Auf einen Blick


Pressemitteilung

300/2012/35/M
München, den 29. Oktober 2012

Inflationsrate in Bayern im Oktober bei 2,1 Prozent

Preisrückgang bei Kraftstoffen, aber weiterhin hohes Preisniveau

Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres stiegen die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,1 Prozent; im September lag die Inflationsrate bei 2,3 Prozent. Wie schon in den Monaten zuvor fielen die Jahresteuerungsraten bei Heizöl (+ 11,1 Prozent) und Kraftstoffen (+ 4,9 Prozent) besonders hoch aus. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, stiegen im Jahresvergleich auch die Preise für Nahrungsmittel (+ 3,5 Prozent) überdurchschnittlich. Dabei verteuerten sich insbesondere Gemüse (+ 10,3 Prozent), Obst (+ 7,7 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (+ 6,3 Prozent) stärker, während Molkereiprodukte wie Joghurt (- 4,8 Prozent) und frische Vollmilch (- 8,5 Prozent) spürbar billiger waren als im Vorjahr. - Im Vormonatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,1 Prozent. Heizöl verteuerte sich um 3,3 Prozent; auch die Preise für Gemüse (+ 3,2 Prozent) und Obst (+ 3,8 Prozent) stiegen gegenüber dem Vormonat. Demgegenüber gingen die Preise für Kraftstoffe binnen Monatsfrist um 4,4 Prozent zurück.

Grafische Darstellung der Inflationsrate in Bayern von Mai 2011 bis Oktober 2012 Grafische Darstellung der Inflationsrate in Bayern von Mai 2011 bis Oktober 2012

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Oktober 2012 bei + 2,1 Prozent; im vorangegangenen September betrug sie + 2,3 Prozent.

Die Preise für Nahrungsmittel höhten sich gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 3,5 Prozent. Überdurchschnittlich stiegen die Preise für Gemüse (+ 10,3 Prozent), Obst (+ 7,7 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (+ 6,3 Prozent). Preisrückgänge waren hingegen bei Molkereiprodukten und Eiern (- 3,8 Prozent) sowie bei Speisefetten und -ölen (- 3,5 Prozent) zu beobachten. Von den Speisefetten und -ölen verbilligte sich insbesondere Butter (- 11,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr deutlich. Unter den Molkereiprodukten gingen u. a. die Preise für frische Vollmilch (- 8,5 Prozent) und Joghurt (- 4,8 Prozent) spürbar zurück.

Im Energiesektor erhöhten sich die Preise für Heizöl gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 11,1 Prozent. Kraftstoffe waren im Durchschnitt 4,9 Prozent teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 2,5 Prozent zu verzeichnen; Strom verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 2,5 Prozent.

Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Oktober des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,4 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Oktober auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Personalcomputer (- 19,0 Prozent), DVD- oder Blu-ray-Player (- 14,3 Prozent), Fernsehgeräte (- 10,4 Prozent) und Notebooks (- 8,7 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,1 Prozent. Erneut gestiegen sind die Preise für Heizöl (+ 3,3 Prozent); auch Obst (+ 3,8 Prozent) und Gemüse (+ 3,2 Prozent) haben sich gegenüber dem Vormonat verteuert. Nach den Preissteigerungen in den Vormonaten verbilligten sich Kraftstoffe (- 4,4 Prozent) im Oktober wieder etwas.

Ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Oktober 2012 mit Jahreswerten von 2007 bis 2011 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2006 bis Oktober 2012 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,70 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

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