Auf einen Blick


Pressemitteilung

324/2012/42/A
München, den 19. November 2012

Zum Weltkindertag am 20. November

Gut 80 Prozent der Kinder in Bayern wachsen bei Ehepaaren auf

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lebten in Bayern 2011 rund 2,09 Millionen Kinder unter 18 Jahren. Damit stellten Minderjährige knapp 17 Prozent der Gesamtbevölkerung, allerdings mit einem sinkenden Trend. So ging die Zahl der Kinder im Freistaat innerhalb von zehn Jahren um rund elf Prozent zurück. Vier von fünf Kindern lebten 2011 bei verheirateten Eltern. – Bei etwa zwei von drei Kindern in einer Paargemeinschaft übten 2011 beide Elternteile eine Erwerbstätigkeit aus, bei einem knappen Drittel (knapp 32 Prozent) arbeitete nur ein Partner und bei knapp zwei Prozent gingen beide Elternteile keiner Erwerbstätigkeit nach.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Weltkindertags am 20. November mitteilt, lebten 2011 nach Ergebnissen des Mikrozensus in Bayern insgesamt rund 2,09 Millionen Kinder unter 18 Jahren. Das entsprach einem Anteil von knapp 17 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Im Zehn-Jahres-Vergleich zeichneten sich sinkende Kinderzahlen ab: Gegenüber 2001 nahm die Zahl der Kinder um knapp 257 000 oder rund elf Prozent ab. Zu den Kindern unter 18 Jahren zählen im Mikrozensus ledige Personen ohne Lebenspartner/in und ohne eigene Kinder im Haushalt, die mit mindestens einem Elternteil in einer Familie zusammenlebten. Neben den leiblichen Kindern umfassen die genannten Zahlen auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder.

Als dominierende Familienform, in der die Minderjährigen 2011 aufwuchsen, erwies sich nach wie vor mit gut 80 Prozent die traditionelle Ehe, wobei der entsprechende Anteil im Jahr 2001 noch bei knapp 85 Prozent lag. Diese Veränderung innerhalb der letzten zehn Jahre ist einerseits auf eine gesunkene Anzahl von verheiratet zusammenlebenden Paaren mit Kindern zurückzuführen. So lebten 2011 bei Ehepaaren rund 311 000 weniger Kinder als noch zehn Jahre zuvor. Andererseits wurden mehr Kinder bei Alleinerziehenden und in Lebensgemeinschaften groß (rund 411 000) als noch im Jahr 2001 (rund 356 000).

Hinsichtlich der Erwerbstätigkeit der Eltern in einer Paargemeinschaft (Ehepaare und Lebensgemeinschaften) lässt sich festhalten, dass bei zwei Drittel der Kinder (knapp 67 Prozent) beide Partner berufstätig waren. 1 Bei fast einem weiteren Drittel der Kinder (knapp 32 Prozent) ging lediglich ein Partner einer Erwerbstätigkeit nach. Bei beinahe zwei Prozent der Kinder gaben beide Partner an, erwerbslos zu sein bzw. zu den Nichterwerbspersonen zu zählen.

1) Zu beachten gilt, dass die statistische Erfassung der Erwerbslosen und Erwerbstätigen auf der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) beruht. Zu den Erwerbstätigen zählen danach alle Personen im Alter von 15 oder mehr Jahren, die im Berichtszeitraum mindestens eine Stunde gegen Entgelt oder Ertrag tätig sind bzw. in einem Arbeitsverhältnis stehen. Personen, die nur vorübergehend vom Arbeitsplatz – z. B. wegen Krankheit oder (Erziehungs-)Urlaub – abwesend sind, gelten auch als berufstätig. Als erwerbslos werden demgegenüber Personen ohne Erwerbstätigkeit eingestuft, die sich in den letzten vier Wochen aktiv um eine Arbeitsstelle bemüht haben und innerhalb von zwei Wochen für die Aufnahme einer Tätigkeit zur Verfügung stehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie bei einer Arbeitsagentur als Arbeitslose registriert sind oder nicht.

Graphik  der Kinder unter 18 Jahren in Bayern 2001 und 2011 nach Familienform Graphik  der Kinder unter 18 Jahren in Bayern 2001 und 2011 nach Familienform

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.