Auf einen Blick

Pressemitteilung

314/2012/36/E
München, den 12. November 2012

3 Prozent weniger Strom in Bayern 2011 erzeugt

Erneut Zuwächse bei erneuerbaren Energien, weiterer Rückgang bei Kernenergie

Im letzten Jahr wurden in Bayern brutto insgesamt 89,2 Millionen Megawattstunden (MWh) Strom erzeugt. Die bedeutendste Energiequelle war dabei, trotz rückläufiger Tendenz, nach wie vor die Kernenergie mit einem Anteil von 49,1 Prozent (43,8 Mill. MWh). Allerdings stammten bereits 28,5 Prozent des erzeugten Stroms (25,4 Mill. MWh) aus regenerativen Energiequellen. Bemerkenswert war hierbei wiederum der erneut deutliche Anstieg der Stromerzeugung aus Photovoltaik binnen Jahresfrist um 59,5 Prozent auf insgesamt 7,1 Mill. MWh.

Nach vorläufigen Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden in Bayern im Jahr 2011 insgesamt 89,2 Millionen Megawattstunden (MWh) Strom erzeugt. Gegenüber 2010 entspricht dies einem Rückgang von 3,0 Prozent. Die wichtigste Energiequelle war, trotz rückläufiger Tendenz (-7,6 Prozent), mit einem Anteil von 49,1 Prozent (43,8 Mill. MWh) immer noch die Kernenergie. Der Anteil der fossilen Energieträger (Steinkohlen, Mineralölprodukte, Gase) an der Bruttostromerzeugung blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant mit 20,8 Prozent (18,5 Mill. MWh).

Der Aufwärtstrend der Vorjahre bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien setzte sich auch 2011 weiter fort. So stammten im vergangenen Jahr bereits 28,5 Prozent (25,4 Mill. MWh) des erzeugten Stroms aus regenerativen Energiequellen. Gegenüber 2010 entsprach dies einem Anstieg um 6,9 Prozent (+1,6 Mill. MWh). 42,3 Prozent des insgesamt erzeugten Ökostroms (10,7 Mill. MWh) stammte aus Wasserkraft, 27,9 Prozent (7,1 Mill. MWh) aus Photovoltaik, 14,3 Prozent (3,6 Mill. MWh) aus Bio-, Deponie- und Klärgas und 10,5 Prozent (2,7 Mill. MWh) aus fester und flüssiger Biomasse sowie Klärschlamm. Auf die übrigen regenerativen Energiequellen, d. h. Windkraft, Geothermie und biogene Abfälle entfielen insgesamt 5,0 Prozent (1,3 Mill. MWh) der gesamten Ökostromproduktion.

Eine besonders deutliche Steigerung war auch 2011 wiederum bei der Stromerzeugung aus Photovoltaik zu verzeichnen. Diese erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 59,5 Prozent auf insgesamt 7,1 Mill. MWh.


Bruttostromerzeugung1) in Bayern 2011

Energieträger

Erzeugte

Strommenge

Anteil an der insgesamt erzeugten Strommenge

Mill. MWh

%

 

Kohlen

3,9

4,4

Mineralölprodukte

1,0

1,1

Gase

13,6

15,3

Kernenergie

43,8

49,1

Erneuerbare Energien

25,4

28,5

dav.

Wasserkraft 2)

10,7

12,0

Biomasse 3)

2,7

3,0

Photovoltaik

7,1

8,0

Deponie-, Klär-, Biogas

3,6

4,1

Abfälle (biogen) 4)

0,5

0,5

Windkraft

0,8

0,9

Sonstige

0,0

0,0

Sonstige Energieträger

0,6

0,7

dar.

Pumpspeicherwasser 5)

0,5

0,5

Abfälle (nicht biogen) 4)

0,9

1,0

 

Insgesamt

89,2

100,0

1) Die dargestellten Ergebnisse basieren auf Berechnungen des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung auf Basis der monatlichen und jährlichen Energiestatistiken für das Berichtsjahr 2011.
2) Lauf- und Speicherwasser und Pumpspeicher mit natürlichem Zufluss.
3) Einschl. Klärschlamm.
4) Aufteilung gemäß Länderarbeitskreis Energiebilanzen:
Hausmüll, Siedlungsabfälle 50% biogen, 50% nicht biogen; Industrie Abfall 100% nicht biogen.
5) Ohne natürlichen Zufluss.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.