Auf einen Blick


Pressemitteilung

311/2012/34/C
München, den 09. November 2012

Durchschnittliche Hopfenernte in Bayern

6,3 Prozent weniger Anbaufläche

Aktuellen Schätzungen zufolge hat es dieses Jahr in Bayern eine durchschnittliche Hopfenernte von rund 29 500 Tonnen (t) gegeben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, liegt die Erntemenge damit geringfügig unter dem mehrjährigen Durchschnitt der letzten sechs Jahre (29 600 t). Die sehr gute Ernte des Vorjahres (33 400 t) wurde allerdings um 3 900 t bzw. knapp 12 Prozent unterschritten. Ausschlaggebend für diesen Rückgang war eine Abnahme der Anbaubau-fläche binnen Jahresfrist um 1 000 Hektar (ha) bzw. 6,3 Prozent auf rund 14 600 ha, sowie ein um fast 6 Prozent niedrigerer Hektarertrag von 20,2 Dezitonnen (dt). Der durchschnittliche Hektarertrag der letzten sechs Jahre (19,1 dt) wurde jedoch um fast 6 Prozent übertroffen.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung haben die bayerischen Hopfenbauern in diesem Jahr eine durchschnittliche Ernte mit guter Qualität eingefahren. Insgesamt wurde die Entwicklung des Hopfens durch die Witterung kaum beeinträchtigt. Lediglich regional führten die hohen Minustemperaturen im Februar zu größeren Frostschäden. Nur vereinzelt kam es zu Ernteeinbußen durch Trockenheit oder Hagel.

Gemäß der Schätzung der Ernteberichterstatter wurde 2012 beim Hopfen ein durchschnittlicher Hektarertrag von 20,2 dt erzielt. Gegenüber dem sehr guten Vorjahresergebnis mit 21,4 dt/ha bedeutet dies zwar ein Minus von fast 6 Prozent, der mehrjährige Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2011, der bei 19,1 dt/ha liegt, wurde jedoch um knapp 6 Prozent übertroffen. Bei einer gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent niedrigeren Anbaufläche von 14 611 ha, eine Folge des Überangebots von Hopfen auf dem Weltmarkt, wird die diesjährige Hopfenernte auf rund 29 500 t geschätzt. Im Vergleich zur ausgezeichneten Vorjahresernte (33 400 t) bedeutet dies zwar einen beachtlichen Rückgang um 3 900 t bzw. 11,7 Prozent, der mehrjährige Durchschnitt der letzten sechs Jahre (29 600 t) wird jedoch nur geringfügig unterschritten.

Mit Blick auf die Hopfenernte zeigt sich, dass knapp 51 Prozent der geschätzten Erntemenge auf Bitterhopfen (14 900 t) und gut 49 Prozent auf Aromahopfen (14 500 t) entfallen. Die später reifenden Bitterhopfensorten wiesen 2012 mit 23,6 dt/ha im Schnitt einen deutlich höheren Ertrag auf als der Aromahopfen mit 18,6 dt/ha. Gut sechs Zehntel der Hopfenernte entfielen auf die beiden Bitterhopfensorten „Herkules“ (6 900 t) und „Hallertauer Magnum“ (5 500 t) sowie die Aromahopfensorte „Perle“ (5 600 t). Mit 29,0 dt/ha wies die Sorte „Herku-les“ den mit Abstand höchsten Hektarertrag auf.

Gut 85 Prozent der Hopfenanbauflächen Deutschlands liegen in Bayern. Mit 14 258 ha entfallen 97,6 Prozent der bayerischen Anbaufläche auf die Hallertau, die damit zugleich das größte geschlossene Hopfenanbaugebiet der Welt ist. Etwa zwei Drittel der bayerischen Hopfenproduktion werden exportiert. Für 100 Liter Bier werden im Durchschnitt etwa 120 g Hopfen benötigt.

Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht C II 6 j/2012 „Hopfenernte in Bayern 2012“. Er kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen unter der Kennnummer C 2600 als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.