Zahlen für die einzelnen Länder können der Tabelle entnommen werden.

In Deutschland insgesamt nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 514 000 Personen bzw. 1,3 Prozent zu. Damit kommt Bayern auf einen Anteil von knapp 25 Prozent an allen neuen Erwerbstätigen. Die alten Länder (ohne Berlin) schnitten mit 1,4 Prozent besser ab als die neuen (einschließlich Berlin) mit 0,8 Prozent.

Trotz der hohen Zunahme der Erwerbstätigenzahl in Bayern sank die von der Bundesagentur für Arbeit ermittelte Zahl der Arbeitslosen in Bayern im Durchschnitt der Monate April, Mai und Juni 2012 gegenüber den entsprechenden Monaten des Jahres 2011 nur noch um rund 8 700 Personen. Dies entsprach einem Anteil von 6,8 Prozent an allen im zweiten Quartal 2012 verzeichneten zusätzlichen Erwerbstätigen. Für die Monate Januar bis März 2012 lag dieser Wert noch bei 23,2 Prozent, im Jahresdurchschnitt 2011 bei 35,7 Prozent. Somit gelingt es den Unternehmen angesichts einer in Bayern zuletzt sehr niedrigen Arbeitslosenquote von unter vier Prozent offenbar immer weniger, ihren Arbeitskräftebedarf aus dem vorhandenen Bestand an Arbeitslosen zu decken.

Bei den hier vorgelegten Länderergebnissen handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung (AK ETR), dem alle Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für das zweite Quartal 2012 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse ab dem ersten Quartal 2008 überarbeitet. Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen einbezogen. Die aktualisierten Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR unter http://www.ak-etr.de/ abgerufen werden.

Land

Personen in 1000

Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal in %

 

2012

 

1. Quartal

2. Quartal

1. Quartal

2. Quartal

Baden-Württemberg

5 763,7

5 808,5

1,7

1,5

Bayern

6 856,7

6 948,6

1,9

1,9

Berlin

1 729,4

1 747,8

2,3

2,6

Brandenburg

1 056,4

1 076,0

0,4

0,3

Bremen

411,9

413,6

1,5

1,6

Hamburg

1 151,6

1 159,3

1,8

1,9

Hessen

3 206,4

3 228,1

1,7

1,3

Mecklenburg-Vorpommern

714,6

731,7

0,0

0,1

Niedersachsen

3 769,1

3 820,2

1,7

1,6

Nordrhein-Westfalen

8 834,0

8 880,2

1,1

0,9

Rheinland-Pfalz

1 904,6

1 925,1

1,2

0,8

Saarland

516,6

518,4

1,2

0,9

Sachsen

1 947,1

1 971,2

0,7

0,7

Sachsen-Anhalt

993,2

1 004,5

-0,5

-0,7

Schleswig-Holstein

1 295,2

1 315,1

0,7

0,9

Thüringen

1 026,5

1 038,8

0,6

0,4

Deutschland

41 177,0

41 587,0

1,4

1,3

nachrichtlich

 

 

 

 

Alte Länder ohne Berlin

33 709,8

34 017,0

1,5

1,4

Alte Länder mit Berlin

35 439,1

35 764,8

1,6

1,4

Neue Länder ohne Berlin

5 737,9

5 822,2

0,3

0,2

Neue Länder mit Berlin

7.467,2

7.570,0

0,8

0,8

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.