Auf einen Blick


Pressemitteilung

309/2012/57/O
München, den 07. November 2012

Wie geht es den Selbständigen? – Die EVS 2013 soll aktuelle Informationen liefern

Gewerbetreibende und Freiberufler wendeten 2008 durchschnittlich 418 Euro im Monat für private Vorsorge auf

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Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung verfügten Haushalte von Gewerbetreibenden und freiberuflich tätigen Personen im Jahr 2008 im Durchschnitt über ein Haushaltsbruttoeinkommen von 5 743 Euro im Monat. Nach Abzug von Steuern (1 049 Euro) und Pflichtbeiträgen zur Sozialversicherung (232 Euro) verblieben ihnen 4 462 Euro netto. Davon wurden im Durchschnitt 418 Euro für freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung und für private Krankenversicherungen aufgewendet. Mit der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2013 sollen wieder aktuelle Informationen zur wirtschaftlichen Situation privater Haushalte gewonnen werden. Dafür werden noch weitere Teilnehmer gesucht, insbesondere Haushalte von Selbständigen und Landwirten. Neben einem besseren Einblick in die eigenen finanziellen Verhältnisse erhalten Teilnehmer der EVS nach Abschluss der Erhebung als Dankeschön eine finanzielle Anerkennung von 70 Euro.

Wie es aktuell mit der finanziellen Situation aller Bevölkerungsgruppen in Bayern aussieht, werden die Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe zeigen, die im kommenden Jahr durchgeführt wird. Hierfür sucht das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung noch weitere Teilnehmer. Als Ergebnis der letzten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) im Jahr 2008 zeigte sich, dass ein bayerischer Haushalt im Durchschnitt über ein Haushaltsbruttoeinkommen von 4 182 Euro im Monat verfügte. Bei der EVS zählen neben den Erwerbs- und Vermögenseinkommen einschließlich des Mietwerts von selbstgenutztem Wohneigentum u.a. auch öffentliche und private Transferzahlungen zum Bruttoeinkommen des Haushalts. Bei Haushalten von Gewerbetreibenden und freiberuflich tätigen Personen betrug das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen 5 743 Euro, bei Angestelltenhaushalten lag es bei 5 320 Euro.

Auch in Haushalten, in denen die Haupteinkommensbezieher selbständig sind und deren Einkommen deshalb zum großen Teil nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegt, können Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung anfallen. 2008 waren das durchschnittlich 232 Euro im Monat. In Angestelltenhaushalten, deren Einkommen überwiegend aus unselbständiger Arbeit stammte, wurden monatlich 675 Euro Pflichtbeiträge an die gesetzliche Sozialversicherung abgeführt. Nach Abzug von Steuern (1 049 Euro) und Sozialversicherungspflichtbeiträgen verblieben Haushalten von Gewerbetreibenden und Freiberuflern im Durchschnitt 4 462 Euro netto im Monat (Angestelltenhaushalte: 3 797 Euro). Für freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Kranken- bzw. Rentenversicherung und für private Krankenversicherungen wendeten diese Haushalte durchschnittlich 418 Euro im Monat auf (Angestelltenhaushalte: 176 Euro).

Um auch bei der EVS 2013 wieder bayernweit gültige Ergebnisse zu erhalten, werden derzeit noch Teilnehmer, insbesondere aus Haushalten von Gewerbetreibenden, freiberuflich tätigen Personen und Landwirten gesucht. Die Teilnehmer werden gebeten, im Januar 2013 einen ersten Fragebogen mit allgemeinen Angaben zum Haushalt und zu seiner Ausstattung mit langlebigen Gebrauchsgütern auszufüllen. Dies ist auch via Internet möglich. Ebenfalls am Jahresanfang erhalten die Teilnehmer einen Fragebogen zum Geld- und Sachvermögen. Danach werden ein Quartal lang in einem Haushaltsbuch Einnahmen und Ausgaben festgehalten. Neben einem besseren Einblick in die eigenen finanziellen Verhältnisse erhalten die Teilnehmer als Dankeschön für ihren Aufwand eine finanzielle Anerkennung von 70 Euro.

Ausführlichere Informationen sind unter www.statistik.bayern.de/evs2013 abrufbar. Interessenten können sich per E-Mail (evs2013@statistik.bayern.de), telefonisch (kostenfrei unter 0800 – 000 44 98) oder schriftlich an das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Sachgebiet 57, Finkenstr. 3, 90762 Fürth wenden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.