Auf einen Blick

Pressemitteilung

325/2012/34/C
München, den 20. November 2012

Fleischproduktion in Bayern um 2,3 Prozent gesunken

Rückgang beim Schweinefleisch, Anstieg bei der Rindfleischerzeugung

Von Januar bis September 2012 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen rund 600 000 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 14 200 Tonnen bzw. 2,3 Prozent. Ursächlich hierfür war die Abnahme beim Schweinefleisch um 14 400 Tonnen (3,7 Prozent). Dagegen fiel die Rindfleischerzeugung geringfügig höher aus als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres 373 400 Tonnen Schweinefleisch und 225 200 Tonnen Rindfleisch produziert.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden von Januar bis September 2012 in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 600 600 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entsprach dies einem Minus von 14 200 t bzw. 2,3 Prozent. Auf Schweinefleisch entfielen 62,2 Prozent der gesamten Schlachtmenge. Gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres sank die Schweinefleischproduktion um 3,7 Prozent (14 400 t) auf 373 400 t. Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm hierbei wegen des etwas höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts um 4,2 Prozent (171 100 Tiere) auf gut 3,9 Millionen ab. Gut 60 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (140 000 t bzw. 37,5 Prozent) und Oberbayern (90 900 t bzw. 24,3 Prozent) erzeugt.

37,5 Prozent der Schlachtmenge entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 225 200 t war die produzierte Fleischmenge geringfügig um 200 t höher als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Aufgrund eines gleichfalls etwas höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts wurden mit 658 900 jedoch gut 3 500 Rinder (-0,5 Prozent) weniger geschlachtet. Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 71 000 t (Anteil 31,5 Prozent) sowie in Schwaben mit 46 200 t (20,5 Prozent). Die verbleibende Schlachtmenge von fast 2 000 t verteilte sich insbesondere auf Schaffleisch (1 600 t) sowie in geringem Umfang auf Ziegen- und Pferdefleisch.

Recht unterschiedlich ist der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammen, sind es beim Schweinefleisch lediglich knapp 10 Prozent.

Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft
in Bayern von Januar bis September 2012 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Insgesamt

davon

Rinder
zusammen

davon

Schweine

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jung-
rinder

Tonnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

162 300

70 984

1 295

33 228

22 830

12 886

529

215

90 893

365

33

25

Niederbayern

 

166 955

26 646

97

16 048

5 602

4 629

153

115

140 033

158

11

108

Oberpfalz

 

38 215

20 929

104

6 322

9 654

4 651

88

110

17 049

188

17

33

Oberfranken

 

95 029

36 214

45

10 333

19 909

5 536

146

246

58 720

70

12

13

Mittelfranken

 

48 417

18 738

53

8 108

7 120

3 243

173

42

29 355

299

13

12

Unterfranken

 

24 850

5 476

185

2 695

1 491

956

94

54

19 075

256

6

36

Schwaben

 

64 843

46 236

482

19 167

19 648

6 338

450

151

18 292

296

13

8

 

Bayern Jan.-Sept. 2012

 

600 609

225 223

2 261

95 901

86 254

38 239

1 633

933

373 417

1 632

105

235

Jan.-Sept. 2011

 

614 829

225 016

2 336

98 013

82 077

39 996

1 829

765

387 786

1 639

108

277

Veränderung

 

 

absolut

 

- 14 220

207

- 75

- 2 112

4 177

- 1 757

- 196

168

- 14 369

- 7

- 3

- 42

%

 

- 2,3

0,1

- 3,2

- 2,2

5,1

- 4,4

- 10,7

22,0

- 3,7

- 0,4

- 2,8

- 15,2

___________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben (Färsen).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.