Auf einen Blick

Pressemitteilung

312/2012/55/A
München, den 09. November 2012

Zahl der ambulanten Operationen seit 2002 auf gut das 3,7-Fache gestiegen

Durchschnittliche Verweildauer sank auf 7,5 Tage

Im Jahr 2011 wurden in den bayerischen Krankenhäusern 229 575 ambulante Operationen durchgeführt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, sind das 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr, und damit 3,75 Mal so viele wie vor neun Jahren (2002: 61 091). Ähnlich stark nahm auch die Zahl der vorstationären Behandlungen mit insgesamt 460 357 Fällen zu (2002: 142 592). Der Anstieg bei den nachstationären Behandlungen fiel dagegen mit 31,9 Prozent im gleichen Zeitraum vergleichsweise niedrig aus. Geringfügig veränderte sich hingegen im Vergleich dazu die Zahl der vollstationären Behandlungen (+ 5,3 Prozent gegenüber 2002). Zudem verringerte sich die durchschnittliche Verweildauer von 9,1 Tagen im Jahr 2002 auf 7,5 Tage im Jahr 2011.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden im Jahr 2011 von den bayerischen Krankenhäusern 229 575 ambulante Operationen nach § 115 b SGB V durchgeführt. Dies sind 2,0 Prozent (4 434 Operationen) mehr als im Vorjahr. Seit der erstmaligen Erhebung der ambulanten Operationen in der Krankenhausstatistik im Jahr 2002 hat sich deren Zahl sogar weit mehr als verdreifacht. Die maßgebliche Steigerung erfolgte dabei im Jahr 2004. Bedingt durch neue Vertragsregelungen wurde in diesem Jahr mehr als doppelt so oft ambulant operiert wie im Vorjahr. Berücksichtigt sind hier alle ambulanten Operationen, die durch das Krankenhaus selbst, nicht jedoch von ermächtigten Ärzten, Beleg- oder Vertragsärzten im Krankenhaus durchgeführt wurden.

Ebenso wie bei den ambulanten Operationen, ist auch bei den vor- und nachstationären Behandlungen das Ziel, vollstationäre Krankenhausbehandlungen nach Möglichkeit zu vermeiden bzw. zu verkürzen. Zwischen 2002 und 2011 stieg deren Anzahl um rund 223 Prozent auf 460 357 Operationen. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit ein Plus von 5,4 Prozent bzw. 23 437 vorstationäre Behandlungen zu verzeichnen. Bei den nachstationären Behandlungen im Jahr 2011 konnten um 1,7 Prozent mehr Fälle als 2010 erfasst werden.

Mit zunehmender Zahl der vorgenannten Behandlungsformen entwickelte sich die Zahl der vollstationären Behandlungen in den Krankenhäusern ab 2002 zunächst rückläufig, stieg seit 2006 aber wieder stetig an. Im Jahr 2011 wurden 2 811 503 Patienten vollstationär versorgt. Das sind 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr und um 5,3 Prozent mehr als 2002. Die durchschnittliche Verweildauer verringerte sich kontinuierlich von 9,1 Tagen im Jahr 2002 auf nur noch 7,5 Tage im Jahr 2011 (2010: 7,7 Tage).

Ambulante Operationen, vor-, nach- und vollstationäre Behandlungen in bayerischen Krankenhäusern

Behandlungsform

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Anzahl

Ambulante Operationen1)

61 091

63 909

143 064

168 060

181 280

192 490

218 389

213 859

225 141

229 575

Vorstationäre Behandlungen

142 592

179 029

231 528

284 434

299 282

371 166

371 503

406 939

436 920

460 357

Nachstationäre Behandlungen

93 870

94 627

88 441

97 722

102 056

127 984

113 297

122 562

121 770

123 801

Vollstationäre Behandlungen

2 668 938

2 658 771

2 550 443

2 522 724

2 529 978

2 601 174

2 674 573

2 736 316

2 762 631

2 811 503

Veränderung ggü. Vorjahr in Prozent

Ambulante Operationen1)

X2)

4,6

123,9

17,5

7,9

6,2

13,5

-2,1

5,3

2,0

Vorstationäre Behandlungen

X2)

25,6

29,3

22,9

5,2

24,0

0,1

9,5

7,4

5,4

Nachstationäre Behandlungen

X2)

0,8

-6,5

10,5

4,4

25,4

-11,5

8,2

-0,6

1,7

Vollstationäre Behandlungen

-0,3

-0,4

-4,1

-1,1

0,3

2,8

2,8

2,3

1,0

1,8

 

1) Nach § 115 b SGB V vereinbarter Katalog ambulant durchführbarer Operationen und stationsersetzender Eingriffe im Krankenhaus.

2) Wird erst seit dem Berichtsjahr 2002 erhoben.



Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2011“: Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Eine ungebundene Druckversion kann zum Preis von 10,50 € beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.