Auf einen Blick


Pressemitteilung

306/2012/53/G
München, den 06. November 2012

6. November 2012: Bayerns Exportpartner Nummer 1 wählt

Exporte in die USA nahmen in den ersten acht Monaten 2012 um 19,6 Prozent zu

Die Vereinigten Staaten sind traditionell eines der bedeutendsten Partnerländer der bayerischen Außenwirtschaft, wobei sie als Exportland für bayerische Waren noch wichtiger sind (2011 und 2012 jeweils Rang 1) als Importland (2011 und 2012 jeweils Rang 4). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, lieferte die bayerische Wirtschaft in den ersten acht Monaten 2012 nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von rund 11,8 Milliarden Euro in die USA, 19,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum importierte sie Waren im Wert von knapp 6,4 Milliarden Euro (-2,4 Prozent). 10,7 Prozent der Ausfuhren Bayerns gingen in die USA und 6,6 Prozent der Einfuhren kamen von dort. Der Exportüberschuss Bayerns mit den USA lag in den ersten acht Monaten 2012 bei knapp 5,5 Milliarden Euro. Wichtigste Warengruppe sowohl auf der Exportseite (3,9 Milliarden Euro) als auch auf der Importseite (1,7 Milliarden Euro) waren „Personenkraftwagen und Wohnmobile“.

Am 6. November wählen die Bürger der Vereinigten Staaten, eines der wichtigsten Partnerländer der bayerischen Außenwirtschaft, ihr Staatsoberhaupt. Die amerikanische Wirtschaft, die in den letzten Jahren stets der wichtigste Exportpartner Bayerns war, bezog in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres 2012 nach vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung Waren im Wert von rund 11,8 Milliarden Euro aus dem Freistaat. Die bayerischen Ausfuhren in die USA stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,6 Prozent. Der Anteil der USA an den gesamten Exporten Bayerns lag bei 10,7 Prozent.

Die Importe Bayerns aus den USA lagen in den ersten acht Monaten 2012 bei knapp 6,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete dies ein Minus von 2,4 Prozent. Unter den Ursprungsländern bayerischer Importe stand die USA in den vergangenen Jahren auf Rang 4 bzw. 5. In den ersten acht Monaten 2012 kamen 6,6 Prozent der bayerischen Importe aus den USA.

Der bayerische Außenhandel mit den USA erlebte in den letzten zehn Jahren mehrere Auf- und Abwärtsbewegungen. Im Vergleich zum Jahr 2000 wuchsen die Exporte in die USA im Jahr 2011 um 19,7 Prozent, die Importe erhöhten sich um 14,7 Prozent. Die gesamten bayerischen Ausfuhren nahmen im Vergleichszeitraum mit einem Plus von 72,3 Prozent deutlich stärker zu, analoges gilt für die gesamten bayerischen Einfuhren mit einem Zuwachs von 71,3 Prozent. Den höchsten Einbruch erlebte der bayerisch-US-amerikanische Handel im Wirtschaftskrisenjahr 2009 mit einem Rückgang bei Exporten und Importen von jeweils fast einem Viertel. Durch hohe Zuwachsraten in den beiden Folgejahren konnte dieses Tief wieder ausgeglichen werden. Die Importe erreichten 2011 mit knapp 9,8 Milliarden Euro einen neuen Höchststand, die Exporte lagen Ende letzten Jahres allerdings noch 8,7 Prozent niedriger als im Spitzenjahr 2006.

Charakteristisch für den Handel mit den USA ist ferner der hohe Exportüberschuss, 2007 lag er bei nahezu 7,5 Milliarden Euro und 2011 bei gut 5,6 Milliarden Euro. In den ersten acht Monaten 2012 betrug er bereits knapp 5,5 Milliarden Euro.

Tabelle 1. Der Außenhandel Bayerns mit den USA in den Jahren 1970, 1980, 1990 und seit 2000

Jahr

Ausfuhr

Einfuhr

Export- (+) /
Import- (-)
überschuß

insgesamt

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

insgesamt

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

1 000 €

%

1 000 €

%

1 000 €

 

 

 

1970

 

691 260

x

556 463

x

134 797

1980

 

1 652 431

x

1 482 225

x

170 206

1990

 

4 875 020

x

3 363 018

x

1 512 002

2000

 

12 855 465

x

8 502 744

x

4 352 721

2001

 

13 696 419

6,5

9 660 166

13,6

4 036 253

2002

 

15 213 964

11,1

8 202 411

-15,1

7 011 553

2003

 

14 115 317

-7,2

7 597 707

-7,4

6 517 610

2004

 

14 864 326

5,3

9 413 809

23,9

5 450 517

2005

 

15 791 949

6,2

8 900 156

-5,5

6 891 793

2006

 

16 849 069

6,7

9 404 917

5,7

7 444 152

2007

 

16 340 785

-3,0

8 859 455

-5,8

7 481 330

2008

 

14 869 413

-9,0

9 217 199

4,0

5 652 214

2009

 

11 195 125

-24,7

7 048 765

-23,5

4 146 360

2010

 

13 717 441

22,5

8 666 126

22,9

5 051 315

2011

 

15 383 482

12,1

9 755 254

12,6

5 628 228

 

Januar bis August

 

2011)*

 

9 865 612

17,0

6 475 286

17,8

3 390 326

2012)*

 

11 804 335

19,6

6 350 009

-2,4

5 454 326

_____________

* Jeweils vorläufiges Ergebnis.



Den Handel mit den Vereinigten Staaten dominierten in den ersten acht Monaten 2012 „Personenkraftwagen und Wohnmobile“. Der Exporterlös dieser Warengruppe lag bei rund 3,9 Milliarden Euro, dies entsprach einem Drittel der gesamten Exporte in die USA. Gleichzeitig importierte Bayern „Personenkraftwagen und Wohnmobile“ für mehr als 1,7 Milliarden Euro (27,1 Prozent) aus den USA. Auf der Ausfuhrseite folgten nach der Höhe der erzielten Erlöse „Maschinen“ (1,9 Milliarden Euro) sowie „Fahrgestelle, Karosserien, Motoren, Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge und dergleichen“ (0,8 Milliarden Euro). Auf der Einfuhrseite schlossen sich „Elektronische Bauelemente“ (0,9 Milliarden Euro) und „Pharmazeutische Erzeugnisse“ (0,6 Milliarden Euro) an.

Tabelle 2. Die wichtigsten Export- und Importgüter im Handel Bayerns mit den USA 2012

- vorläufige Ergebnisse der Monate Januar bis August -

Exportgüter

Rang

Warengruppe

Wert in
1 000 Euro

1

Personenkraftwagen und Wohnmobile

3 904 068

2

Maschinen

1 876 604

3

Fahrgestelle, Karosserien, Motoren, Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge u. dgl.

795 796

4

medizinische Geräte und orthopädische Vorrichtungen

755 728

5

mess-, steuerungs- und regelungstechnische Erzeugnisse

578 013

Importgüter

Rang

Warengruppe

Wert in
1 000 Euro

1

Personenkraftwagen und Wohnmobile

1 723 476

2

Elektronische Bauelemente

929 815

3

Pharmazeutische Erzeugnisse

594 208

4

medizinische Geräte und orthopädische Vorrichtungen

426 071

5

Maschinen

419 816

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.