Auf einen Blick


Pressemitteilung

307/2012/41/A
München, den 06. November 2012

Bayern wächst im ersten Halbjahr 2012 durch Zuwanderung um rund 45.700 Einwohner

Starke Zuzüge aus Süd- und Osteuropa

Im ersten Halbjahr 2012 kamen deutlich mehr Personen nach Bayern, als von hier abwanderten. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, betrug der Saldo aus Zu- und Fortzügen für Bayern im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Juni 2012 fast 45 700 Personen. Dieser erhebliche Wanderungsüberschuss ist überwiegend auf den Zuzug ausländischer Mitbürger zurückzuführen. Einem Wanderungsplus von rund 3 800 Deutschen stand ein Zuwanderungsüberschuss von rund 41 900 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit gegenüber. Über 80 Prozent des Wanderungssaldo bei den nicht-deutschen Staatsangehörigen entfielen auf EU-Bürger. Gegenüber den 15 anderen Bundesländern konnte Bayern Wanderungsgewinne in Höhe von etwas über 7 100 Personen verzeichnen.

Die Wanderungsbilanz Bayerns wies im ersten Halbjahr 2012 einen Überschuss von rund 45 700 Personen auf. Damit erhöhte sich das Wanderungsplus Bayerns gegenüber dem entsprechendem Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel (erstes Halbjahr 2011: + 34 500 Personen). Nach Meldung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung ergab sich der Saldo des ersten Halbjahres 2012 aus rund 153 300 Zuzügen und 107 600 Fortzügen über die Grenzen des Freistaats.

Gegenüber dem Ausland zeigte die Wanderungsstatistik Bayerns für die ersten sechs Monate des Jahres 2012 rund 97 450 Zuzüge (erstes Halbjahr 2011: 78 900) und 58 900 Fortzüge (erstes Halbjahr 2011: etwa 50 400). Der Saldo bei Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit war gegenüber dem Ausland mit einem Minus von rund 2 600 dem langjährigen Trend entsprechend auch im ersten Halbjahr 2012 negativ.

Gegenüber dem übrigen Bundesgebiet wurden von Anfang Januar bis Ende Juni 2012 knapp 55 900 Zuzüge (erstes Halbjahr 2011: rund 55 000) und etwas über 48 700 Fortzüge (erstes Halbjahr 2011: rund 49 000) verbucht. Durch die erneut etwas angestiegenen Zuzüge von Deutschen aus den andern Bundesländern ergab sich für die deutsche Bevölkerung Bayerns insgesamt ein Wanderungsplus von rund 3 800 Personen. Das Wanderungsplus bei den ausländischen Staatsangehörigen belief sich hingegen auf knapp 41 900 Personen und erreichte damit den höchsten Halbjahreswert seit 2001.

Etwa 80 Prozent des Wanderungsgewinns bei den nicht-deutschen Staatsangehörigen entfielen auf Bürger der EU (rund 33 700 Personen). Die zahlenmäßig größte Gruppe waren dabei Rumänen (+ 7 465), gefolgt von polnischen (+ 6 366), ungarischen (+ 4 785) und bulgarischen (+ 2 809) Staatsangehörigen. Insgesamt kamen im ersten Halbjahr 2012 rund 75 Prozent der EU-Zuwanderer aus den seit 2004 beigetretenen zwölf Staaten (etwa 25 200 Personen).

Der Wanderungssaldo mit Nicht-EU-Staaten lag von Anfang Januar bis Ende Juni 2012 bei über 8 100 Personen. Etwa 45 Prozent der Nettozuwanderung von Drittstaatsangehörigen entfielen auf Zuwanderer mit einer asiatischen Staatsangehörigkeit (3 630 Personen).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.